Ostern: Streik in sechs Verteilzentren Amazons

Am Sonntag hat ein viertägiger Streik bei Amazon begonnen. Man sei "zu einer Projektionsfläche für Gruppen geworden, die Aufmerksamkeit für ihre Themen suchen", sagt ein Konzernsprecher.

Artikel veröffentlicht am ,
Streik mit vielen Aktiven bei Amazon
Streik mit vielen Aktiven bei Amazon (Bild: Verdi)

Mit Beginn der Nachtschicht am Sonntag hat Verdi die Beschäftigten in sechs Verteilzentren des Onlinehändlers Amazon zu einem viertägigen Streik aufgerufen. Das gab die Dienstleistungsgewerkschaft am 28. März 2021 bekannt. Durch die Arbeitsniederlegungen im Ostergeschäft wollen die Beschäftigten in Rheinberg, Werne, Koblenz, Bad Hersfeld (zwei Standorte) und Leipzig die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags durchsetzen.

Stellenmarkt
  1. Software Developer (m/w/d)*
    Alte Leipziger Lebensversicherung a. G., Oberursel
  2. DevOps Engineer (m/w/d)
    Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
Detailsuche

Amazons Geschäftsleitung wusste von den Plänen. Konzernsprecher Stephan Eichenseher sagte Golem.de: "Auswirkungen auf Kundenlieferungen haben die Aktionen nicht, bei vergangenen Streikaufrufen haben über 90 Prozent der Mitarbeiter in den Logistikzentren ganz normal gearbeitet."

Amazon-Beschäftigte in der Logistik erhalten ihm zufolge nach 24 Monaten durchschnittlich rund 2.600 Euro brutto pro Monat. Enthalten seien auch Mitarbeiteraktien und weitere Extras. Das sei auch der Gewerkschaft bekannt. "Wir sind zu einer Projektionsfläche für Gruppen geworden, die Aufmerksamkeit für ihre Themen suchen", sagte Eichenseher.

Verdi sieht Spielraum für Lohnerhöhung durch Extraprofite

Angesichts des erneuten Lockdowns sei in der Woche vor Ostern bei Amazon ein starkes Bestellvolumen zu erwarten, teilte Verdi Nordrhein-Westfalen mit. "Die Bearbeitungszeiten für die Bestellungen werden immer enger getaktet. Coronagerechtes Arbeiten unter Einhaltung von Abstandsregelungen und Hygienevorschriften fällt dabei hinten runter", betonte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. "Nötig wären auch Pausen zum Verschnaufen, denn das dauerhafte Arbeiten mit Mund-Nase-Schutz ist sehr anstrengend." Die Coronapandemie habe Amazon hohe Extraprofite gebracht. Die Arbeiter hätten eine Bezahlung nach Tarifvertrag mehr als verdient.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Verdi fordert in der Tarifrunde des Einzel- und Versandhandels Hessen zudem eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


demon driver 30. Mär 2021

*gähn* Ja, ist das so schlecht zu verstehen? Bitte was? Selbst wenn: Ein Tarifvertrag...

mke2fs 30. Mär 2021

Seltsam. Was ist dann eine Bude wie DB-Schenker und die anderen Konfektionierer? Die...

mke2fs 30. Mär 2021

Tun sie das? Welche wären das denn? DB-Schenker oder einer der anderen Waren...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloud-Ausfall
Eine AWS-Region als Single Point of Failure

Ein stundenlanger Ausfall der AWS-Cloud legte zentrale Dienste und sogar Amazon selbst teilweise lahm. Das zeigt die Grenzen der Cloud-Versprechen.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

Cloud-Ausfall: Eine AWS-Region als Single Point of Failure
Artikel
  1. Bundesnetzagentur: 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen
    Bundesnetzagentur
    30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen

    Die Bundesnetzagentur hat festgelegt, wann der Netzbetreiber/Provider den Vertrag nicht erfüllt. Es muss viel gemessen werden.

  2. Vodafone und Telekom: 100 Prozent Versorgung wirtschaftlich nicht machbar
    Vodafone und Telekom
    100 Prozent Versorgung "wirtschaftlich nicht machbar"

    Golem.de wollte von den Mobilfunkbetreibern Telekom und Vodafone wissen, was sie von einer Vollversorgung abhält.

  3. Euro NCAP: Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis
    Euro NCAP
    Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis

    Mit dem Renault Zoe sollte man keinen Unfall bauen. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Elektroauto null Sterne.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /