Opteron A1100: AMD will Custom-SoCs für ARM-Server entwickeln

Auf der Konferenz Hotchips hat AMD einem Bericht von PC World(öffnet im neuen Fenster) zufolge angekündigt, in Zukunft, wie schon bei seinen x86-Chips, auch ARM-Bausteine nach den Wünschen seiner Kunden herstellen zu wollen. Diese SoCs sollen einer der Nachfolger des Opteron A1100 werden, der das erste ARM-SoC von AMD darstellt.
Noch gibt es allerdings keine ARM-Server mit diesem Baustein, bis Ende des Jahres 2014 sollen sie laut AMD verfügbar sein. Erste Entwicklerplattformen liefert das Unternehmen bereits aus. Sie zeigen vor allem, was sich alles in ein ARM-SoC mit 64 Bit-Kernen packen lässt, nämlich: Acht Cortex-A57-Cores , je zwei Speicherkanäle für DDR3 und DDR4 und maximal 128 GByte RAM pro Sockel. Dazu kommen noch als Schnittstellen SATA, PCI-Express und 10-Gigabit-Ethernet.
Mit dieser umfassenden Ausstattung will AMD potenziellen Kunden offenbar vorführen, wie weit sich die Integration mit ARM-SoCs treiben lässt. Wie das Unternehmen PC World sagte, sollen die Gerätehersteller sich in Zukunft unter anderem aussuchen können, welche Schnittstellen verbaut werden sollen.
Vorgesehen sind die ARM-Opterons nicht wie ihre x86-Pendants für große Datenbanken und Supercomputer, sondern für Anwendungen, die weniger Rechenleistung auf weniger Cores benötigen. Sie profitieren gegenüber Virtualisierung von vielen Maschinen auf einer CPU von der geringeren Leistungsaufnahme von ARM- gegenüber x86-Servern. Eine typische Nutzung ist beispielsweise ein Webserver, der auf einem dedizierten Sockel laufen kann. Hier sind 64 Bit fast zwingend nötig, weil 32-Bit-Kerne wie die derzeit verbreiteten Cortex-A15 nur 4 GByte RAM ansprechen können.