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Orel: Russlands neue Raumkapsel soll 2028 starten

Das Sojus-Programm bekommt ein Update. Jedoch verschieben sich die Zeitpläne für das neue Besatzungsmodul aus Russland .
/ Patrick Klapetz
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Mock-up des Orel-Besatzungsmoduls auf der Moskauer Luft- und Raumfahrtausstellung im August 2015. (Bild: Roskosmos)
Mock-up des Orel-Besatzungsmoduls auf der Moskauer Luft- und Raumfahrtausstellung im August 2015. Bild: Roskosmos

Russlands nächste Generation astronautischer Besatzungstransportfahrzeuge soll 2028 ihren ersten Weltraumflug absolvieren. Das teilte die russische Nachrichtenagentur Tass mit(öffnet im neuen Fenster) . Damit soll die langjährige Stütze des Sojus-Programms laut Sergey Krikalev, dem stellvertretenden CEO der staatlichen Raumfahrtgesellschaft Roskosmos, ersetzt werden.

Es umfasste bisher die zuverlässigen Sojus-Raumschiffe und -Trägerraketen, die seit den 1960er Jahren für bemannte Flüge, ISS-Versorgung und als Rettungskapseln dienen. Die alten Sojus-Raumschiffe werden den neuen Orel-Raumkapseln weichen.

"Fallschirmtests stehen bald an, was bedeutet, dass bereits ein Modell des Raumfahrzeugs mit hochpräziser Modellierung seiner Systeme erstellt wird" , erklärte Krikalev bei einem Treffen zum Thema "Wie man den Weltraum verwaltet: Moderne Managementtechnologien" an der Russischen Präsidentenakademie für Volkswirtschaft und öffentliche Verwaltung (Ranepa).

Derzeit werden Hubschrauberabwürfe mit der Orel-Raumkapsel (Oryol, russisch für "Adler") durchgeführt, um das Raumfahrzeug zu testen. Es wurde zunächst als PTK NP und später als Föderation (Federacija) bezeichnet und dient als das neue Besatzungstransferfahrzeug für den Transport von Menschen und Fracht zu Raumstationen im niedrigen Erdorbit. Neben der Internationalen Raumstation ISS ist auch die geplante russische Orbitalstation Ros ( Russian Orbital Station ) gemeint.

Aktualisierter Zeitplan

Orel bleibt trotz zahlreicher Verschiebungen – von Mitte der 2010er Jahre auf 2023 und dann auf 2025 – weiterhin ein entscheidender Bestandteil von Russlands Zukunftsplänen für langfristige astronautische Raumfahrten, Mondmissionen und unabhängige Orbitaloperationen.

Der überarbeitete Zeitplan spiegelt die erhebliche technologische Komplexität bei der Entwicklung eines brandneuen Mannschaftsfahrzeugs wider. Er zeigt auch die infrastrukturellen, finanziellen und organisatorischen Hürden, die das Projekt seit mehr als einem Jahrzehnt plagen.

Eine neue Ära der russischen Raumfahrzeuge

Als Teil des russischen Raumfahrtprogramms soll es die Sojus-Serie für bemannte Raumfahrzeuge langfristig ersetzen. Das Raumfahrzeug wird bis zu einem Jahr in niedriger Erdumlaufbahn und bis zu 180 Tage in einer Mondstation verbleiben können. Die orbitale Version kann bis zu 30 Tage im autonomen Flug bleiben, die Mondversion bis zu zehn Tage.

Neben der Sojus-Raumkapsel plant Russland auch den Bau der neuen Sojus-5-Rakete . Diese sollte eigentlich Ende 2025 starten. Der Jungfernflug wurde allerdings aus technischen Gründen verschoben. Die Rakete soll nun 2028 einsatzfähig sein.


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