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Overclocking-CPU: Intels Devils Canyon soll mit 4 GHz starten

Kurz nach dem Haswell-Refresh mit nur wenig schnelleren Prozessoren gibt es inoffizielle Daten zu Intels CPUs mit Codenamen "Devils Canyon". So sind zwei Modelle geplant, eines erreicht auch ohne Übertaktung schon über 4 GHz.

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Intels Boxed-Lüfter, hier auf einem 4770K und Asus Z87-Deluxe, dürfte für Devils Canyon kaum ausreichen.
Intels Boxed-Lüfter, hier auf einem 4770K und Asus Z87-Deluxe, dürfte für Devils Canyon kaum ausreichen. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Im Forum von Coolaler ist eine Folie aus einer mutmaßlichen Intel-Präsentation aufgetaucht, eine Bestätigung für die Echtheit gibt es jedoch nicht. Die Daten und das Layout wirken jedoch stimmig. Darauf sind die beiden Haswell-CPUs Core i7-4790K und Core i5-4690K beschrieben. Ersterer ist nicht mit dem vor kurzem erschienenen Haswell-Refresh zu verwechseln, dabei stellte Intel einen Core i7-4790 (ohne K) vor, der 3,6 bis 4,0 GHz erreicht.

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Der Core i7-4790K soll aber schon einen Basistakt von 4,0 GHz bieten und 4,4 GHz erreichen, wenn nur ein Kern belastet ist. Es wäre die erste Core-CPU, die dauerhaft mehr als 4 GHz schafft, ohne dass der Anwender selbst die Takte einstellt. Das ist bei den K-Prozessoren aber auch leicht möglich, weil ihre Multiplikatoren nicht gesperrt sind. Mit guter Kühlung sollten sich auch unter Volllast Takte deutlich über 4 GHz machen lassen. Der kleinere Core i5-4690K ist mit 3,5 bis 3,9 GHz langsamer. Vermutlich wird er als Einstieg in die Overclocking-Cores aber deutlich günstiger, Preise sind noch nicht bekannt.

Beiden CPUs ist gemein, dass sie in die bisherige Prozessorfassung LGA 1150 passen, zudem sollten sie sowohl in den Z87- und H87-Mainboards des Jahres 2013 laufen, aber auch in den neuen Z97- und H97-Platinen, die jetzt auf den Markt kommen. Voraussetzung ist stets eine aktuelle Firmware vor dem Einbau der CPUs.

88 statt 84 Watt TDP

Gerade Letzteres sollte man bei den beiden bisher unter dem Codenamen "Devils Canyon" geführten Prozessoren beachten, denn ihre TDP ist gegenüber den anderen Core-i-4000 für den Desktop von 84 auf 88 Watt erhöht worden. Sofern sich die beiden Neulinge wie ihre Vorgänger ohne Last auf 800 MHz heruntertakten, dürften sie dennoch auf dem Windows-Desktop sehr sparsam werden. Besonders kleine Lösungen wie Intels Boxed-Kühler dürften aber für die hohen Boost-Takte kaum mehr ausreichen.

Noch nicht genau bekannt ist auch mit der neuen Folie, wie Intel den Wärmeübergang zwischen Die und Heatspreader verbessern will. Bereits im März hat das Unternehmen angekündigt, sich dieses Problems annehmen zu wollen. Seit der Ivy-Bridge-Generation (Core-i-3000) sind bei den K-Prozessoren die Dies nicht mehr mit dem Metalldeckel, dem Heatspreader, verlötet. Daher beschweren sich viele Extremübertakter darüber, dass die im Chip entstehende Wärme nicht mehr schnell genug abgeführt werden kann.

Bisher sprach Intel nur von einem "neuen thermischen Material", ob damit wie bisher die ungeliebte Wärmeleitpaste, ein Kleber oder doch ein Lot gemeint ist, ist noch unklar. Ebenso gibt es zum Jubiläums-Pentium, der zur Feier der seit 20 Jahren genutzten Marke erscheinen soll, noch keine Daten. Nur, dass auch er einen offenen Multiplikator besitzt und über Quick Sync Video verfügt, steht fest. Der 20-Jahres-Pentium und die Devils-Canyon-CPUs sollen nach bisherigem Stand zur Computex 2014 im Juni auf den Markt kommen.

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