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Optische Netze:
Ein Chip überträgt mehr Daten als das gesamte Internet

Golem-Erklärbär
Schwedische Forscher übertragen 1,84 Pbit pro Sekunde – mit einem einzigen Chip und nur einem Laser . Wir erklären, wie das funktioniert.
/ Johannes Hiltscher
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In einem Mikroringresonator entsteht aus einfarbigem Laserlicht ein Spektrum. (Bild: Brian Stern/Columbia Engineering)
In einem Mikroringresonator entsteht aus einfarbigem Laserlicht ein Spektrum. Bild: Brian Stern/Columbia Engineering

Absolut sind die 1,84 Pbits, die Forscher der Chalmers University in Schweden optisch übertragen haben , kein Rekord. Das stellt bereits die Einleitung ihrer Veröffentlichung(öffnet im neuen Fenster) klar, andere Gruppen erreichten bis zu 10,66 Pbits. In der Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) der Universität hebt Forschungsgruppenleiter Victor Torres-Company die Besonderheiten hervor: Seine Gruppe benötigt dafür nur einen Laser, alles ist in einen Siliziumchip integriert, während andere Forscher große Aufbauten benötigen.

Wie andere Gruppen auch erreichen Torres-Company und seine Kollegen die immensen Datenraten – das aktuelle Datenaufkommen des gesamten Internets wird lediglich auf die Hälfte geschätzt – durch die Nutzung mehrer, zu einem Kabel kombinierter Glasfasern. In diesen sogenannten Multi-Core Fasern(öffnet im neuen Fenster) (MCF) sind mehrere räumlich getrennte, unabhängige Datenströme unterwegs (Spatial Division Multiplexing, SDM). Jeder kann einzeln mit Daten moduliert werden, 37 Fasern haben die schwedischen Forscher verwendet. Das genügt allerdings noch nicht, um Datenraten im Bereich von Pbits zu erreichen.

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