Abo
  • IT-Karriere:

Ortung: WLAN-Router verraten Menschen in einem Raum

Durch die Wände sehen: Britische Forscher haben ein System entwickelt, um Menschen durch die Mauer zu orten. Der WLAN-Router, das Mobiltelefon oder das Radio verraten sie.

Artikel veröffentlicht am ,
Ortung durch die Wand: Referenz- und Überwachungskanal
Ortung durch die Wand: Referenz- und Überwachungskanal (Bild: UCL)

Verräterische Wellen: Britische Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um Menschen durch die Mauer in einem Raum zu orten. Elektromagnetische Wellen verraten die Position der Personen.

Stellenmarkt
  1. thyssenkrupp AG, Essen
  2. BWI GmbH, München

Als passives Radar bezeichnen die Forscher des University College London (UCL) ihr System. Es nutzt den Doppler-Effekt. Das System arbeitet mit zwei Empfängern: Einer dient als Referenzkanal, der das normale Signal etwa von einem WLAN-Router aufnimmt. Der zweite Empfänger ist der Überwachungskanal. Er erfasst die Signale, die von einem Menschen zurückgeworfen werden.

WLAN-Router, Mobiltelefone und Radios verraten die Position

Durch dessen Bewegung verändert sich die Frequenz des Signals. Aus dem Vergleich der beiden Signale lassen sich die Position und die Bewegungsrichtung einer Person bestimmen. Als Quelle für die Wellen dienen in erster Linie WLAN-Router. Es gehen aber auch andere Geräte: das Mobiltelefon etwa, das Radio oder der Fernseher. Die Ortung funktioniert durch Ziegelmauern, die bis zu 25 Zentimeter dick sein können.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben vor einigen Jahren mit Witrack ein ähnliches System vorgestellt. Allerdings ist Witrack aktiv, es sendet also selbst Signale aus.

Passives System wird nicht entdeckt

Vorteil eines passiven System sei, dass es nicht entdeckt werden könne, sagen die UCL-Forscher. Dadurch sei ein passives System besser geeignet für Anwendungen im Sicherheitsbereich, etwa wenn die Polizei eine Geiselnahme beenden will.

Die Londoner arbeiten schon seit mehreren Jahren an diesem Ortungssystem. Unter anderem haben sie es dieses Jahr auf der IEEE International Conference on Acoustics, Speech and Signal Processing (ICASSP) präsentiert. In der vergangenen Woche wurde das System auf der Konferenz NI Week mit dem Engineering Impact Award ausgezeichnet.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 0,00€
  2. (-81%) 0,75€
  3. 2,49€
  4. 2,40€

Jetset 13. Aug 2015

Noch völlig überflüssig. Es MUSS sich erstmal irgendwer bewegen und dann weis man nicht...

Dikus 13. Aug 2015

Versteh ich jetzt nicht "WO" der Vorteil gegenüber Wärmebildkameras sein soll? Ich kann...

ThadMiller 13. Aug 2015

Wenn die "Staatsgewalt" zu solchen Mittel greift, dürfte es für Gegenwehr zu spät sein...

plutoniumsulfat 13. Aug 2015

Es kommt ja nicht auf die Wärme an.

das_mav 12. Aug 2015

Das geht auch heute schon....


Folgen Sie uns
       


Kompaktanlage mit Raspi vernetzt

Wie kann eine uralte Kompaktanlage aus den 90er Jahren noch sinnvoll mit modernen Musik- und Videoquellen vernetzt werden?

Kompaktanlage mit Raspi vernetzt Video aufrufen
Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
    Sicherheitslücken
    Zombieload in Intel-Prozessoren

    Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
    Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
    2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
    3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
    Oneplus 7 Pro im Hands on
    Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

    Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
    Ein Hands on von Ingo Pakalski

    1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
    2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
    3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

      •  /