Optimus: Teslas Roboter-Traum hängt an China

Teslas Roboterprojekt Optimus hat dem Model S und dem Model X den Garaus gemacht – in den USA wird die Fabrikfläche für den Bau der Roboter benötigt, doch ohne chinesische Zulieferer wird der Roboter nicht gebaut werden können.
Tesla will im US-Werk Freemont die Roboterproduktion starten und bis zu einer Million Einheiten Optimus pro Jahr bauen. Die Analyse der Lieferkette zeigt, dass es ohne chinesische Zulieferer nichts wird – die Bauteile kommen alle aus dem Reich der Mitte.
Einem Bericht der South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) zufolge schloss Tesla Verträge mit Hunderten chinesischen Komponentenherstellern. Wie bei Apple sind es aber nicht einfache Zulieferer. Die Unternehmen sind bereits in die Forschungs- und Entwicklungsphase eingebunden.
Chinesische Zulieferer dominieren Schlüsselkomponenten
Chinesische Unternehmen liefern dem Bericht nach Aktuatoren, Motoren, Getriebe und Kamerasysteme für den Optimus-Roboter. Mehrere chinesische Firmen wurden dem Bericht nach als Partner für die Massenproduktion ausgewählt, darunter Zhejiang Sanhua für Thermalsteuerung, Ningbo Tuofu für Aktuatoren und Everwin für Sensoren.
Der Kostenvorteil, aber auch das Know-How sind der Grund für diese Arrangements. Chinas Einstufung der humanoiden Robotik als strategische Industrie bringt zusätzliche Unterstützung durch Forschungsförderung, Subventionen und Steuererleichterungen.
Die Analyse zeigt: Würde Tesla chinesische Komponenten aus der Lieferkette für den Roboter entfernen, würden die Gesamtkosten von 46.000 auf 131.000 Dollar pro Einheit steigen. Für Tesla, das die Optimus-Kosten auf etwa 20.000 Dollar senken will, gibt es also keine Alternative. Und die Konkurrenz schläft nicht: Der chinesische Hersteller Unitree bietet sein G1-Modell(öffnet im neuen Fenster) ab 13.500 US-Dollar pro Einheit an.
Elon Musk bezog zu dieser Wettbewerbsdynamik während der Bilanzpressekonferenz Stellung. Er bezeichnete China als Teslas Hauptkonkurrenten im Robotersektor und verwies auf die Stärken des Landes sowohl in der KI-Entwicklung als auch in der Fertigung.
Tesla-Produktion hat Probleme
Musk gab auf der Konferenz auch zu, dass der humanoide Roboter noch nicht die versprochene Produktivität erreiche . Die Produktion liegt weit unter den Ankündigungen, und die Roboter arbeiten nur halb so schnell wie Menschen. Technische Probleme mit den Händen des Optimus 2.5 sowie überhitzende Motoren und schwache Griffstärke verzögern die Massenproduktion.



