Otherside Entertainment: Entwicklung von System Shock 3 offenbar eingestellt

Die in den 90er Jahren veröffentlichten System Shock gelten als Spielklassiker, nun steht System Shock 3 offenbar vor dem "Game Over". Bereits bei den letzten Projekten der Entwickler ist vieles schiefgelaufen.

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Artwork von System Shock 3
Artwork von System Shock 3 (Bild: Otherside Entertainment)

Die Produktion des Rollenspiels System Shock 3 ist laut einer Reihe von US-Medienberichten eingestellt worden. Den Meldungen zufolge schreiben frühere Mitarbeiter des Entwicklerstudios Otherside Entertainment etwa in Foren, dass das Team nicht mehr existiere oder sich zumindest nicht mehr mit dem Projekt beschäftige.

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Das Magazin DSO Gaming zitiert einen der Entwickler, der sagt, dass schlicht das Geld fehle. Als kleines Team habe man versucht, den absehbaren Mangel an Inhalten durch innovatives Gameplay zu kompensieren - das habe aber zu viel Geld gekostet. Otherside Entertainment hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Thema geäußert.

Die Sache hat eine längere und komplizierte Vorgeschichte. Eigentlich sollte die Entwicklung von System Shock 3 zumindest zum Teil über den Publisher Starbreeze finanziert werden. Der hat aber selbst wirtschaftliche Probleme, wie Ende 2019 bekannt wurde.

Auch davon abgesehen stellt sich die Frage, wie professionell das Projekt überhaupt angegangen wurde. Ein Grund für das Misstrauen: Otherside hat über Kickstarter mehr als 860.000 US-Dollar für Underworld Ascendant gesammelt - also für eine inoffizielle Fortsetzung der beiden Ultima Underworld.

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Das Ende 2018 veröffentlichte Ascendant war aber eine Enttäuschung (Test auf Golem.de). Viele angekündigte Funktionen fehlten; nur ein Teil wurde später per Update nachgereicht.

Es gibt noch ein weiteres Projekt mit System Shock, nämlich eine Neuauflage des ersten Serienteils. Das entsteht bei einem Studio namens Nightdive, mit dem Otherside mehr oder weniger lose verbandelt ist - konkrete Details sind nicht bekannt.

Nightdive hatte Mitte 2016 über Kickstarter rund 1,35 Millionen US-Dollar für die Produktion eines Remakes von System Shock gesammelt. Im Februar 2018 wurde das Vorhaben allerdings pausiert. Kurz darauf hieß es jedoch, dass die Arbeiten wie geplant fortgeführt werden. Die Neuauflage befindet sich immer noch in der Entwicklung.

Die originalen System Shock und Ultima Underworld wurden in den 90er Jahren zumindest zum Teil von den gleichen Entwicklern produziert, die nun hinter den Neuauflagen oder Fortsetzungen stecken. Darunter sind sich bekannte Namen wie Paul Neurath und Warren Spector.

Nachtrag vom 9. Februar 2020, 17:25 Uhr

In einer ersten Version dieser Meldung hatten wir geschrieben, dass die Arbeiten an dem Remake von System Shock eingestellt sind. Das ist falsch - die Entwicklung war tatsächlich nur pausiert. Wir haben die News entsprechend überarbeitet.

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Aki-San 11. Feb 2020

Nope. Ich spiel viele Spiele im Original und diese sind um längen besser als die...

Aki-San 11. Feb 2020

What? Man kann sich sehr gut die Augen zuhalten.... Besser ständiger Geiz der wenigstens...

Umdenker 10. Feb 2020

Korrekt. Ich habe auch nichts dagegen, wenn sie eine Marke nehmen und "modernisieren...

Tantalus 10. Feb 2020

Sowas nennt man Leseverständnis. Das Remake (von System Shock 1) ist etwas anderes als...



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