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Osiris Rex: Asteroid Bennu, wir kommen!

Woraus genau besteht ein Asteroid? Enthält er organische Verbindungen oder wertvolle Rohstoffe? Die Nasa-Sonde Osiris Rex soll das herausfinden. Sie fliegt zu einem erdnahen Asteroiden, um darauf Proben zu sammeln und diese zur Erde zu bringen.

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Asteroiden-Sonde Osiris Rex: größte Menge außerirdischen Materials seit dem Apollo-Programm
Asteroiden-Sonde Osiris Rex: größte Menge außerirdischen Materials seit dem Apollo-Programm (Bild: Nasa)

Gefahr, Fundort für Bodenschätze oder Bote aus der Vergangenheit des Sonnensystems: Asteroiden sind interessante Studienobjekte. Dieser Tage will die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) eine neue Asteroidenmission starten.

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Origins-Spectral Interpretation-Resource Identification-Security-Regolith Explorer (Osiris Rex) heißt das unbemannte Raumfahrzeug. Am 8. September um 19:05 Uhr Ortszeit (9. September, 1:05 Uhr unserer Zeit) hob eine Atlas-Trägerrakete mit der Sonde von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ab. Ziel von Osiris Rex ist der Asteroid (101955) Bennu.

Bennu kommt der Erde nahe

Bennu ist ein erdnahes Objekt (Near-Earth Object, Neo) mit einem Durchmesser von etwa 500 Metern, das sich alle sechs Jahre der Erde nähert - 2135 bis auf etwa 300.000 Kilometer, weniger als die Entfernung der Erde zum Mond. Der Asteroid gehört zu den Apollo-Asteroiden - wie der 2013 bei Tscheljabinsk heruntergegangene Meteorit und der Doppelasteroid Didymos, das Ziel der Aida-Mission von Esa und Nasa.

Osiris Rex hat insgesamt sechs Instrumente an Bord. Fünf davon, die Osiris Rex Camera Suite (Ocams), die Spektrometer Osiris Rex Visible and IR Spectrometer (Ovirs), Regolith X-ray Imaging Spectrometer (Rexis) und Osiris Rex Thermal Emission Spectrometer (Otes) sowie der Osiris Rex Laser Altimeter (Ola) dienen dazu, den Asteroiden aus dem Orbit zu untersuchen und zu kartieren. Das soll zwei Jahre dauern. Dann erst kommt Instrument Nummer sechs zum Einsatz: der Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism (Tagsam).

Tagsam sammelt Proben auf Bennu

Als Höhepunkt der Mission wird Osiris Rex Bodenproben auf dem Asteroiden nehmen. Dazu wird sich die Sonde dem Asteroiden bis auf wenige Meter nähern. Dann wird sie ihren etwa drei Meter langen Roboterarm mit dem Tagsam ausfahren. Das System wird Stickstoffgas mit Hochdruck ausstoßen, um Staub von dem Asteroiden aufzuwirbeln. Den fängt es dann ein und verstaut die Probe in einer speziellen Kapsel, in der die Proben dann zur Erde kommen.

In zwei Jahren, im August 2018, soll Osiris Rex bei Bennu ankommen. Zwei Jahre lang wird die Sonde dann den Asteroiden umkreisen und genau vermessen. Im Juli 2020 wird sie die Proben nehmen und voraussichtlich im März 2021 die Heimreise antreten. Anfang September 2023 soll Osiris Rex wieder auf der Erde eintreffen und die Probenkapsel absetzen.

Japan sammelt ebenfalls Asteroiden-Proben

Geplant ist, dass Osiris Rex 60 Gramm Proben nimmt. Das ist deutlich mehr als bei der japanischen Hayabusa-Mission: Die Sonde war 2003 zum Asteroiden (25143) Itokawa geflogen und brachte 2010 einige Staubkörner mit. Seit Dezember 2014 ist Hayabusa-2 auf dem Weg zum Asteroiden (162173) 1999 JU3 und soll dort einige Gramm Staub sammeln und zur Erde transportieren.

In den Trümmern von Asteroiden, die auf die Erde gestürzt sind, wurden bereits Aminosäuren und Komponenten für Desoxyribonukleinsäure (DNA) gefunden. Es könnte also sein, dass Asteroiden die Bausteine auf die Erde gebracht haben, aus denen sich Leben entwickelt hat. Das herauszufinden, ist ein Ziel der Osiris-Rex-Mission.

Lohnt sich der Abbau von Rohstoffen?

Andere Fragen, die geklärt werden sollen, sind etwa, wie die Struktur des Asteroiden aussieht oder wie sich die Sonnenstrahlung auf dessen schwarzen Oberfläche auswirkt. Unternehmen wie Planetary Resources und Deep Space Industries (DSI) schließlich interessieren sich dafür, ob sich der Weltraumbergbau tatsächlich lohnt.

Wenn die Osiris-Rex-Mission erfolgreich ist, wird es die größte Menge Material von einem außerirdischen Himmelskörper sein, das nach dem Ende des Apollo-Programms zur Erde gebracht wird. Abgesehen natürlich von den Meteoriten, die von sich aus auf die Erde gefallen sind. Diese Gefahr droht übrigens auch von Bennu. Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision ist aber nicht sehr hoch - und wenn, dann auch erst im 22. Jahrhundert.

Nachtrag vom 9. September 2016, 8:48 Uhr:

Die Sonde ist in der Nacht zum Freitag gestartet. Wir haben den Text entsprechend angepasst.



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Arystus 09. Sep 2016

Oh das ist ganz einfach, heute 8 Mrd. Menschen und in viel vielen Jahren sind es 10...


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