Oversight Board: Trump bleibt auf Facebook und Instagram gesperrt

Der frühere US-Präsident Donald Trump darf weiter nichts auf Facebook und Instagram veröffentlichen. Dafür hat er nun einen eigenen Blog gestartet.

Artikel veröffentlicht am ,
Der frühere US-Präsident Donald Trump auf einer Parteiveranstaltung der Republikaner.
Der frühere US-Präsident Donald Trump auf einer Parteiveranstaltung der Republikaner. (Bild: Octavio Jones/Reuters)

Der frühere US-Präsident Donald Trump darf weiterhin keine Beiträge auf Facebook und Instagram veröffentlichen. Das sogenannte Oversight Board des sozialen Netzwerks bestätigte am Mittwoch die Entscheidung von Anfang Januar, Trumps Zugang zu blockieren. Allerdings sei eine unbefristete Sperrung in Facebooks Regelwerk eigentlich nicht vorgesehen. Deshalb soll das Unternehmen in den kommenden sechs Monaten darüber entscheiden, ob der Account dauerhaft entfernt wird, eine befristete Sperrung verhängt wird oder ob nur zwei beanstandete Beiträge gelöscht werden.

Stellenmarkt
  1. Expertinnen bzw. Experten Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung (w/m/d) im Referat ... (m/w/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. ERP-Anwendungsentwickler m/w/d
    RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Grafenberg (bei Metzingen)
Detailsuche

Das sogenannte Oversight Board gab zudem Empfehlungen für Facebook ab, "um klare, notwendige und verhältnismäßige Richtlinien zu entwickeln, die die öffentliche Sicherheit fördern und die Meinungsfreiheit respektieren".

Facebook hatte die Blockade verhängt, nachdem Anhänger Trumps am 6. Januar 2021 das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington gestürmt hatten. Nach Ansicht des Gremiums war die Entscheidung gerechtfertigt, weil Trump mit zwei Beiträgen die Community-Standards von Facebook und die Community-Richtlinien von Instagram schwer verletzt habe. Diese untersagten Lob und Unterstützung für Menschen, die sich an Gewalttaten beteiligten.

Neue Regeln könnten angewandt werden

Facebook soll in den kommenden sechs Monaten seine "willkürliche Entscheidung" vom 7. Januar 2021 überprüfen und eine entsprechende Strafe verhängen. Sollte Facebook entscheiden, das Konto wiederherzustellen, müsse das Unternehmen seine bisherigen oder auch neuen Regeln auf den konkreten Fall anwenden. Nach Ansicht des Gremiums ist es nicht immer sinnvoll, zwischen politischen Führern und anderen einflussreichen Nutzern klar zu unterscheiden. Andere Nutzer mit einem großen Publikum könnten ebenfalls ernsthafte Schadensrisiken hervorrufen.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Staatsoberhäupter und andere hohe Regierungsbeamte könnten hingegen einen größeren Einfluss als andere Menschen haben, um Unheil anzurichten. Wenn diese wiederholt Nachrichten veröffentlichten, die nach internationalen Menschenrechtsnormen ein Verletzungsrisiko darstellten, sollte Facebook das Konto für einen Zeitraum sperren, der ausreicht, um sich vor drohenden Schäden zu schützen. "Die Sperrfristen sollten lang genug sein, um Fehlverhalten zu verhindern, und können in geeigneten Fällen das Löschen von Konten oder Seiten umfassen".

Nur ein Blog statt Social-Media-Plattform

Trump selbst startete am Dienstag seine Ende März 2021 angekündigte Social-Media-Plattform. Diese entpuppte sich jedoch vorerst nur als ein Blog auf seiner Webpräsenz unter Donaldtrump.com.

Dort sind in einer gewissen Twitter-Anmutung kurze Beiträge von Trump zu sehen, die Ende März 2021 beginnen. Nutzer können die Beiträge auf Twitter und Facebook teilen. Zudem können sie ihre Kontaktdaten eintragen, um über neue Beiträge Trumps informiert zu werden. Eine Kommentarfunktion gibt es auf der Internetseite noch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


gelöscht 06. Mai 2021

Das würde ja dafür sprechen, dass die deine Daten nie gelöscht haben. Zuckerberg wird...

Palerider 06. Mai 2021

Natürlich dürfen Geschäftsbedingungen kein geltendes Recht brechen. Das wäre in Deinem...

Megusta 05. Mai 2021

Ein Gremium dass von Facebook bezahlt wird, soll etwa gegen eigene Interessen...

newbit 05. Mai 2021

Das kommt darauf an womit man sich beschäftigt. Da ich mich viel mit Klimawissenschaft...

unbuntu 05. Mai 2021

Groß etwas ankündigen und dann nicht liefern. Statt ner Mauer hat er ja auch nur ein paar...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Silence S04
Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
Artikel
  1. Microsoft: Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November
    Microsoft
    Das nächste große Update für Windows 10 kommt im November

    Die Version 21H2 wurde wohl auch wegen Windows 11 etwas nach hinten verschoben. Der Patch soll nun aber im November für Windows 10 kommen.

  2. Arduino und Python: Bastler nimmt Audiokassette als Speichermedium für Retro-PC
    Arduino und Python
    Bastler nimmt Audiokassette als Speichermedium für Retro-PC

    Die Kassette kann nicht nur Lieder speichern, sondern auch Bitmuster. Ein Bastler baut dafür eine Schnittstelle mit 1,5 KBit/s Datenrate.

  3. Bis Ende 2022: VW-Manager müssen wegen Chipkrise Verbrenner fahren
    Bis Ende 2022
    VW-Manager müssen wegen Chipkrise Verbrenner fahren

    2022 werden VWs Manager den Kurs des Unternehmenschefs Herbert Diess nicht fahren können - Elektroautos und Hybride können als Dienstwagen nicht bestellt werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AOC CQ32G2SE/BK 285,70€ • Dell Alienware AW2521H 360 Hz 499€ • Corsair Vengeance RGB PRO SL 64-GB-Kit 3600 253,64€ • DeepCool Castle 360EX 109,90€ • Phanteks Glacier One 240MP 105,89€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. Thermaltake Core P3 TG Snow Ed. 121,89€) [Werbung]
    •  /