Abo
  • IT-Karriere:

Optane Memory: Intel lässt den Festplatten-Beschleuniger wieder aufleben

Unter der Bezeichnung Optane Memory bringt Intel SSDs mit 3D-Xpoint- statt Flash-Speicher raus. Die Idee ist die gleiche: Die kleinen Kärtchen sollen mit Festplatten kombiniert und als Cache verwendet werden. Testen konnten wir das aber noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Optane Memory im M.2-Format
Optane Memory im M.2-Format (Bild: Intel)

Intel hat den Optane Memory vorgestellt - vorausgegangen waren Ankündigungen seitens Partner wie Lenovo, welche die SSDs in ihren Thinkpads einsetzen wollen. Wer bei Optane Memory an Arbeitsspeicher denkt, liegt falsch: Es handelt sich um SSDs mit 16 oder 32 GByte Kapazität im M.2-2280-Formfaktor, wie er in aktuellen Desktops und Notebooks üblich ist. Statt Flash- wird ebenfalls nichtflüchtiger 3D-Xpoint-Speicher von Intel verlötet.

  • Optane Memory nutzt 3D-Xpoint-Speicher. (Bild: Intel)
  • Der Hersteller sieht viele Anwendungsfälle wo Optane Memory als HDD-Beschleuniger sinnvoll sei. (Bild: Intel)
  • Dazu gehören vor allem die Starts des System sowie von Anwendungen und Programmen. (Bild: Intel)
  • Sysmark-2014-Werte mit und ohne Optane Memory (Bild: Intel)
  • Start von Adobe Photoshop Elements mit und ohne Optane Memory (Bild: Intel)
  • Start von Microsoft Office mit und ohne Optane Memory (Bild: Intel)
  • Optane Memory eignet sich für Desktop-Systeme und Notebooks. (Bild: Intel)
Optane Memory nutzt 3D-Xpoint-Speicher. (Bild: Intel)
Stellenmarkt
  1. Modis GmbH, Berlin
  2. ekom21 - KGRZ Hessen, Gießen

Der Optane Memory wird nicht einzeln als Produkt verwendet, sondern in Kombination mit klassischen Festplatten. Die liefern bis heute ein besseres Gigabyte-/Euro-Verhältnis als Flash-basierte SSDs, sind aber bei der Datentransferrate und vor allem bei der Zugriffszeit drastisch langsamer. Anders 3D Xpoint, der besonders geringe Latenzen aufweisen soll. Wie einst mit Braidwood sowie der 'Smart Response Technology' und wie bei SSHDs wird der Optane Memory daher als Cache vor die Festplatte geschaltet.

Für das System ist er unsichtbar, per Software (Intel Rapid Storage) werden exklusiv unter Windows 10 zu lesende Daten nach ein paar Starts auf den per PCIe Gen3 x2 angebundenen Optane Memory dupliziert. Dadurch soll unter anderem der Boot-Vorgang samt Betriebssystem flotter erfolgen und Programme und Spiele sollen schneller ansprechbar sein. Der 3D-Xpoint-Speicher soll aber auch als Schreib-Cache eingesetzt werden. Im Consumer-Segment spricht Intel von 80 und bei professionellen Anwendern von 114 Fällen, in denen Optane Memory für eine Beschleunigung sorgen soll.

Drastisch schneller als eine HDD - aber was ist mit SSDs?

Passend dazu zeigte der Hersteller mehrere Demos mit Desktopsystemen, in denen der 3D-Xpoint-Cache einem Rechner mit weniger Arbeitsspeicher zu mehr Leistung verhilft, wenn er mit einer Festplatte gekoppelt wird. Besonders drastisch war der Unterschied bei Adobes Photoshop Elements mit 2,5 zu 45,6 Sekunden und bei Microsofts Office Suite mit 13,8 zu 45,5 Sekunden.

Wie sich der Optane Memory gegen eine (NVMe-)SSD mit Flash-Speicher schlägt, verriet Intel nicht. Die Preise für die Steckkarten liegen bei 44 und 77 US-Dollar, was ziemlich viel ist. Die Idee an sich mag gut sein, aber nur, wenn die Kosten und die Leistung überzeugen. Ausprobieren können wir den Optane Memory erst in ein paar Wochen, wenn Intel die Muster zum Testen verschickt - denn entsprechende Thinkpads sind noch nicht lieferbar.

Voraussetzungen für den 3D-Xpoint-Cache sind die 200er-Chipsätze sowie Kaby Lake. Intels Testsystem nutzte aber einen Skylake-Chip.

Nachtrag vom 28. März 2017, 15:09 Uhr

Mittlerweile sind die beiden Produktseiten und das Datenblatt (PDF) online - und widersprechen sich: Die 16-GByte-Variante soll 900 und 145 MByte pro Sekunde lesend sowie schreibend erreichen, das 32-GByte-Modell immerhin 1.350 und 290 MByte pro Sekunde. Das PDF nennt allerdings 1.200 und 280 MByte pro Sekunde (QD4). Die IOPS liegen bei 190K/35K sowie 240K/65K, laut PDF aber bei bis zu 300K/70K (4KQD4). Die Leistungsaufnahme soll zwischen 1 und 3,5 Watt betragen und die Haltbarkeit 182,5 TByte in fünf Jahren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  2. (u. a. beide Spiele zu Ryzen 9 3000 oder 7 3800X Series, eines davon zu Ryzen 7 3700X/5 3600X/7...
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

resstsi 29. Mai 2017

Ich glaube die Meisten von uns haben die Möglichkeiten dieser Technologie noch garnicht...

Sharra 29. Mär 2017

Und grade hier ist der Zeitgewinn gleich Null, wenn man es richtig macht. Arbeitsbeginn...

ms (Golem.de) 28. Mär 2017

Wie erwartet. Die Frage ist: Wie sieht's mit ner 16/32 SSD aus?

Crass Spektakel 28. Mär 2017

Mein Rechner hat 64GB RAM und wird so gut wie nie ausgeschalten oder neugestartet. Fast...

RicoBrassers 28. Mär 2017

Optane hat aktuell 2 Haupteinsatzgebiete: 1.: Als Arbeitsspeichererweiterung --> 3D...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Ideapad S540 - Hands on (Ifa 2019)

Das Ideapad S540 hat ein fast unsichtbares Touchpad, das einige Schwierigkeiten bereitet. Doch ist das Gerät trotzdem ein gutes Ryzen-Notebook? Golem.de schaut es sich an.

Lenovo Ideapad S540 - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Internetprovider: P(y)ures Chaos
Internetprovider
P(y)ures Chaos

95 Prozent der Kunden des Internetproviders Pyur bewerten die Leistung auf renommierten Bewertungsportalen mit der Schulnote 6. Ein Negativrekord in der Branche. Was steckt hinter der desaströsen Kunden(un)zufriedenheit bei der Marke von Tele Columbus? Ein Selbstversuch.
Ein Erfahrungsbericht von Tarik Ahmia

  1. Bundesnetzagentur Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate

Rabbids Coding angespielt: Hasenprogrammierung für Einsteiger
Rabbids Coding angespielt
Hasenprogrammierung für Einsteiger

Erst ein paar einfache Anweisungen, dann folgen Optimierungen: Mit dem kostenlos erhältlichen PC-Lernspiel Rabbids Coding von Ubisoft können Jugendliche und Erwachsene ein bisschen über Programmierung lernen und viel Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Transport Fever 2 angespielt Wachstum ist doch nicht alles
  2. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  3. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle

    •  /