• IT-Karriere:
  • Services:

Origami: Roboteraktoren nach dem Vorbild japanischer Faltkunst

Softbots sind biegsame Roboter aus Kunststoff. US-Wissenschaftler geben ihnen mehr Form, indem sie traditionelle japanische Papierfalttechniken anwenden.

Artikel veröffentlicht am ,
Origami-Aktor: Papier verleiht Form.
Origami-Aktor: Papier verleiht Form. (Bild: Harvard University)

Origami ist die japanische Kunst, aus einem Blatt Papier Figuren zu falten. Wissenschaftler der Universität in Harvard nutzen diese traditionellen Techniken jetzt, um Roboter zu bauen.

Beschichtetes Papier

Stellenmarkt
  1. LISTAN GmbH, Glinde bei Hamburg
  2. dSPACE GmbH, Böblingen

Die Aktoren, die die Forscher um George Whitesides bauen, bestehen aus Papier, das mit Silikon beschichtet ist. Daraus haben die Wissenschaftler unterschiedliche Aktoren gefaltet, die pneumatisch betrieben werden. So haben sie aus dem beschichteten Papier etwa eine blasebalgähnliche Konstruktion geschaffen. Wird Luft in den 8,3 Gramm schweren Balg hineingepumpt, dehnt dieser sich um das Mehrfache seiner ursprünglichen Länge aus. Das Konstrukt ist dabei stabil genug, um das Gewicht von einem Kilogramm zu heben. Dafür reicht ein Druck von 238 Millibar aus.

Werden die Falten des Balgs an einigen Stellen mit ein wenig Klebstoff beträufelt, verlängert sich der Aktor nicht, sondern verformt sich: Er bildet einen Winkel, ein U oder einen Kreis. Auch eine Verformung mit zwei Kurven, also eine S-Form, ist möglich. Wird ein Streifen aus silikongetränktem Papier an einer Seite des Aktors angebracht, bildet dieser beim Aufblasen eine Kurvenform.

Aufpumplampe

Ein anderes System kann als Beleuchtung eingesetzt werden: Eine Leuchtdiode (LED) befindet sich in einer pneumatischen Kammer, in deren gefaltete Wände Aluminiumstreifen eingelassen sind. Diese verhindern, dass Licht nach außen dringt. Wird aber Luft in die Kammer gepumpt, bläht diese sich auf. Dadurch werden durchscheinende Schichten freigelegt, durch die Licht nach außen dringen kann.

Vorteil der Materialkombination sei, dass das Papier den Silikonteilen eine feste Form verleihe, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Advanced Functional Materials. Das habe den Vorteil, dass die Konstruktion zwar flexibel sei, sich aber nicht ausdehne. Diese eigneten sich sehr gut als Aktoren für weiche Roboter, sogenannte Softbots.

Softbots go everywhere

Solle sich ein Roboter durch Rohre, Geröll oder anderes unstrukturiertes Gelände bewegen, müsse er biegsam sein, erklärte Xin Chen, ein Mitglied des Teams, dem US-Technologiemagazin Wired. Weiche Roboter könnten viel mehr Stellen erreichen als harte.

Das Team um Whitesides arbeitet schon länger mit pneumatisch betriebenen Softbots. Im vergangenen Herbst etwa stellte es einen Roboter vor, der sich wie ein Tintenfisch oder ein Seestern fortbewegt, indem er sich verformt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

omo 13. Feb 2012

Zu Beginn siehts aus wie ein besoffener Pianist, der nicht an die Tasten kommt.


Folgen Sie uns
       


Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test: Das Duell der Purismus-Pedelecs
Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test
Das Duell der Purismus-Pedelecs

Schwarz, schlank und schick sind die urbanen E-Bikes von Cowboy und Vanmoof. Doch nur eines der Pedelecs liest unsere Gedanken.
Ein Praxistest von Martin Wolf

  1. Montage an der Bremse E-Antrieb für Mountainbikes zum Nachrüsten
  2. Hopper Dreirad mit Dach soll Autos aus der Stadt verdrängen
  3. Alternative zum Auto ADAC warnt vor Überlastung von E-Bikes

IT-Jobs: Feedback für Freelancer
IT-Jobs
Feedback für Freelancer

Gutes Feedback ist vor allem für Freelancer rar. Wenn nach einem IT-Projekt die Rückblende hintenüberfällt, ist das aber eine verschenkte Chance.
Ein Bericht von Louisa Schmidt

  1. IT-Freelancer Der kürzeste Pfad zum nächsten Projekt
  2. Selbstständiger Sysadmin "Jetzt fehlen nur noch die Aufträge"

Beoplay H95 im Test: Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung
Beoplay H95 im Test
Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung

Der Beoplay H95 ist ein ANC-Kopfhörer mit einem tollen Klang. Aber wer dafür viel Geld ausgibt, muss sich mit einigen Kompromissen abfinden.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /