• IT-Karriere:
  • Services:

Optoakustik: US-Forscher flüstern per Laser ins Ohr

Wie kann man in einem überfüllten Raum einer Person eine Nachricht zukommen lassen, die nur sie und kein anderer hört? US-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, um Schall per Laser direkt ins Ohr zu senden.

Artikel veröffentlicht am ,
Schallübertragung per Laser: Geheimdienste werden sich freuen.
Schallübertragung per Laser: Geheimdienste werden sich freuen. (Bild: MIT Lincoln Laboratory)

Schall übertragen mit Licht? Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben ein Verfahren entwickelt, um Sprachnachrichten zielgerichtet ins Ohr des Empfängers zu übertragen. Dabei nutzen sie Licht als Übertragungsmedium. Der Hörer braucht keine Empfangseinrichtung.

Stellenmarkt
  1. ivv GmbH, Hannover
  2. Elektrobit Automotive GmbH, Erlangen

Die Forscher um Charles Wynn machen sich dabei den photoakustischen oder optoakustischen Effekt zunutze: Wenn ein Material mit Licht bestrahlt wird, erzeugt es Schallwellen. Die MIT-Forscher nutzen Wasserdampf in der Luft: Der Dampf in der Nähe des Kopfes des Hörers absorbiert das Laserlicht und erzeugt Schall, der dann ins Ohr geht.

"Das geht auch bei relativ trockenen Bedingungen, da fast immer etwas Wasser in der Luft ist, besonders in der Nähe von Menschen", sagt Projektleiter Wynn. "Wir haben herausgefunden, dass wir nicht viel Wasser benötigen, wenn wir eine Laserwellenlänge verwenden, die vom Wasser sehr gut absorbiert wird." Das sei der Schlüssel gewesen: Je stärker die Absorption, desto mehr Schall werde erzeugt.

Der Laser wird moduliert

Erzeugt wird die Nachricht mit einem Laser. Dabei haben die Forscher zwei Methoden getestet: Bei der einen wird die Leistung des Laserstrahls moduliert. Die zweite Methode beruht auf der dynamischen photoakustischen Spektroskopie (DPAS), einer Technik, die Wynn und seine Kollegen vor einigen Jahren zur Untersuchung von Gasen entwickelt haben.

Dabei wird der Laserstrahl über Spiegel mit Schallgeschwindigkeit hin- und hergeschwenkt. Bei diesem Verfahren kann eine Nachricht gezielt an eine bestimmte Person gesendet werden, ohne dass eine andere, die gerade den Laserstrahl quert, davon etwas mitbekommt.

Im Labor konnten die Forscher mit handelsüblicher Ausrüstung mit der DPAS-basierten Technik Schall über eine Distanz von 2,5 Metern bei 60 Dezibel übertragen. Der Laser sei dabei harmlos und schädige weder Augen noch Haut, betont Wynn. Die Arbeit beschreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Optics Letters.

Das System könnte beispielsweise eingesetzt werden, um in lauten Räumen zu kommunizieren. Schwerhörige könnte das die Kommunikation in einer lauten Umgebung vereinfachen. Sicherheitsbehörden, das Militär und vor allem Geheimdienste werden für ein solches Kommunikationssystem viele Anwendungsmöglichkeiten finden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Chris_ 30. Jan 2019

Mein Fehler entschuldigen Sie bitte.

Der Korrektor 30. Jan 2019

Guter Tipp, wenn Gott das nächste Mal mit dir sprechen will. LALALA...

corou 30. Jan 2019

Ich meine mich zu erinnern, dass es das selbe technische Prinzip eines Lautsprechers, den...

DerCaveman 30. Jan 2019

Ich denke mal über die Fokussierung im Zusammenspiel mit Leistungsregelung.

Cyrano_B 29. Jan 2019

Erinnert mich an die Technik in "Daemon" oder "Darknet" von Daniel Suarez - fantastische...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S20 Ultra - Test

Das Galaxy S20 Ultra ist Samsungs Topmodell der Galaxy-S20-Reihe. Der südkoreanische Hersteller verbaut erstmals seinen 108-Megapixel-Kamerasensor - im Test haben wir uns aber mehr davon versprochen.

Samsung Galaxy S20 Ultra - Test Video aufrufen
SpaceX: Die Raumfahrt ist im 21. Jahrhundert angekommen
SpaceX
Die Raumfahrt ist im 21. Jahrhundert angekommen

Das Crew-Dragon-Raumschiff von SpaceX ist gestartet und hat einen Namen bekommen. Golem.de verfolgt den Rest der Reise zur ISS.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Satelliteninternet SpaceX schießt 60 weitere Starlink-Satelliten ins All
  2. SpaceX Vierter Starship-Prototyp explodiert in gewaltigem Feuerball
  3. SpaceX Crew Dragon erfolgreich gestartet

Wirtschaftsminister: Landesdatenschützer sollen Kontrolle über Firmen verlieren
Wirtschaftsminister
Landesdatenschützer sollen Kontrolle über Firmen verlieren

Die Wirtschaftsminister diskutieren darüber, ob sie den Datenschutzbehörden der Länder die Aufsicht über Unternehmen entziehen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Überwachung Berlin prüft Logistik-Software von Zalando
  2. Investitionsbank Berlin Antragsunterlagen für Corona-Hilfen falsch zugestellt
  3. Echo und Co. Armband stört Mikrofone von smarten Lautsprechern

Realme 6 und 6 Pro im Test: Starke Konkurrenz für Xiaomi
Realme 6 und 6 Pro im Test
Starke Konkurrenz für Xiaomi

Das Realme 6 und 6 Pro bieten eine starke Ausstattung für relativ wenig Geld - und gehören damit aktuell zu den interessantesten Mittelklasse-Smartphones.
Ein Test von Tobias Költzsch


      •  /