Abo
  • IT-Karriere:

Orbital Sciences: Trägerrakete Antares bleibt am Boden

Startabbruch am Startplatz Wallops: Die Antares-Trägerrakete von Orbital Sciences konnte wegen des herausgerissenen Kabels am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nicht starten. Der Start findet frühestens am 19. April 2013 statt.

Artikel veröffentlicht am ,
Trägerrakete Antares: Start ohne Cygnus
Trägerrakete Antares: Start ohne Cygnus (Bild: Bill Ingalls/Nasa)

Ein loses Kabel hat den Start der Trägerrakete Antares des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences verhindert. Das Kabel verbindet die Startrampe mit der oberen Stufe der Rakete. Der Demonstrationsflug der Antares wird voraussichtlich auf Freitag verschoben.

  • Trägerrakete Antares des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences auf der Startrampe (Foto: Brea Reeves/Nasa/Wallops)
  • Wegen eines technischen Problems musste der Start am 17. April 2013 abgebrochen werden. (Foto: Bill Ingalls/Nasa)
  • Die Rakete - hier beim Transport zur Rampe am Startplatz Wallops im US-Bundesstaat Virginia - soll einen Demonstrationsflug absolvieren. (Foto: Brea Reeves/Nasa/Wallops)
  • Die Antares wird für den Start vorbereitet. (Foto: Brea Reeves/Nasa/Wallops)
  • Die Trägerrakete soll künftig die Raumfähre Cygnus in den Orbit bringen. Die Cygnus wird Versorgungsgüter zur ISS transportieren. (Grafik: Orbital Sciences)
Trägerrakete Antares des US-Raumfahrtunternehmens Orbital Sciences auf der Startrampe (Foto: Brea Reeves/Nasa/Wallops)
Stellenmarkt
  1. Voith Global Business Services EMEA GmbH, Heidenheim
  2. DIEBOLD NIXDORF, Berlin

Die Antares sollte um 17 Uhr US-Ostküstensommerzeit (21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) vom Raketenstartplatz Wallops Flight Facility auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Virginia aus abheben. Zwölf Minuten vor dem Start sei der Countdown jedoch gestoppt worden, berichtet die US-Tageszeitung Christian Science Monitor.

Abgenabelt

Grund für den Startabbruch war, dass eine Steckverbindung des Kabels vorzeitig getrennt wurde. Das Nabelschnur genannte Kabel stellt die Datenverbindung zur Rakete her. Es ermöglicht es dem Kontrollzentrum, die Systeme der Rakete zu überwachen.

Die zweistufige Trägerrakete Antares wurde von Orbital Sciences entwickelt. Das private US-Raumfahrtunternehmen soll - wie Konkurrent Space Explorations Technologies (SpaceX) - Transportflüge zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) durchführen. Dazu wird die Antares das Raumfahrzeug Cygnus in den Orbit bringen. Cygnus wird dann die Versorgungsgüter zur ISS fliegen.

Cygnus fliegt im Frühsommer

Dieser Start ist jedoch nur eine Demonstration. Die Antares wird ohne die Cygnus starten. An Bord wird sie nur eine Attrappe haben, die in Größe und Gewicht der beladenen Raumfähre entspricht. Orbital will mit dem Flug zeigen, dass die Antares in der Lage ist, eine Nutzlast ins All zu transportieren. Der erste Flug der Cygnus zur ISS ist für den Frühsommer 2013 geplant.

Orbital soll wie SpaceX die Versorgung der ISS übernehmen. Bis 2011 hatten Spaceshuttles die ISS versorgt. Im Mai 2012 hatte SpaceX den ersten privaten Versorgungsflug zur ISS durchgeführt. Auch dieser Flug verzögerte sich wegen technischer Probleme.

Transporte zur ISS

Acht Mal soll die Cygnus im Auftrag der Nasa zur ISS fliegen. Dafür zahlt die US-Raumfahrtbehörde Orbital 1,9 Milliarden US-Dollar. SpaceX führt zusätzlich zum Demonstrationsflug zwölf reguläre Versorgungsflüge zur ISS durch. Zwei davon hat die SpaceX schon absolviert - im Oktober 2012 und im März 2013.

Ein neuer Starttermin steht noch nicht fest. Sicher ist, dass die Antares nicht am heutigen Donnerstag starten wird. Der früheste Termin sei am Freitag, dem 19. April um 17 Uhr Ortszeit, teilte Orbital Sciences mit. Nach Angaben der Nasa gibt es ein Startfenster für die Antares bis zum 21. April.

Nachtrag vom 19. April 2013, 9:23 Uhr

Die Antares werde frühestens am Samstag um 17 Uhr Ortszeit starten, hat die Nasa in der Nacht zum Freitag (MESZ) mitgeteilt. Grund sei das Wetter. Für den 20. April sagte der Wetterbericht hingegen zu 85 Prozent gute Bedingungen für einen Start voraus. Falls es am Samstag erneut zu Problemen kommt, gibt es noch eine Startmöglichkeit am Sonntag.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 144,90€ + Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 274,00€

Hotohori 19. Apr 2013

Naja, man könnte ja auch "auf Morgen, Freitag den 19.04." schreiben. So eine News hat ja...

Ovaron 18. Apr 2013

Nicht nur interessant, sondern auch glatt gelogen. Entwickelt wurden die Triebwerke...

MeinSenf 18. Apr 2013

Space Shuttle gibts nicht mehr, "einfache" Raketen sind kommerzialisiert, was sind die...


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
Orico Enclosure im Test: Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick
Orico Enclosure im Test
Die NVMe-SSD wird zum USB-Stick

Wer eine ältere NVMe-SSD über hat, kann diese immer noch als sehr schnellen USB-Stick verwenden: Preiswerte Gehäuse wie das Orico Enclosure nehmen M.2-Kärtchen auf, der Bridge-Chip könnte aber flotter sein.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Server Supermicro mit Chassis für 40 E1.S-SSDs auf 2 HE
  2. Solid State Drive Longsys entwickelt erste SSD nur mit chinesischen Chips
  3. SSDs Samsung 970 Pro mit 2TB und WD Blue 3D mit 4TB

FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  2. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt
  3. AMDGPU AMD veröffentlicht Linux-Treiber für Navi

    •  /