Oracle: Cloud und Hardware noch bedeutungslos

Oracles jüngster Quartalsbericht enttäuschte die Aktionäre. Einige Analysten glauben, dass Oracle in seinem Kerngeschäft bereits Marktanteile verliert.

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CFO Safra Catz: "Kursschwankung hatte negativen Einfluss".
CFO Safra Catz: "Kursschwankung hatte negativen Einfluss". (Bild: Harald Weiss)

Oracle hat am 18. März 2014 seinen Geschäftsbericht für das dritte Geschäftsquartal veröffentlicht, das am 28. Februar zu Ende ging. Danach betrug der Gesamtumsatz 9,3 Milliarden US-Dollar, vier Prozent mehr als die 8,9 Milliarden vom gleichen Quartal des Vorjahres. Ein Grund für die geringe Umsatzzunahme sind laut einer Pressemeldung Währungskursschwankungen. Bei konstanten Kursen hätte es ein Umsatzplus von sechs Prozent gegeben. Doch vor allem große Kursschwankungen in Venezuela hätten das Ergebnis negativ beeinflusst. "Nach konstanten Kursen sind die Umsätze mit unseren Cloud-Abonnements um 25 Prozent und die Umsätze mit Engineered Systems um über 30 Prozent angestiegen", sagte Oracles Präsidentin und Chief Financial Officer Safra Catz in einem Statement.

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In absoluten Zahlen ist der Anteil von Cloud und Hardware am Gesamtumsatz weiterhin gering. Laut Präsident Mark Hurd betrug der Cloud-Umsatz im vergangenen Quartal 300 Millionen US-Dollar, und mit der Hardware wurden 725 Millionen US-Dollar umgesetzt. Das entspricht 3,2 Prozent beziehungsweise 7,8 Prozent des Gesamtumsatzes.

Kritik gibt es vor allem am Softwaregeschäft, das mit einem Umsatzanteil von 74 Prozent Oracles wichtigster Geschäftsbereich ist. "An einem bestimmten Punkt muss man eingestehen, dass Oracle definitiv Marktanteile verliert. Wir meinen, dass Microsoft beim Datenbankgeschäft Marktanteile hinzugewinnt, bei den Anwendungen ist SAP weiterhin ein harter Konkurrent und dann wandern die Leute zunehmend in die Cloud ab", sagte Brent Thill, Analyst bei der UBS-Niederlassung in San Francisco, dem Finanzinformationsdienst Bloomberg.

Nettogewinn enttäuscht - Aktie fällt

Oracles Nettogewinn im vergangenen Quartal betrug 2,56 Milliarden US-Dollar, das waren 61 Millionen US-Dollar mehr als im Vergleichsquartal. An der Wall Street hatte man mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Als Folge fiel die Oracle-Aktie im Nachbörsenhandel um 5,4 Prozent auf 36,81 US-Dollar. Sie erholte sich dann wieder auf 37,48 US-Dollar, was aber immer noch einem Minus von 3,5 Prozent entspricht.

Adobe: erfolgreich in der Cloud

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Adobe konnte in seinem jüngsten Geschäftsquartal 405.000 neue Abonnenten für seine Creative Cloud gewinnen. Damit hat das Unternehmen jetzt 1,8 Millionen Abonnenten. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt 18 Monate, aber einige Verträge haben eine Laufzeit von drei Jahren. Der Einstieg in ein Abonnement für die Creative Cloud erfolgt am häufigsten über Photoshop oder über andere einzelne Produkte.

Im Berichtszeitraum ergab sich ein Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Das war unverändert gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Gewinn ging dagegen von 65 Millionen auf 47 Millionen US-Dollar zurück - ein Minus von 27,6 Prozent.

Adobe ist hauptsächlich in den USA erfolgreich. Dort wird die Hälfte des Umsatzes erzielt. Die EMEA-Region steuert nur 16 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

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