Otto Ready und Home Connect: Otto-App zählt Spülmitteltabs des Geschirrspülers

Der Versandhändler Otto Versand hat den Dienst Otto Ready gestartet(öffnet im neuen Fenster) . Damit werden Verbrauchsmittel beispielsweise von Geschirrspülern gezählt. Bei Bedarf warnt eine App bei niedrigem Spülmittelstand und schlägt eine Bestellung vor. Otto Ready hat Otto nicht selbst entwickelt. Grundlage ist ein Konzept des Startups Order This, das 2018 von Otto übernommen wurde.
Otto Ready braucht allerdings bestimmte, zählbare Verbrauchsmittel. Otto nennt deswegen auch nur die Nachbestellung sogenannter Tabs für Geschirrspüler. In der Praxis zählt das System nur den durch eine Bestellung vordefinierten Vorrat herunter. Dabei meldet das vernetzte Haushaltsgerät Otto Ready letztendlich nur einen Waschvorgang. Eine echte Messung in einem Vorratsbehälter findet nicht statt. Praktisch dürfte das Ganze trotzdem sein, vor allem für stressgeplagte größere Haushalte.
Besser wäre ein anderer Weg, nämlich die tatsächliche Messung der Verbrauchsmittel. Aber Haushaltsgeräte mit Vorratstanks für Verbrauchsmittel sind im Endkundenbereich noch immer recht ungewöhnlich. So wird der Komfort von Otto Ready indirekt auch teuer. Zwar verspricht Otto einen kostenfreien Versand, doch Tabs sind häufig teurer als Pulver(öffnet im neuen Fenster) . Zudem lassen sich Gele und Pulver besser dosieren im Vergleich zu Tabs.

In der ersten Phase wird Otto mit den Haushaltsgeräteherstellern Bosch, Siemens und Neff zusammenarbeiten. Das klingt nach vielen Herstellern. Bei genauer Betrachtung sind es aber nur Homeconnect-Geräte der BSH Hausgeräte GmbH, die wiederum ein Teil der Bosch-Unternehmensgruppe ist.
Zudem beschränkt sich der Service zunächst nur auf Geschirrspüler. Otto stellt aber weitere Partner und Geräte in Aussicht. Später sollen Kunden etwa auch Kaffeebohnen für Kaffeemaschinen oder Spülmittel für Waschmaschinen kaufen können(öffnet im neuen Fenster) .



