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Viele Einsatzmöglichkeiten

Ottobock habe seit 100 Jahren Erfahrung in Biomechanik und Orthopädietechnik und sei dafür bekannt. Zudem seien beide Unternehmen praktisch Nachbarn - so sei VW 2012 an Ottobock herangetreten, um gemeinsam eine Lösung zu entwickeln und die Arbeiter zu entlasten. Nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit ist das Paexo herausgekommen.

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Das Paexo passt nur auf den ersten Blick nicht in das Produktportfolio des Unternehmens, das unter anderem bekannt für High-Tech-Prothesen ist, mit denen Athleten bei den Paralympics um Medaillen kämpfen. "Wir kommen aus der Orthopädie-Technik - das ist Prothetik und Orthetik", erklärt Rössing. "Orthesen sind Exoskelette für Menschen mit Bewegungseinschränkungen, nach einem Schlaganfall zum Beispiel. Wir haben dieses Wissen genutzt und angewendet auf Menschen in Arbeit, um diese gesund zu erhalten."

Eigentlich für die VW-Arbeiter entwickelt, habe sich gezeigt, dass es für das Paexo eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten gebe: In Textilfabriken etwa nutzten es Arbeiter, um Spindeln einzuhängen, in einer Schokoladenfabrik, um die Verpackungsmaschinen mit Folienrollen zu bestücken. "In der Luftfahrtindustrie passiert fast alles unten: unter der Tragfläche, unter dem Rumpf, in der Kabine", zählt Rössing auf. Als neuen Markt hat Ottobock das Baugewerbe entdeckt, wo viel unter der Decke gearbeitet wird. Selbst die Medien finden Gefallen am Exoskelett: Ein Fernsehsender erleichtert den Tonleuten damit das Halten der schweren Mikrofonangel.

Auch im medizinischen Bereich kann es eingesetzt werden: So soll es in Zukunft Schlaganfallpatienten helfen, ihre Bewegungsfreiheit zurückzuerlangen. Das Paexo kann sie bei der Armbewegung unterstützen. Indem sie Arme bewegen, wird das Gehirn stimuliert, Nervenbahnen zu rekonstruieren. Eine andere Möglichkeit ist, Patienten nach einem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule wieder zurück an ihren Arbeitsplatz zu bringen.

Bei VW ist das Paexo in der slowakischen Hauptstadt Bratislava seit 2017 im Einsatz. Doch Ottobock ist nicht das einzige Unternehmen, das an solchen Systemen arbeitet. Das Schweizer Unternehmen Noonee hat ebenfalls zur Unterstützung vom Industriearbeitern ein passives Exoskelett entwickelt: Der Chairless Chair, den wir 2017 auf der Hannover Messe ausprobiert haben, besteht aus Schienen, die an Beine geschnallt werden und zwei Schultergurten, und er ermöglicht, sich - wie der Name schon sagt - ohne einen Stuhl hinzusetzen.

  • Paexo ist ein Exoskelett von Ottobock. Das Unternehmen baut auch bionische Orthesen und Prothesen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Handlich: Sönke Rössing von Ottobock mit dem Paexo (Bild: Petra Vogt)
  • Das Exoskelett wird ähnlich getragen wie ein Rucksack. (Bild: Petra Vogt)
  • Es hat Schultergurte und einen Bauchgurt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es nimmt das Gewicht der Arme auf ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de )
  • .. und leitet es über Expander und eine Mechanik in die Hüfte. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Kraft ... (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und die Größe sind variabel. (Bild: Petra Vogt)
  • Sitz-Exoskelett: Der Chairless Chair des Schweizer Unternehmens Nonnee (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Sitz-Exoskelett: Der Chairless Chair des Schweizer Unternehmens Nonnee (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Aber auch der Chairless Chair ist ein passives System, das lediglich den Träger unterstützt, indem es ihm sein eigenes Gewicht abnimmt. Von Superkräften auch hier keine Spur. Wie aber sieht es mit Roboteranzug aus, der jeden Leptosomem zum Schwerathleten macht?

 Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtertAktive Exoskelette 
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Lebenszeitverme... 07. Feb 2019

Was bei dem Film negativ beeindruckt ist, wie unergonomisch der Mitarbeiter das schwere...

Der mit dem Blubb 04. Feb 2019

Laut Google ca. 5000 ¤. Werden im Moment aber sicher noch keine großartigen Stückzahlen...

hans-peterr 04. Feb 2019

Mir tut vom vielen denken manchmal der Kopf weh. So ein Exo Gehirn, an das man einen Teil...

zwangsregistrie... 04. Feb 2019

nix

Cavaron 01. Feb 2019

Immer weniger zu arbeiten ist für dich ein historischer Trendbruch?https://de.wikipedia...


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