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Fazit

Noch unterscheidet sich Nextcloud kaum von Owncloud, zumindest was den Funktionsumfang betrifft. Die jüngst angekündigten Erweiterungen gelten zwar noch als experimentell, zeigen aber, dass sich die Nextcloud-Entwickler deutlich von Owncloud abheben und nicht nur die Offenheit des Codes in den Vordergrund rücken wollen, was einer der Hauptgründe für den Fork gewesen sein soll.

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Was wir uns wünschen, ist eine einfachere Integration der von Nextcloud beworbenen Erweiterungen, etwa Collabora Online, dessen Installation und Konfiguration noch tiefgreifende Linux-Kenntnisse voraussetzen. Außerdem ist der aufwendige Aufbau äußerst fehleranfällig, und teils sind die dazugehörigen Hinweise wenig hilfreich oder sogar irreführend und deshalb nur schwer zu debuggen. Zeitweilig hatten wir mehrere Terminalfenster geöffnet, um alle Protokolldateien zu überwachen.

Wir wünschen uns auch für beide Lösungen eine Datendeduplizierung, besonders für den Mülleimer, der sich in unserer Testreihe naturgemäß schnell mit identischen Daten füllte. Ein wenig mehr Geschwindigkeit in der Weboberfläche darf es auch sein.

Nextcloud verspricht Weiterführung der Verträge

Gibt es aber einen Grund für den Wechsel von Owncloud zu Nextcloud? Die Nextcloud-Entwickler versprechen Unternehmenskunden, die bisher mit Owncloud abgeschlossenen Verträge vollständig weiterzuführen. Kunden sollen so weiterhin den eingeplanten Support von Experten bekommen können, den sie brauchen, um ihre Server weiterlaufen zu lassen. Der Wechsel der Kernentwickler in das neue Unternehmen soll sich dank dieses Angebots nicht nachteilig auf die Kunden auswirken.

Ob Owncloud nach der Abwanderung der Nextcloud-Entwickler langfristig wettbewerbsfähig bleiben und seine Kunden bedienen kann, ist fraglich. Zumal bereits der Firmenzweig in den USA geschlossen werden musste. Als negativer aber durchaus berechtigter Vergleich darf hier der jeweilige Lebenslauf der Büroanwendungen Openoffice.org und Libreoffice dienen. Während der Fork Libreoffice aktiv entwickelt wird und sich zunehmender Verbreitung erfreut, ist die Weiterentwicklung von Openoffice nahezu eingestellt. Dort werden nur noch wichtige Sicherheitsupdates nachgeliefert.

Dass Nextcloud eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie Libreoffice bevorsteht, könnte vor allem daran liegen, dass mit Frank Karlitschek einer der Gründer von Owncloud den Fork initiierte und leitet. Andererseits könnte Nextcloud Probleme haben, alte Owncloud-Kunden von einem Wechsel zu überzeugen und müsste selbst einen völlig neuen Kundestamm aufbauen.

Keine Geschwindigkeitsvorteile

Allein wegen der Geschwindigkeit besteht gegenwärtig kein Grund, von Owncloud zu wechseln, auch wenn unsere Messdaten hier einen leichten Vorteil bei Nextcloud sehen. Stabilitätsprobleme konnten wir indes im noch jungen Nextcloud nicht feststellen. Allerdings gehen wir davon aus, dass ein direkter Wechsel mit jeder neuen Version schwieriger wird. Letztendlich dürfte es aber auch später kaum Probleme geben, Daten von einer Owncloud- zu einer Nextcloud-Installation zu übertragen.

Für einen Wechsel spricht die versprochene bessere Unterstützung der Community-Version, die durch die Integration von Collabora Online deutlich wird. Zwar ist die Installation noch schwierig, aber bereits bestens dokumentiert. Hier scheint Nextcloud sein Versprechen wahr machen zu wollen, die Community wieder stärker zu unterstützen. Wer diese Version nutzen will, dem raten wir, Nextcloud zu nutzen. Insgesamt ordnen wir den Funktionsunterschied zwischen Owncloud und Nextcloud aber noch unter "Geschmackssache" ein.

 Noch wackeliges Online-Office
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cubei 27. Jan 2017

Nachdem meine Idee hier so niedergeschmettert wurde habe ich es aufgegeben. Das heißt...

MichaelPlasmann 09. Dez 2016

Habe Owncloud jahrelang eingesetzt und jetzt die Nextcloud bei https://ocloud.de...

Proctrap 30. Sep 2016

danke für die Verlinkung, das schreckt ja geradezu ab von owncloud

Diakon 26. Sep 2016

Soweit man auf anderen Plattformen lesen kann geben sich die Produkte in dem Bereich...

Diakon 26. Sep 2016

Ich muss mal ganz ehrlich in die Runde fragen, ob diese Nextcloud Artikel hier Witz...


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