Orsted: Gericht kippt Trumps Windpark-Blockade

Die Aktien des dänischen Energiekonzerns Orsted stiegen am Dienstag um 6 Prozent, nachdem ein US-Bundesgericht die Beschränkungen für das Revolution-Wind-Projekt vor der Küste Neuenglands aufgehoben hatte, wie Maine Public berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Das Gerichtsurteil ermöglicht die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der Offshore-Anlage, die bereits fast fertiggestellt war, als die Arbeiten Ende Dezember 2025 eingestellt wurden, so das Unternehmen in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) .
Die Entscheidung markiert einen möglichen Wendepunkt für Orsted und andere Offshore-Windentwickler, die unter der Trump-Regierung mit regulatorischen Herausforderungen konfrontiert sind. Präsident Donald Trump hatte sich wiederholt kritisch über Windkraftanlagen geäußert und sie als optisch unattraktiv und wirtschaftlich ineffizient bezeichnet.
Das Projekt Revolution Wind verwendet Turbinen von Siemens Gamesa und hat eine geplante Kapazität von 704 Megawatt – genug, um rund 350.000 Haushalte in Rhode Island und Connecticut mit Strom zu versorgen.
Orsted kämpft mit regulatorischen Gegenwind auf US-Markt
Die Aussetzung war Teil einer umfassenderen Maßnahme des Innenministeriums , das am 22. Dezember fünf Offshore-Windpachtgebiete unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gestoppt hatte. Was für Bedenken das sind, erklärte die Regierung nicht. Orsted schloss sich anderen Energieunternehmen und mehreren Bundesstaaten an, um rechtliche Schritte gegen die Beschränkungen einzuleiten.
Das Urteil stellt bereits die zweite Zurückweisung eines Versuchs dar, das Revolution-Wind-Projekt zu stoppen. Ein früherer Aussetzungsversuch im September 2025 war ebenfalls von den Gerichten abgewiesen worden, wobei die Richter die Sicherheitsbegründungen für unzureichend befanden.
Das Sunrise-Wind-Projekt, ein weiterer Orsted-Windpark in US-Gewässern, könnte ebenfalls vom Urteil profitieren.
Der norwegische Energiekonzern Equinor, der mit seinem Empire-Wind-Projekt in der Nähe von New York vor ähnlichen Herausforderungen steht, will die Entwicklungen beobachten und eine eigene Gerichtsentscheidung abwarten. Die Empire-Wind-Anlage war zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt, als die Bauarbeiten gestoppt wurden.



