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Aktive Exoskelette

Auch solche Systeme sind auf dem Markt - wenn auch nicht unbedingt in dem Format: Das schwedische Unternehmen Bioservo etwa baut die Ironhand, einen Greifassistenten, der einem Menschen einen festeren Griff verleiht.

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Entwickelt wurde die eiserne Hand von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und General Motors. Sie war ein Seitenprodukt des humanoiden Roboters Robonaut 2, den die Nasa für einige Jahre auf der Internationalen Raumstation eingesetzt hat. Wie das Paexo ist auch die Ironhand in erster Linie dazu gedacht, Arbeiter vor Erkrankungen des Bewegungsapparats zu bewahren.

Exoskelette für schwere Lasten, die dauerhaft getragen werden, sind anders aufgebaut: Hohe Gewichte müssten in den Boden abgeleitet werden, sagt Rössing. Aber auch ein solches System muss nicht aktiv sein, wie das Ekso Works Industrial Exoskeleton des US-Unternehmens Ekso Bionics zeigt: Es besteht aus einer Struktur mit Beinschienen mit Füßen und einer Stütze für den Oberkörper. Es leitet das Gewicht eines Werkzeugs, das am Exoskelett befestigt werden kann, über Sprungfedern und die Schienen in den Boden.

Aktive Exoskelette werden beispielsweise für therapeutische Zwecke eingesetzt, wie etwa das EksoGT des US-Unternehmens Ekso Bionics oder der ReWalker des israelischen Unternehmens ReWalk Robotics. Diese Systeme sind dazu gedacht, Gelähmte wieder gehen zu lassen.

In Berlin gibt es eine medizinische Einrichtung, das Walk Again Center, wo Patienten mit motorischen Einschränkungen, etwa durch eine Verletzung der Wirbelsäule infolge eines Schlaganfalls oder Schädel-Hirn-Traumas, unter anderem mit Hilfe von Exoskeletten wieder laufen lernen. Die Mediziner um Alexey Grinchenko setzen dafür unter anderem das System Hybrid Assistive Limb (HAL), das von dem japanischen Unternehmen Cyberdyne entwickelt wurde.

Aktive Exoskelette sind noch unhandlich und schwer

HAL kann in der Medizin eingesetzt werden. Die Japaner denken aber auch an einen Einsatz in der Industrie. Vor einigen Jahren etwa haben sie eine Version für den Einsatz im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima gebaut. Aber an diesem System zeigt sich auch der Nachteil solcher Systeme: Sie sind unhandlich, die Motoren und Akkus schwer.

  • Paexo ist ein Exoskelett von Ottobock. Das Unternehmen baut auch bionische Orthesen und Prothesen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Handlich: Sönke Rössing von Ottobock mit dem Paexo (Bild: Petra Vogt)
  • Das Exoskelett wird ähnlich getragen wie ein Rucksack. (Bild: Petra Vogt)
  • Es hat Schultergurte und einen Bauchgurt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es nimmt das Gewicht der Arme auf ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de )
  • .. und leitet es über Expander und eine Mechanik in die Hüfte. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kraft ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und die Größe sind variabel. (Bild: Petra Vogt)
  • Sitz-Exoskelett: Der Chairless Chair des Schweizer Unternehmens Nonnee (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Handlich: Sönke Rössing von Ottobock mit dem Paexo (Bild: Petra Vogt)

Die Systeme, die Ottobock in absehbarer Zeit auf den Markt bringen wird, seien noch alle passiv. Doch entwickle das Unternehmen bereits aktive und semiaktive Systeme. Letztere lassen sich über Apps fernsteuern: Gewicht und Größe, Tätigkeit und Gewicht des Werkzeuges werden vorgegeben, und das Paexo stellt sich auf Mensch und Arbeitssituation ein.

Der Fortschritt in den Bereichen Aktorik und Akkus sei rasant, sagt Rössing. "Wir sind noch nicht zufrieden mit dem, was wir sehen, für ein fertiges Produkt. Aber die Zukunft wird das bringen, sowohl semiaktive Systeme als auch aktive Systeme." Mal sehen, ob die Herkules-Kräfte verleihen.

 Viele Einsatzmöglichkeiten
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Lebenszeitverme... 07. Feb 2019

Was bei dem Film negativ beeindruckt ist, wie unergonomisch der Mitarbeiter das schwere...

Der mit dem Blubb 04. Feb 2019

Laut Google ca. 5000 ¤. Werden im Moment aber sicher noch keine großartigen Stückzahlen...

hans-peterr 04. Feb 2019

Mir tut vom vielen denken manchmal der Kopf weh. So ein Exo Gehirn, an das man einen Teil...

zwangsregistrie... 04. Feb 2019

nix

Cavaron 01. Feb 2019

Immer weniger zu arbeiten ist für dich ein historischer Trendbruch?https://de.wikipedia...


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