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Ossic: Crowdfunding-Pleite bei Kopfhörerhersteller

Crowdfunding birgt Risiken - wie Unterstützer des Kopfhörers Ossic der gleichnamigen Firma nun erfahren haben. Trotz sechs Millionen US-Dollar in der Kasse ist dem Unternehmen das Geld ausgegangen. Die Unterstützer werden ihre Kopfhörer nicht erhalten.
/ Andreas Donath
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Ossic-Kopfhörer (Bild: Ossic)
Ossic-Kopfhörer Bild: Ossic

Wieder einmal ist ein Crowdfunding-Projekt gescheitert: Die Firma Ossic kann den gleichnamigen Kopfhörer nicht ausliefern, der mit sechs Millionen US-Dollar von mehreren tausend Unterstützern gebaut werden sollte. Offenbar verkalkulierte sich das Unternehmen bei den Kosten für die Entwicklung der Hard- und Software, so dass das über Crowdfunding eingesammelte Geld letztlich nicht reichte. Weitere Investoren wurden offenbar nicht gewonnen, weshalb die Serienproduktion nicht anlaufen konnte.

Das US-Unternehmen hatte mit Ossic einen Kopfhörer mit 3D-Sound geplant und auf Indiegogo und Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) Geld eingesammelt. Die Unterstützer werden weder den Kopfhörer erhalten noch ihr Geld zurückbekommen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte(öffnet im neuen Fenster) . 250 Stück seien jedoch ausgeliefert worden.

Ossic X (Herstellervideo)
Ossic X (Herstellervideo) (01:02)

Die Kopfhörer kosteten in der teuersten Version, die zuerst ausgeliefert werden sollte, bis zu 999 US-Dollar. In den Kopfhörern sind sechs Wandler sowie gleich viele Mikrofone und diverse Sensoren für die Positionsbestimmung verbaut. Apps und Treiber für Windows, MacOS, Android und iOS wurden ebenfalls entwickelt. Der Einstiegspreis lag bei 199 US-Dollar. Die wütenden Investoren organisieren sich nun über eine Facebook-Seite(öffnet im neuen Fenster) und wollen eine Sammelklage einreichen.


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