Oracle gegen Google: Supreme Court soll Streit um Java-APIs prüfen

Wie zu erwarten, hat im Streit Oracle gegen Google der Android-Hersteller nun den Supreme Court der USA angerufen. Das höchste Gericht soll die Entscheidung der Vorinstanz zur Verwendung der Java-APIs prüfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google möchte, dass der Supreme-Court im Streit mit Oracle entscheidet.
Google möchte, dass der Supreme-Court im Streit mit Oracle entscheidet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Im vergangenen Frühjahr hat ein Berufungsgericht in den USA im Streit um die Verwendung von Java-APIs in Android zugunsten von Oracle geurteilt. Wie schon damals zu erwarten war, hat das unterlegene Unternehmen Google nun offiziell den Supreme Court der USA angerufen, dieses vorerst letzte Urteil in dem Fall zu überprüfen.

Stellenmarkt
  1. SPS Programmierer Medical (m/w/d)
    PIA Automation Amberg GmbH, Amberg
  2. IT-Mitarbeiter (m/w/d) Technik und Support
    Hardware Express Computervertriebsgesellschaft mbH, Göppingen
Detailsuche

Der Rechtsstreit zwischen Oracle und Google läuft bereits seit 2010 und behandelt die Frage, ob und inwiefern die Verwendung von Java-APIs in Android durch Google erlaubt ist oder eben nicht. Oracle hatte die Rechte an Java durch die Übernahme von Sun erhalten. In der ersten Phase der Verhandlungen wurde durch ein Berufungsgericht festgestellt, dass die APIs prinzipiell dem Urheberrecht unterliegen, was vom Supreme Court unterstützt wurde.

Nun ist noch zu klären, ob die Verwendung durch die Fair-Use-Regeln des US-Urheberrechts gedeckt sind oder ob sie Urheberrecht verletzen. Das zuständige Berufungsgericht hat hierbei im vergangenen Frühjahr die Erstinstanz überstimmt und eine Fair-Use-Ausnahme im Sinne von Google verneint. Nach dem Willen von Google soll nun also der Supreme Court dieses Urteil prüfen.

In einer langen Analyse zu dem Fall hat Golem.de bereits dargelegt, welche weitreichenden Auswirkungen das Urteil haben könnte, sofern es bestehen bleibt. So würde der Nachbau von APIs deutlich erschwert und ohne explizite Lizenz kaum mehr möglich sein. Im konkreten Fall hat Google dies schon vor Jahren damit gelöst, dass Android seit Version 7 alias Nougat das GPL-lizenzierte OpenJDK verwendet. Die Entscheidung zur Rechtmäßigkeit der Verwendung in früheren Versionen obliegt nun dem Supreme Court.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Dice: Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt
    Dice
    Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt

    Ob das reicht? Das Entwicklerstudio Dice hat seine Pläne für Battlefield 2042 vorgestellt. Der Shooter hat extrem niedrige Spielerzahlen.

  3. Energiespeicher: Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an
    Energiespeicher
    Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an

    Hydrostor bietet eine langlebige Alternative zu Netzspeichern aus Akkus, die zumindest in den 2020er Jahren wirtschaftlich ist.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /