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Optimus: Nvidia möchte Linux-Hybridgrafik verbessern

Aktuelle Laptops mit Nvidia-Grafik nutzen das sogenannte Advanced Optimus. Der Hersteller will Open-Source-Code dafür zu Linux beitragen.

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Nvidia will Advanced Optimus besser in Linux unterstützen. (Bild: Pixabay)

Auf der Mailingliste der Linux-Grafiktreiberentwickler hat ein Nvidia-Angestellter Ideen zu einem neuen Userspace-API vorgestellt, das eine bessere Unterstützung moderner Hybridgrafiklösungen in Laptops bieten soll. Hintergrund der vorgeschlagenen Änderung ist eine neu eingeführte Technik von Nvidia, die der Hersteller Advanced Optimus nennt.

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Die mangelnde Unterstützung für Optimus unter Linux bewog Linus Torvalds bei einer Rede im Sommer 2012 zu einem Wutausbruch. Seit einigen Jahren unterstützt Nvidia die offizielle Linux-Technik dafür statt einer eigenen Lösung.

Bei dem neueren Advanced Optimus handelt es sich um eine automatische Steuerung, die je nach Anwendung dafür sorgt, dass eine leistungsschwächere integrierte Grafikeinheit oder die Gaming-GPU verwendet wird. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Akkulaufzeit aus, ohne dabei die Performance beim Spielen zu beeinträchtigen. Umgesetzt wird dies über einen sogenannten Mux-Switch, der eine direkte Verbindung vom Panel mit der jeweiligen Grafikeinheit herstellt.

Neue Technik verbessert Optimus

Bei der bisherigen Optimus- und Hybridgrafiklösung wurden die dedizierten GPUs zwar zum Rendern genutzt, die Ausgabe lief aber weiter fast ausschließlich über die iGPU. Letztere wurde so zum Flaschenhals. Einige Laptops führten jedoch auch bisher schon die externen Anschlüsse über die dGPU heraus, so dass zumindest in diesem Fall die Limitierung der iGPU umgangen wurde.

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Zwar könne die aktuelle Kernel-Technik einen Mux-Switch unterstützen. Dies habe jedoch strikte Grenzen und verhindere etwa einen dynamischen Wechsel, während das Panel laufe, hieß es in der E-Mail des Nvidia-Entwicklers. Das vorgestellte API soll darüber hinaus nicht nur neue Funktionen ermöglichen und dabei bestehende Einschränkungen beheben, sondern auch die Kernel-Infrastuktur der Technik insgesamt vereinfachen. Ob und inwiefern die Vorschläge von Nvidia letztlich umgesetzt werden, ist derzeit noch nicht klar.