• IT-Karriere:
  • Services:

Osiris Rex: Asteroid Bennu wirft Material ab

Asteroid bewirft Sonde: Die Nasa-Sonde Osiris Rex hat festgestellt, dass der Asteroid Bennu größere und kleinere Partikel ausstößt. Die Forscher sind überrascht und zugleich ratlos.

Artikel veröffentlicht am ,
Sonde Osiris Rex vor dem Asteroiden Bennu (Montage): viel mehr große Brocken als erwartet
Sonde Osiris Rex vor dem Asteroiden Bennu (Montage): viel mehr große Brocken als erwartet (Bild: Nasa/Goddard/University of Arizona)

Vorsicht vor fliegendem Asteroidenmaterial! Der Asteroid (101955) Bennu, den die US-Sonde Osiris Rex seit Dezember vergangenen Jahres umkreist, emittiert Material. Damit gehört der Asteroid zu einer sehr seltenen und bisher weitgehend unerforschten Klasse von Himmelskörpern. Sorgen hingegen bereitet den Forschern seine Oberfläche.

Stellenmarkt
  1. DÖRKENGroup, Herdecke
  2. über duerenhoff GmbH, Berlin

Zum ersten Mal hatte Osiris Rex Anfang Januar eine Partikelwolke erfasst, die sich von dem Asteroiden wegbewegte. Daraufhin ließen die Wissenschaftler auf der Erde die Sonde darauf achten und erfassten bis Ende Februar zehn weitere dieser Ereignisse.

Diese seien unterschiedlich stark, beschreiben die Forscher: Bei einigen werde das Material nur hochgeschleudert und falle dann auf die Asteroidenoberfläche zurück. Andere Partikel verblieben in einer Umlaufbahn um den Himmelskörper und wieder andere schließlich verschwänden in den Weltraum.

Die Partikel können so groß sein wie ein kleiner Kiesel, aber auch so groß wie ein Laptop, sagte Dante Lauretta, wissenschaftlicher Leiter der Mission. Für die Sonde sollen sie aber keine Gefahr darstellen.

Eine Erklärung für das Phänomen haben die Forscher bisher nicht. Lauretta sagte, die Partikelausstöße seien eine der größten Überraschungen, die er in seiner wissenschaftlichen Laufbahn erlebt habe. Sie machten Bennu zu einem aktiven Asteroiden, einer sehr seltenen Klasse von Himmelskörpern, die bislang noch kaum erforscht ist.

Osiris Rex - eine Abkürzung für Origins-Spectral Interpretation-Resource Identification-Security-Regolith Explorer - war im September 2016 gestartet und erreichte nach etwa zwei Jahren Flugzeit den Asteroiden (101955) Bennu. Die Sonde soll den Asteroiden erforschen.

Ein Ziel der Mission ist es, Erkenntnisse über das frühe Sonnensystem zu gewinnen. Außerdem geht es um die Frage, ob möglicherweise Asteroiden Wasser und die Bausteine, aus denen sich Leben entwickelt hat, auf die Erde gebracht haben. Im Dezember hatte Osiris Rex bereits Hinweise auf Wasser entdeckt.

Höhepunkt der Mission wird die Entnahme von Bodenproben auf dem Asteroiden. Zwischen 60 Gramm und zwei Kilogramm soll Osiris Rex von dem Asteroiden kratzen und dann zur Erde bringen. Derzeit suchen die Forscher nach einer geeigneten Stelle dafür. Allerdings ist die Oberflächenstruktur anders, als sie zunächst gedacht hatten. Die Bilder, die Osiris Rex aufgenommen hat, zeigen sehr viel mehr größere Felsbrocken als erwartet. Die Sonde könnte von diesen abprallen, größere Steine könnten den Probenehmer verstopfen.

Die Probenentnahme ist für Juli kommenden Jahres geplant. Im darauffolgenden Frühjahr soll die Sonde den Rückweg zur Erde antreten und dort Anfang September 2023 eintreffen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Borderlands: The Handsome Collection für 13,99€, Sid Meier's Civilization VI für 13...
  2. 28,99€
  3. (u. a. Star Wars Episode I Racer für 1,93€, Star Wars: The Force Unleashed - Ultimate Sith...

NilsP 21. Mär 2019

Diese Feinstaub-Belastung! Asteroiden müssen sofort verboten werden! *SCNR*

dEEkAy 21. Mär 2019

+1 YMMD

Kay_Ahnung 20. Mär 2019

Dachte ich mir am Anfang auch aber so wie es im Artikel steht bezweifle ich das, dafür...

spitfire_ch 20. Mär 2019

Das sind Protomoleküle! Lasst die Sonde bloss nicht zur Erde zurückkehren - direkt in die...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
Indiegames-Rundschau
Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
  2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
  3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

Programmiersprache Go: Schlanke Syntax, schneller Compiler
Programmiersprache Go
Schlanke Syntax, schneller Compiler

Die objektorientierte Programmiersprache Go eignet sich vor allem zum Schreiben von Netzwerk- und Cloud-Diensten.
Von Tim Schürmann


    Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
    Golem on Edge
    Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

    Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
    Eine Kolumne von Sebastian Grüner

    1. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft
    2. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
    3. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab

      •  /