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Organische Leuchtdioden: Samsung auf Rückzug bei OLED-Fernsehern

Samsung bricht den geplanten Bau einer neuen Fabrik für OLED-Fernseher ab und wird erst einmal keine neue Geräte auf den Markt bringen. Zuvor hatten Sony und Panasonic ihre Partnerschaft zur Entwicklung von großen OLED-Fernsehern beendet.
/ Achim Sawall
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Samsung S9 (Bild: Samsung)
Samsung S9 Bild: Samsung

Samsung Electronics wird seine Pläne für eine neue Fabrik zur Fertigung von OLED-Fernsehern aufgeben. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review ohne Angabe ihrer Quellen. Grund seien die extrem hohen Produktionskosten und der Preiskampf auf dem Markt für große organische Leuchtdioden (englisch: Organic Light Emitting Diode, OLED).

Samsung baut OLED-Panels in einer Kleinserienfertigung im Tangjeong-Areal. Die neue Fabrik sollte nach bisherigen Planungen Ende 2014 fertiggestellt sein.

Der Elektronikkonzern hatte in Südkorea und in den USA OLED-Fernseher angeboten. Im Juni 2013 brachte er einen OLED-Fernseher mit 55-Zoll-Bildschirm auf den Markt. Der Samsung S9 (KN55S9CAF) kostete mit seiner Bilddiagonalen von 55 Zoll (138 cm) und der HD-Auflösung deutlich mehr als ein herkömmlicher Flachbildfernseher in diesem Format: umgerechnet über 10.000 Euro.

Samsung wolle sich nun erst einmal auf hochwertige LCD-TVs konzentrieren, schreibt die Nikkei Asian Review weiter. Der Konzern werde die Forschung im Bereich OLED-Technologien fortsetzen, aber wahrscheinlich für eine Weile keine neuen OLED-Fernseher herausbringen. Stattdessen prüfe das Unternehmen den Bau einer neuen Anlage für kleine und mittelgroße OLED-Panels für Geräte wie Smartphones.

Der OLED-TV-Markt lag laut der US-Marktforschungsfirma Displaysearch im Jahr 2013 bei nur knapp 4.400 Einheiten.

Im Dezember 2013 wurde berichtet, dass Sony und Panasonic ihre Partnerschaft zur Entwicklung von großen OLED-Fernsehern beendet haben. Technische Probleme seien der Grund für die Entscheidung. Die Panels seien nicht langlebig genug und die Produktionskosten konnten nicht wie geplant gesenkt werden. Stattdessen wollen sich die Firmen auf 4K-Geräte konzentrieren.


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