Foursquare-Konkurrenz am Desktop entstanden

Es gibt bereits einige Internetdienste, die Nutzern Empfehlungen über Restaurants und Sehenswürdigkeiten in der Nähe geben. Tripadvisor etwa soll Touristen helfen. Das deutsche Qype war ebenfalls eine Empfehlungsplattform, auf der Nutzer sich Frisöre, Ärzte und Cafes empfehlen oder vor ihnen warnen konnten. Der größte Anbieter dieser Art ist das an der Börse notierte Yelp, das vor geraumer Zeit Qype übernommen hat.

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Alle diese Dienste haben gemeinsam, dass sie in der Zeit des Desktop-Webs entstanden sind und für dieses konzipiert wurden. Alle haben zwar längst eigene Apps, weil eine Umgebungsempfehlung natürlich auf dem Smartphone am besten funktioniert. Aber man merkt ihnen an, dass sie nicht für das Smartphone entwickelt wurden. Wer etwa bei Yelp schnell eine kurze Einschätzung über ein Restaurant am Smartphone tippen möchte, stößt auf eine Zeichenuntergrenze - ein, zwei Sätze reichen in der Regel nicht aus, um eine Yelp-Rezension veröffentlichen zu können. So etwas hatte vielleicht Sinn, als alle Rezensionen auf Laptops geschrieben wurden, am mobilen Markt aber gewinnt die Kleinteiligkeit: hier kurz tippen, dass der Kuchen lecker und dort schnell den Hinweis geben, dass das Bier günstig ist.

Checkin bringt Foursquare viele Daten

Foursquare war schon immer anders, weil es ein Unternehmen der Smartphone-Ära ist und mit der App anfing. Es entwickelte später eine Website, die aber nur Beiwerk war, für die Momente, wenn man Foursquare nicht am Smartphone, sondern am Laptop nutzte. Es gehört also zu einer neuen Gruppe von Unternehmen, die zuerst an Smartphone und App denken, wie auch Instagram, das innerhalb kürzester Zeit zu einem der populärsten Fotodienste wurde und vielleicht der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist. Foursquare hat für sich eine geniale neue Datenart erfunden: Den Checkin. Mit im Idealfall nur einem Fingertipp kann man sich auf einchecken und so seinen Freunden mitteilen, wo man sich befindet. Checkin erfüllte noch eine zweite wichtige Aufgabe: Foursquare erhält auf diese Weise sehr viele nutzbare Daten. Es erfährt nicht nur, wo sich zum Beispiel ein Restaurant befindet, sondern auch wer wie oft dort hingeht.

Foursquare konnte so nicht nur eine der umfangreichsten weltweiten Ortsdatenbanken aufbauen, sondern auch eine der besten lokalen Empfehlungsmaschinen. Auf dieser Basis kann Foursquare dem Nutzer die Orte empfehlen, die für ihn interessant sind - ganz nach dem Amazon-Prinzip: Leute, die Orte ähnlich oft besucht haben, sind auch dorthin gegangen. Darüber hinaus konnte sich Foursquare dank des zwischenmenschlichen Aspekts der Checkins schneller auch in entlegenere Gegenden verbreiten als etwa Yelp. Wenn Yelp, Tripadvisor und Co. versagen, lohnt sich immer ein Blick in Foursquare, das vielleicht von den Bewohnern der Gegend untereinander genutzt wird, die so als Nebenprodukt Empfehlungen produzieren. Für Touristen besonders interessant: Foursquare kann unterscheiden zwischen Orten, die bei Einheimischen populär sind und solchen, die bei Durchreisenden Anklang finden.

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bjoernt73 13. Aug 2014

aber Tripadvisor und Yelp kann man ohne Registrierung nutzen. Bei FS ist diese zwingend

Superdave 13. Aug 2014

Der Gedanke kam mir auch beim lesen, Kritik kann man jedenfalls mit der Lupe suchen und...

bjoernt73 13. Aug 2014

genau die gleichen die bei Facebook einchecken oder G+ ;)

Lemo 13. Aug 2014

Man hat die Checkin Funktion jetzt ausgelagert und Swarm genannt.... -.-



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