Oracle: Trump favorisiert Tiktok-Kauf durch Wahlhelfer Larry Ellison

Wer wie Larry Ellison Spendengalas für Trump in seinem eigenen Haus veranstaltet, ist für den US-Präsidenten genau der Richtige, um Tiktok zu übernehmen. Doch auch der Oracle-Gründer soll an die US-Regierung zahlen.

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Oracle-Gründer Larry Ellison im September 2019
Oracle-Gründer Larry Ellison im September 2019 (Bild: Justin Sullivan/Getty Image)

US-Präsident Donald Trump unterstützt eine Übernahme von Tiktok durch den Oracle-Konzern von Larry Ellison (76). Auf die Frage, ob Oracle ein geeigneter Käufer für Tiktok wäre, sagte Trump am Dienstag: "Nun, ich denke, Oracle ist ein großartiges Unternehmen und ich denke, sein Eigentümer ist ein enormer Typ, eine enorme Persönlichkeit. Ich denke, Oracle könnte sicherlich damit umgehen", berichtet das Wall Street Journal. Zu Microsoft hatte der Präsident sich nicht so positiv geäußert.

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Oracle ist eng mit der umstrittenen US-Regierung verbunden. Ellison, Mitbegründer, Executive Chairman und größter Aktionär des Unternehmens, veranstaltete Anfang dieses Jahres eine Spendenaktion für den Präsidenten in seinem Haus. Dagegen gab es Proteste der Oracle-Beschäftigten im Silicon Valley. Rund 300 verließen demonstrativ ihre Arbeitsplätze. Eine Online-Petition wurde dagegen aufgesetzt. Oracle Chief Executive Safra Catz arbeitete im Jahr 2016 im Executive Committee des Trump Transition Teams.

Im Oktober 2019 wurde Ellison von der Zeitschrift Forbes als viertreichste Person in den Vereinigten Staaten und als sechstreichster Mensch der Welt mit einem Vermögen von 69,1 Milliarden US-Dollar aufgeführt.

Präsident Donald Trump hat die Abschaltung vom Tiktok angeordnet, wenn sich nicht bis Mitte November ein US-Unternehmen als Käufer findet. Die beliebte chinesische Video-App gehört Bytedance. Die App stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar, heißt es in der am 6. August 2020 veröffentlichten Verfügung. Die App sammle große Mengen an Nutzerdaten und könne es der Regierung Chinas ermöglichen, Amerikaner auszuspionieren. Tiktok-Eigentümer Bytedance bemüht sich seit einiger Zeit, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. Tiktok versichert, Chinas Regierung habe keinen Zugriff auf Nutzerdaten und habe dies auch nie verlangt. Die Daten von US-Nutzern würden in den USA gespeichert und verarbeitet. In China selbst gibt es nur die zensierte Version der App, Douyin.

Microsoft und das vergiftete Angebot

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Microsoft hat angekündigt, bis Mitte September eine Übernahme von Tiktok anzustreben. Firmengründer Bill Gates sprach in einem Interview mit Wired angesichts einer möglichen Übernahme von einem vergifteten Angebot. "Eine große Nummer in den sozialen Medien zu sein, ist keine einfache Sache, ebenso wie beim Thema Verschlüsselung", sagte Gates. Dass Trump den einzigen Wettbewerber von Facebook ausschalte, sei "ziemlich bizarr".

Trump bekräftigte am Dienstag auch seine Bedingung, dass ein Käufer von Tiktok im Rahmen der Transaktion eine erhebliche Zahlung an die US-Regierung leisten muss. "Ich denke, Microsoft will es und Oracle auch. Und wahrscheinlich auch andere Leute. Aber sie müssen die Vereinigten Staaten gut entschädigen. Weil wir es erst möglich machen. Unser Finanzministerium muss also sehr gut entschädigt werden." Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es nicht.

Oracle hat keine so hohen Finanzreserven wie Microsoft. Das in Redmond, Washington, ansässige Unternehmen verfügt über mehr als 136 Milliarden US-Dollar. Oracle mit Sitz in Redwood City, Kalifornien, beendete das vergangene Geschäftsjahr mit rund 37 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln.

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