Oura Ring 5: Preis und Fazit
Die von Oura angegebenen rund neun Tage Akkulaufzeit erwiesen sich im Test als realistisch. Geladen wird über den mitgelieferten Standard Charger. Oura empfiehlt, den Ladezustand möglichst zwischen 20 und 80 Prozent zu halten, um den Akku langfristig zu schonen.
Es gibt einiges, was der Oura Ring 5 nicht kann. Benachrichtigungen, Vibrationsalarm, kontaktlose Zahlungen, Musiksteuerung, Navigation oder integriertes GPS sucht man vergeblich. Selbst die Suchfunktion hilft nur eingeschränkt weiter, weil sie lediglich den letzten bekannten Standort des Rings auf einer Karte anzeigt.
Hier spielt die Garmin Enduro 3 ihre Stärken aus. Karten, Navigation, Multi-Band-GPS, Unfallerkennung sowie zahlreiche Trainings- und Smartwatch-Funktionen machen sie zum deutlich vielseitigeren Gerät.
Der Oura Ring 5 – beziehungsweise ich – nutzt für viele Aufgaben das gekoppelte Smartphone. Das funktioniert in der Praxis gut, setzt aber voraus, dass es ohnehin dabei ist, wobei auch die Enduro 3 für viele Komfort- und Onlinefunktionen regelmäßig eine Verbindung zum Handy benötigt.
Preis und Verfügbarkeit
Der Oura Ring 5(öffnet im neuen Fenster) ist je nach Ausführung ab 400 Euro erhältlich, Varianten mit hochwertigeren Materialien kosten etwas mehr. Für den vollen Funktionsumfang ist außerdem ein kostenpflichtiges Abo für 6 Euro pro Monat oder 70 Euro pro Jahr nötig.
Ohne dieses lassen sich zwar grundlegende Messwerte abrufen, die eigentlichen Stärken des Systems – Tagesform, detaillierte Schlaf- und Erholungsanalysen sowie zahlreiche Langzeitauswertungen – bleiben jedoch weitgehend gesperrt.
Die Garmin Enduro 3 kostet 850 Euro. Für ihre Kernfunktionen ist kein Abo erforderlich. Garmin Connect+ ergänzt vor allem KI-Ratschläge, Food-Logging und Komfortfunktionen, auf die die meisten Nutzer problemlos verzichten können. Für den Herbst 2026 wird allgemein mit der Vorstellung einer Enduro 4 gerechnet.
Fazit
Der Oura Ring 5 hat mich deutlich positiver überrascht, als ich erwartet hätte. Das beginnt bei der Hardware: Verarbeitung, Materialqualität und Design wirken hochwertig, der Ring trägt sich angenehm und fällt im Alltag kaum auf.
Dazu kommen eine Akkulaufzeit von rund neun Tagen und Sensoren, die im Test überwiegend plausible und zuverlässige Werte lieferten. Wer einen möglichst unauffälligen Begleiter für Gesundheit und Fitness sucht, bekommt ein überzeugendes Gesamtpaket.
Noch spannender ist allerdings, wie viel der kleine Ring gemeinsam mit einem Smartphone leisten kann. Für Spaziergänge, Wanderungen, lockere Läufe oder Radtouren reicht das Gespann erstaunlich oft aus. GPS-Aufzeichnung und die automatische Aktivitätserkennung führen dazu, dass man die Enduro 3 deutlich häufiger zu Hause lassen kann – vor allem, wenn das Handy ohnehin mitkommt.
Für ambitionierten Sport ersetzt der Ring eine ausgewachsene Sportuhr trotzdem nicht. Ohne Display fehlen Trainingsdaten in Echtzeit, Intervallvorgaben und Navigation – Funktionen, auf die ernsthafte Läufer, Radfahrer oder Outdoorsportler kaum verzichten möchten.
Auch die Oura-App gehört zu den Stärken des Systems. Sie bereitet die Daten übersichtlich auf und erklärt Zusammenhänge oft besser als Garmin, das zwar deutlich mehr Messwerte liefert, deren Bedeutung aber nicht immer so verständlich vermittelt.
Das Abomodell von Oura gefällt mir zwar nicht, auch wenn Oura günstiger ist als Whoop. Unter dem Strich überzeugt der Oura Ring 5 dennoch mit einem durchdachten Gesamtpaket. Er zeigt eindrucksvoll, wie viel Gesundheits- und Fitness-Tracking heute in einem nur wenige Gramm leichten Ring stecken kann.
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