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Our Next Energy: BMW fährt mit neuartigem Akku fast 1.000 Kilometer

Ein Akku mit Dual Chemistry soll die Reichweitenangst besiegen.
/ Werner Pluta
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BMW iX mit Gemini-Akku: ein Akku zum Fahren, einer als Range Extender (Bild: Our Next Energy)
BMW iX mit Gemini-Akku: ein Akku zum Fahren, einer als Range Extender Bild: Our Next Energy

Fast geschafft: BMW und Our Next Energy haben einen BMW iX mit einem neuartigen Akku ausgestattet, der eine Reichweite von 1.000 Kilometern ermöglichen soll. In einer Testfahrt haben die beiden Unternehmen das überprüft.

Das Ziel, 1.000 Kilometer mit einer Akkuladung zu fahren, verfehlte das Testfahrzeug nur knapp. Es schaffte laut Our Next Energy(öffnet im neuen Fenster) 608,1 Meilen, umgerechnet 978,6 Kilometer.

"Elektroautos werden sich durchsetzen, wenn die Reichweite groß genug ist, dass die Menschen mit einem Elektroauto als einzigem Fahrzeug gut zurecht kommen", sagte Mujeeb Ijaz, Gründer und Chef von Our Next Energy. "Der Gemini-Akku hat gezeigt, dass er die Reichweite von Elektrofahrzeugen verdoppeln und das größte Hindernis für die Elektrifizierung überwinden kann."

Der Akku hat zwei Zelltypen

Gemini ist ein hybrider Akku mit zwei verschiedenen Zelltypen, die sich in der Zusammensetzung unterscheiden: Ein Teil besteht aus Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen (LFP), die den Motor mit Strom versorgen. Sie ermöglichen eine Reichweite von 240 Kilometern und sollen die Anforderungen von 99 Prozent der täglichen Fahrten erfüllen.

Demo BMW iX mit Gemini-Akku – Our Next Energy
Demo BMW iX mit Gemini-Akku – Our Next Energy (02:57)

Hinzu kommt ein zweiter Akku mit anodenfreien Zellen, die über eine hohe Energiedichte verfügen. Sie dienen als eine Art Range Extender, die auf längeren Fahrten die LFP-Zellen laden sollen. Dadurch soll sich die Reichweite des Fahrzeugs um gut 724 Kilometer verlängern. Dabei soll der Gemini-Akku in den 300 bis 400 Liter großen Raum passen, der typischerweise für einen Akku in einem Elektroauto zur Verfügung steht.

Neben der größeren Reichweite nennt Our Next Energy einen geringeren Bedarf an Rohstoffen als Vorteil des Gemini-Akkus. Dieser komme mit 20 Prozent weniger Lithium sowie 60 Prozent weniger Graphit aus, der Einsatz von Nickel und Kobalt werde minimiert. Das reduziere die Kosten für den Akku und verringere die Auswirkungen auf die Umwelt.

Our Next Energy und BMW vereinbarten das Projekt im Juni vergangenen Jahres. Zuvor stattete das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Michigan ein Tesla Model S mit einem Gemini-Akku aus und fuhr damit 1.200 Kilometer weit.

Nach der erfolgreichen Demonstration des Akkus will Our Next Energy den Akku weiter verbessern und anschließend die Markteinführung vorbereiten. Das Unternehmen entließ allerdings kürzlich laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) kürzlich 128 Beschäftigte, was etwa einem Viertel der Belegschaft entspricht. Grund soll die unsichere wirtschaftliche Lage sein.


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