Abo
  • IT-Karriere:

Oracle: Lizenzvereinbarung erhöht Preise für Datenbanksysteme

Das Installieren von Oracle-Datenbanken auf Drittanbieter-Infrastrukturen wird in Zukunft teurer werden. In der aktuellen Lizenzvereinbarung für Prozessorkerne werden Preise teilweise verdoppelt und die maximale Anzahl an Threads halbiert. Betroffen sind Amazon Web Services und Microsoft Azure.

Artikel veröffentlicht am ,
Oracle bittet in Zukunft für die eigene Datenbanksoftware mehr zur Kasse
Oracle bittet in Zukunft für die eigene Datenbanksoftware mehr zur Kasse (Bild: Montage: Oliver Nickel/Golem.de)

Die seit dem 23. Januar 2017 aktive Lizenzierung von Oracle-Datenbanksystemen auf Cloud-Infrastrukturen Dritter behandelt einzelne Prozessorkerne im Vergleich zur vorherigen Version unterschiedlich. Zusätzlich werden ab diesem Zeitpunk alle genannten Produkte in Sachen Lizenzierung gleich behandelt.

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Dataport, verschiedene Standorte

Die Änderungen haben effektiv jedoch eine Erhöhung der Lizenzkosten zur Folge. Betroffen sind die Clouddienste Amazon Web Services und Microsoft Azure und die darauf zu installierenden Datenbanksysteme Oracle Database Standard Edition und Oracle Standard Edition One beziehungsweise Two.

AWS - Lizenzkostenverdopplung bei deaktiviertem Hyper-Threading

Bei allen unterstützten Amazon-Web-Services-Diensten wurden die Kosten für eine Oracle-Prozessorlizenz bei nicht aktivem Hyper-Threading faktisch verdoppelt, während zwei virtuelle Kerne unter Amazons Cloud bei aktivem Hyper-Threading weiterhin einer Oracle-Prozessorlizenz entsprechen.

In der vorangegangenen Lizenzvereinbarung wurde dies anders berechnet: Ein Thread war in jeder Situation äquivalent zu einer halben Oracle Prozessorlizenz. Dieser Wert änderte sich nur in Abhängigkeit vom verwendeten Prozessor. Intel Xeon-Prozessoren hatten beispielsweise immer einen Faktor von 0,5. Ein IBM Power8-Kern wurde nach Tabelle mit dem Faktor 1 berechnet.

Nun heißt es in der Lizenzerklärung: "Beim Zählen des Bedarfs an Oracle Prozessorlizenzen für authorisierte Cloud-Umgebungen ist die Oracle Prozessorkern-Faktortabelle nicht anwendbar."

Vedopplung der benötigten Lizenzen bei Microsoft Azure

Für Microsofts Cloud-Umgebung Azure sieht es schwieriger aus. Durch den Wegfall der Faktortabelle benötigt man für die Lizenzierung eines Azure Cores genau eine Oracle Lizenz. Dadurch wird auch diese Infrastruktur doppelt so kostspielig.

Die maximale Anzahl der lizenzierbaren Kerne für Azure hat sich ebenfalls halbiert. Die Oracle Database Standard Edition unterstützt jetzt maximal acht Azure-Kerne, die Oracle Standard Edition One und Two erlauben maximal vier Kerne. Das Limit für Amazon Web Services basierte Systeme bleibt unverändert.

Grund für die drastischen Änderungen in der Lizenzvereinbarung könnte sein, dass Oracle seine eigene Cloud-Infrastruktur attraktiver machen will. Das Unternehmen bietet für diese Zwecke nämlich ebenfalls mietbare Enterprise-Hardware für verschiedene Anwendungsgebiete. Ob Oracle die Preisänderungen für Lizenzen direkt für Bestandskunden umsetzt, ist unklar. Die drastischen Änderungen wären auf jeden Fall ein Einschnitt in so manchen Unternehmensfinanzplan.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 429,00€

Smail2 28. Sep 2018

Lese mich hier im Forum durch,und bin eben auch hier gelandet :) Fand deine Frage echt...

gadthrawn 03. Feb 2017

Wir haben SQL Konzepte und Standard-SQL Abfragen gelernt - ohne konkrete Implementierung.

spyro2000 01. Feb 2017

Je früher diese sperrige, unkomfortable, geschwätzige, bürokratische und hoffnungslos...

AbandonAllHope 01. Feb 2017

Unternehmen die es sich nicht leisten können sind bald Weg-Globalisiert. Großunternehmen...

Dr.Glitch 01. Feb 2017

Hervorragender Schritt, ich bin mir sicher ihr habt mit PostgreSQL ähnlich gute...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

FPM-Sicherheitslücke: Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM
FPM-Sicherheitslücke
Daten exfiltrieren mit Facebooks HHVM

Server für den sogenannten FastCGI Process Manager (FPM) können, wenn sie übers Internet erreichbar sind, unbefugten Zugriff auf Dateien eines Systems geben. Das betrifft vor allem HHVM von Facebook, bei PHP sind die Risiken geringer.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. HHVM Facebooks PHP-Alternative erscheint ohne PHP

Dr. Mario World im Test: Spielspaß für Privatpatienten
Dr. Mario World im Test
Spielspaß für Privatpatienten

Schlimm süchtig machendes Gameplay, zuckersüße Grafik im typischen Nintendo-Stil und wunderbare Dudelmusik: Der Kampf von Dr. Mario World gegen böse Viren ist ein Mobile Game vom Feinsten - allerdings nur für Spieler mit gesunden Nerven oder tiefen Taschen.
Von Peter Steinlechner

  1. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß
  2. Mobile-Games-Auslese Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
  3. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung

    •  /