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Opteron A1100: AMD möchte Intels Lücke im Server-Markt ausnutzen

Schneller als ein Atom-Chip und deutlich günstiger als ein flotterer Xeon D: Mit dem ARM-basierten Opteron- Prozessor A1100 plant AMD, eine Lücke in Intels Server -Angebot auszunutzen. Das könnte klappen – sofern Intel nicht an der Preisschraube dreht.
/ Marc Sauter
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Development Kit des A1100 im Micro-ITX-Formfaktor (Bild: AMD)
Development Kit des A1100 im Micro-ITX-Formfaktor Bild: AMD

AMD hat auf den World Hosting Days 2015 eine erste Leistungsprognose des kommenden Opteron-Prozessors A1100 veröffentlicht ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) und uns weitere Details genannt. Der auf ARM-Kernen basierende Server-Chip A1100 soll eine höhere Geschwindigkeit erreichen als Intels Atom C2750 und zugleich sparsamer, besser ausgestattet sowie günstiger sein als der Xeon D-1540.

Der Opteron A1100 ist AMDs erster ARM-Chip, er nutzt acht Cortex-A57-Kerne. Diese sollen mit über 2 GHz taken, genaue Zahlen nennt AMD nicht. Angesichts der 28-nm-Fertigung erwarten wir knapp 3 GHz – so hoch kommen zumindest Mitbewerber wie Applied Micro. Deren erster X-Gene ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) gibt einen guten Ausblick, ob AMDs Opteron Intels Atom C2750 schlagen kann.

Der X-Gene taktet seine acht Cortex A57 auf bis zu 2,4 GHz und ist ersten Tests(öffnet im neuen Fenster) zufolge etwa so flott wie der Atom mit acht Silvermont-Kernen und ebenfalls 2,4 GHz. Sollte AMD wie erwartet höhere Frequenzen erreichen, wäre der Opteron A1100 schneller als der Atom. Weitere Vorteile sind die vier statt zwei Speicherkanäle und zwei 10-GBit-Anschlüsse statt vier 2,5-GBit-Ports.

An den Xeon D-1540 kommt der Opteron nicht heran, dafür ist er ihm anderweitig überlegen: 14 statt 6 Sata-Anschlüsse sind praktisch, zudem soll der A1100 sparsamer sein – AMD macht es sich aber einfach und nimmt die TDP statt Messwerte. Letzter Punkt: Der Opteron soll viel günstiger sein als der Xeon.

Allerdings ist dessen Listenpreis ziemliche Augenwischerei, die meisten Intel-Kunden dürften weniger zahlen. Da der Xeon zudem als Konter gegen alle ARM-basierten Chips gedacht ist, dürfte Intel eher kräftig Rabatt geben, statt Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren.


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