Abo
  • IT-Karriere:

Optimus: Nvidia unterstützt Linux-Technik für Hybridgrafik

Nach jahrelangen Eigenlösungen unterstützt der Nvidia-Treiber für Linux künftig auch die Prime-Technik der Community. Damit sollten sich die Hybridgrafik-Lösungen vieler Laptops effizienter und vor allem einfacher nutzen lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Linux-Treiber von Nvidia unterstützt künftig die Prime-Technik.
Der Linux-Treiber von Nvidia unterstützt künftig die Prime-Technik. (Bild: Liam Quinn,flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Seit dem Jahr 2012 unterstützen sowohl der Linux-Kernel als auch der X.org X-Server die sogenannte Prime-Technik zur Hybridgrafik-Unterstützung. Die aktuelle Beta-Version 435.17 des proprietären Nvidia-Treibers für Linux unterstützt nun ebenfalls Prime-Technik. Gedacht ist der Einsatz von Prime in jenen Geräten, die über zwei verschiedene Grafikkarten verfügen, von denen eine deutlich leistungsfähiger ist als die andere.

Stellenmarkt
  1. EXTRA Computer GmbH, Giengen an der Brenz
  2. OEDIV KG, Bielefeld

Nvidia vermarktet die Technik als Optimus und unterstützt die hauseigene Implementierung unter Linux auch schon seit Jahren in seinem proprietären Treiber. Nun folgt also die Implementierung auf Grundlage der Prime-Technik, die die freien Treiber im Linux-Kernel standardmäßig unterstützen und nutzen können.

Konkret unterstützt der Beta-Treiber das sogenannte Render Offloading, das heißt, grafikintensive Anwendungen lassen sich auf der Nvidia-GPU rendern und dann mit dem Rest des Bildes ausgeben, das auf der kleineren iGPU erzeugt wird. Nvidia unterstützt das Offloading für OpenGL/GLX sowie für Vulkan. Zur Nutzung sind vorerst noch einige Patches für den X-Server notwendig. Nvidia bietet damit erstellte Pakete in einem eigenen Ubuntu-PPA an. Darüber hinaus müssen interessierte Nutzer noch einige weitere Vorkehrungen treffen, um die Prime-Technik mit dem neuen Nvidia-Treiber einzusetzen.

Die mangelnde Unterstützung für Optimus unter Linux bewog Linus Torvalds bei einer Rede im Sommer 2012 zu einem Wutausbruch. Der Grafikkartenhersteller sei die schlimmste Firma überhaupt bei der Zusammenarbeit mit den Kernel-Entwicklern, sagte Torvalds. Der für seine harsche Kritik bekannte Linux-Erfinder ließ sich damals außerdem zu den Worten "Fuck you, Nvidia!" hinreißen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. beide Spiele zu Ryzen 9 3000 oder 7 3800X Series, eines davon zu Ryzen 7 3700X/5 3600X/7...
  2. 529€
  3. mit Gutschein: NBBX570

muhviehstarrr 15. Aug 2019 / Themenstart

Glaube der EGL Teil fehlt immernoch

divStar 14. Aug 2019 / Themenstart

Unter Ubuntu hatte ich bei meinem Zenbook große Probleme mit Prime. Bumblebee, freie...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


FX Tec Pro 1 - Hands on

Das Pro 1 von FX Tec ist ein Smartphone mit eingebauter Hardware-Tastatur. Der Slide-Mechanismus macht im ersten Kurztest von Golem.de einen sehr guten Eindruck.

FX Tec Pro 1 - Hands on Video aufrufen
iPhone 11 im Test: Zwei Kameras beim iPhone reichen
iPhone 11 im Test
Zwei Kameras beim iPhone reichen

Das iPhone Xr war der heimliche Verkaufsschlager der letzten iPhone-Generation, mit dem iPhone 11 bekommt das Gerät nun einen Nachfolger. Im Test zeigt sich, dass Käufer auf die Kamerafunktionen der Pro-Modelle nicht verzichten müssen, uns stört auch das fehlende dritte Objektiv nicht - im Gegensatz zum Display.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tim Cook Apple-CEO verteidigt die Sperrung der Hongkong-Protestapp
  2. China Apple entfernt Hongkonger Protest-App aus App Store
  3. Smartphone Apple bietet kostenlose Reparatur für iPhone 6S an

iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

    •  /