Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.

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Seit Nougat nutzt Android das OpenJDK.
Seit Nougat nutzt Android das OpenJDK. (Bild: Jeff Pachoud/AFP/Getty Images)

Das jüngste Urteil im Rechtsstreit zwischen Oracle und Google um die Verwendung von Java-APIs in Android ist nicht nur ziemlich fragwürdig. Bleibt es bestehen, könnte es darüber hinaus auch eine ähnlich katastrophale Auswirkung auf die IT-Industrie der USA haben, wie es das extrem verworrene Patentsystem des Landes jetzt schon hat - und damit wohl auch auf den Rest der Welt. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, liegt an einer unerwarteten und vergeigten Übernahme, einem eigentlich nicht zuständigen Berufungsgericht und einem grundsätzlichen Unverständnis in Bezug auf Programmcode. Einzige Auswege aus dieser Misere wären wohl ein Grundsatzurteil des Supreme Court oder ein vollständiger Wandel der IT-Industrie hin zu Open-Source-Software. Beides erscheint zurzeit nicht gerade wahrscheinlich.


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