Outpost: US-Start-up entwickelt Fähre für Satelliten

Wieder verwenden statt verglühen lassen: Das US-Raumfahrt-Start-up Outpost hat ein System entwickelt, um ausgediente Satelliten auf die Erde zurückzuholen. Ziel ist es, das Aufkommen von Weltraumschrott zu verringern.
Das Unternehmen hat einen Gleitschirm für Satelliten entwickelt. Er soll ausgediente Satelliten zur Erde zurückbringen und diese sanft auf dem Boden absetzen. Mit diesem Ferry genannten System(öffnet im neuen Fenster) will Outpost die Idee der Wiederverwendbarkeit auf Satelliten anwenden: Statt diese nach Ablauf der Betriebsdauer und nach Aufbrauchen des Treibstoffs in der Erdatmosphäre verglühen zu lassen, sollen sie auf die Erde zurückgebracht werden.
Dort sollen sie überarbeitet, aufgetankt und anschließend wieder ins All geschossen werden. Mit seiner Entwicklung will das Unternehmen nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) das Problem des Weltraumschrotts beenden. Als Vorbild dienten die wiederverwendbaren Raketen der US-Raumfahrtunternehmen SpaceX und Blue Origin.
Die Nasa stellt den Hitzeschild
Teil des Konzepts ist der Hypersonic Inflatable Aerodynamic Decelerator(öffnet im neuen Fenster) der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa). Das ist ein aufblasbarer Schutzschirm, der einen Satelliten beim Wiedereintritt vor dem Verglühen schützen soll. Der von Outpost entwickelte Fallschirm soll den Satelliten dann zur Erde bringen.
Outpost testete den Gleitschirm im vergangenen Jahr zwei Mal erfolgreich. Dabei sei es gelungen, den Schirm so zu steuern, dass er seinen vorgesehenen Landeplatz auf 5 Meter genau getroffen habe, sagte Outpost-Chef Jason Dunn dem auf Raumfahrtthemen spezialisierten US-Nachrichtenangebot Space.com sagte(öffnet im neuen Fenster)
Außer Satelliten will Outpost auch kleinere Experimente von der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) zur Erde transportieren. Auf der Station gibt es viele, die in einer der Raumfähren mitfliegen sollen, für die aber nicht genug Platz ist. Das soll künftig das System von Outpost übernehmen.
Die Nasa hat dem Unternehmen bereits den Auftrag für eine entsprechende Anpassung erteilt. Dunn sagte Space.com, Outposts Fähre werde fertig, bevor die Mission der ISS im Jahr 2030 endet.
Outpost ist nicht Dunns erstes Raumfahrtunternehmen: Er hatte 2010 Made In Space gegründet, das einen 3D-Drucker für die ISS entwickelte . Das Gerät flog 2014 zur Raumstation . Dort ist es immer noch - weil es bisher keinen Platz für einen Rücktransport gab.



