Optionsbleed: Apache-Webserver blutet

Beim Apache-Webserver lassen sich in bestimmten Konfigurationen Speicherfragmente durch einen Angreifer auslesen. Besonders kritisch ist diese Lücke in Shared-Hosting-Umgebungen.

Artikel von veröffentlicht am
Zufällige Speicherfragmente finden sich in der Ausgabe einer HTTP-OPTIONS-Anfrage an einen verwundbaren Apache-Server.
Zufällige Speicherfragmente finden sich in der Ausgabe einer HTTP-OPTIONS-Anfrage an einen verwundbaren Apache-Server. (Bild: Screenshot Hanno Böck)

Ein Fehler im Apache-Webserver bei der Verarbeitung der "OPTIONS"-Methode führt zu einer kritischen Sicherheitslücke. Der Optionsbleed-Bug sorgt dafür, dass Apache unter bestimmten Umständen im Antwortheader auf eine entsprechende Anfrage zufällige Speicherfragmente verschickt.

Inhalt:
  1. Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
  2. Die Suche nach dem Bug gestaltet sich schwierig

Diese können Passwörter, Teile von Konfigurationsdateien, Codefragmente und vieles mehr enthalten. Die Lücke hat damit viel Ähnlichkeit mit anderen "Bleed"-Lücken wie Heartbleed oder Cloudbleed.

Das HTTP-Protokoll unterstützt verschiedene Methoden, um mit Webservern zu interagieren. Im normalen Weballtag werden meist nur zwei Methoden genutzt: GET und POST. Mit GET-Anfragen ruft man gewöhnliche Webseiten ab, mit POST-Anfragen kann man Daten an einen Webserver schicken, beispielsweise Formulareingaben. Doch HTTP unterstützt noch einige andere Methoden.

Options fragt nach unterstützten Methoden

Die OPTIONS-Methode macht etwas sehr Simples: Sie fragt beim Webserver nach, welche Methoden dieser unterstützt. Bei Webservern, die diese Methode unterstützen, wird als Antwort ein Header namens "Allow" geschickt, der eine Liste der unterstützten Methoden enthält.

Der Autor dieses Textes entdeckte vor einigen Wochen eine Reihe von Servern, die auf entsprechende OPTIONS-Anfragen mit offensichtlich defekten Allow-Headern antworteten. Teilweise wurden die Methoden mehrfach wiederholt, teilweise wurden Binärdaten mitgeschickt, teilweise waren Bruchstücke von HTML-Code oder aus Konfigurationsdateien zu sehen.

Doch woher diese seltsamen Header kamen, war zunächst unklar. Einige der Server schickten zwar einen "Server"-Header, der Auskunft über die verwendete Software gibt, aber solche Header können trügerisch sein: In vielen Setups dient eine Software als Proxy vor einem anderen Server.

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Die Suche nach dem Bug gestaltet sich schwierig 
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thomas.pi 20. Sep 2017

Man muss die htaccess ja auch nicht verbieten, sondern nur auf das nötigste begrenzen...

TheUnichi 19. Sep 2017

.htaccess, nach wie vor. Die Konfiguration lokal ablegen zu können, hat in vielen...

NaruHina 19. Sep 2017

Zurnot kann man das selber machen oder machen lassen, Freelancer kann man dafür auch...

Keridalspidialose 18. Sep 2017

-> https://www.fiverr.com Da klöppelt dir sicher jemand für Zwei-Fuffzich 'n Logo dafür.



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