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Overclocking: Kritik an Wärmeleitmittel bei Intels Ivy Bridge

Übertakter sind bisher nicht vom Core-i-Prozessor Ivy Bridge von Intel begeistert. Die Temperaturen sind zum Teil sehr hoch und der Grund liegt anscheinend zwischen Integrated Heatspreader und dem CPU-Die.
/ Andreas Sebayang
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Intels neue Prozessoren benutzen Wärmeleitmittel im Package (Bild: Intel)
Intels neue Prozessoren benutzen Wärmeleitmittel im Package Bild: Intel

Wer den Core i der dritten Generation übertaktet, kommt derzeit nicht besonders weit. Laut Overclockers.com(öffnet im neuen Fenster) liegt der Grund nur zum Teil in der neuen Produktionstechnik.

Overclockers hat einen der Prozessoren auseinandergenommen, also den Integrated Heatspreader (IHS) von der CPU getrennt. Dabei wurde festgestellt, dass der IHS nicht mehr aufgelötet ist. Die Wärme gibt der Prozessor über eine Schicht mit Wärmeleitmittel an den IHS weiter. Für Overlockers ist das der Hauptgrund für hohe Temperaturen, denn damit muss die Wärme eine weitere Schicht überwinden, bevor sie über den IHS an den CPU-Kühlkörper transportiert werden kann.

Bei den Übertaktern verwundert Intels Entscheidung, den IHS nicht mehr direkt mit der CPU zu verbinden, denn für die bessere Wärmeübertragung wurde die Methode entwickelt. Sie soll bei 80 Watt je Meter und Kelvin (W/mK) liegen. Das Wärmeleitmittel wird mit 5 W/mK eingeschätzt.

Ivy-Bridge-CPUs werden in 22nm produziert, der Prozessor ist also kleiner, die Wärmeabgabe flächenbezogen höher, auch wenn die TDP-Werte für die Kühlsysteme sogar reduziert wurden. Viele hätten in der höheren Wärmedichte bisher den Grund für geringe Übertaktungen gesehen, meint Overclockers. Doch das Die schrumpft nur auf 75 Prozent gegenüber Sandy Bridge, was nicht die Temperaturunterschiede von bis zu 30 Grad Celsius erklärt. Ein Sandy-Bridge-Prozessor wird bei 4,5 GHz laut Overclockers 60 Grad warm. Ivy Bridge erreicht jedoch 80 bis 90 Grad Celsius.

Zudem gab es einen ähnlichen Vorfall bereits in der Vergangenheit. Intels Core 2 Duos der E6000-Serie benutzte den IHS direkt und blieb kühl. Der E4000er hingegen nutzte ein Wärmeleitmittel und die Temperatur war schwieriger unter Kontrolle zu bringen.


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