Opteron A1100: AMDs ARM-Prozessoren für Server sind da

ARM-Kerne verbindet der Nutzer normalerweise mit stromsparenden kleinen Prozessoren. AMDs Erstling Opteron A1100 (Seattle) hingegen braucht viel Energie und soll vor allem dauerhaft rechnen. Zudem bietet er 14 SATA-Anschlüsse und 2 10GbE-Ports für schnelle Netzwerke.

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AMDs Opteron A1100 ist jetzt für den breiten Einsatz verfügbar.
AMDs Opteron A1100 ist jetzt für den breiten Einsatz verfügbar. (Bild: AMD)

Mit dem Opteron A1100 beginnt für AMD offiziell die ARM-Ära in Rechenzentren. Er kommt allerdings reichlich spät. AMD wollte damit eigentlich schon im Frühjahr 2015 starten. Der A1100 ist für Rechenzentren als System on a Chip (SoC) gut ausgestattet, vor allem im Vergleich zu dem, was der Nutzer sonst als ARM-Prozessor in seinem Smartphone herumträgt. Im A1100 stecken maximal acht 64-Bit-fähige Cortex-A57-Kerne, die auf insgesamt 4 x 1 MByte-L2-Cache und einen 8-MByte-L3-Cache zugreifen können.

Dass der A1100 in Server gehört, lässt sich auch an der Anbindung des RAM erkennen. AMD unterstützt Dual-Channel-DDR3- oder DDR4-Speicher (maximal 1.866 MHz) mit jeweils zwei DIM-Modulen. Die Fehlerkorrektor ECC wird ebenfalls unterstützt. Der maximale Speicherausbau liegt bei 64 GByte pro Kanal, also 128 GByte insgesamt. Das geht allerdings nur mit DDR4-RDIMMs. Bei der Verwendung von SO- oder UDIMMs halbiert sich der Wert. Beim Einsatz von DDR3-Speicher sind maximal 32 GByte pro A1100 möglich.

Viele Sata-Anschlüsse und schnelles 10-GBit-Ethernet

Für die Anbindung von Infrastruktur steht dem SoC zudem PCI Express der dritten Generation zur Verfügung. Ingesamt 8 PCIe-Lanes stehen aufteilbar als x8-, x4- oder x2-Konfiguration zur Verfügung. Zudem gibt es 14 Sata-Ports mit jeweils 6 GBit/s und für das Netzwerk sind insgesamt zwei 10GbE-Anschlüsse vorgesehen.

Den Opteron A1100 wird es in ingesamt drei Ausführungen geben: Als A1120, A1150 und A1170. Sie unterscheiden sich vor allem in der Anzahl der Kerne, des L2-Caches und der Taktfrequenz je Kern.

Das kleinste Modell mit nur vier Kernen hat auch nur einen halbierten L2-Cache mit 2 MByte Kapazität. Die Taktfrequenz liegt bei 1,7 GHz je Kern. Der für die Kühlung wichtige TDP-Wert liegt bei 25 Watt. Acht Kerne und 4 MByte L2-Cache gibt es erst mit dem A1150. Für die Kühlung müssen dann 32 Watt berücksichtigt werden. Der A1170 ist mit 2 GHz etwas schneller je Kern aber sonst identisch mit dem A1150. Das gilt auch für den Kühlaufwand.

Storage, NFV und Webserver

Für die Entwicklung auf der AMD-Plattform soll es ab sofort ein "Enterprise class ARM64 developer system" von Softiron geben, das den Namen Overdrive3000 trägt. Es ist aber nicht das erste Entwicklungssystem. Ausgewählte Entwickler hatten schon seit Mitte 2014 Zugriff auf eine ARM64-Plattform von AMD. Der A1100 soll sich insbesondere für Speichersysteme nutzen lassen. Über Partner sollen diverse Systeme auch als Software Defined Storage (SDS) erscheinen. Aber auch der Einsatz in NFV-Systemen (Network Function Virtualization), etwa in Telekommunikationsunternehmen oder als Lösung für Big-Data-Infrastruktur, sieht AMD vor. Auch Webserver wären möglich.

Insgesamt hofft AMD, mit dem A1100 eine Lücke im Servermarkt von Intel zu finden, und dort den A1100 zu positionieren. Der A1100 ist dabei erst der Anfang. Mit K12 will AMD demnächst verbesserte ARM-Kerne anbieten. Allerdings wird es wohl erst im Jahr 2017 Server mit diesem SoC geben.

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ELKINATOR 15. Jan 2016

heir gibt es echt nur idioten:\ 20 jahre also...

HubertHans 15. Jan 2016

20GBit? Ich finde es ja ganz witzig, das AMD da sowas reinloetet. Aber ich zweifle...

HubertHans 15. Jan 2016

Nicht nur das. in der Praxis hat dieser Benchmark keine Relevanz. Denn Programme sind...

HubertHans 15. Jan 2016

Natuerlich! Warum nicht? https://www.alternate.de/Transcend/SO-DIMM-8-GB-DDR3-1333-ECC...



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