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Bildung: Digitalpakt Schule "ist nach wie vor eine Katastrophe"

Die FDP kritisiert, dass die Mittel für Schulen weiterhin nicht abgerufen werden. Ein großes Problem ist laut Lehrergewerkschaft der Netzausbau in ländlichen Gebieten.
/ Achim Sawall
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Ausnahme: Ein Schüler des Leininger-Gymnasiums in Grünstadt arbeitet mit der digitalen Tafel Nexboard. (Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel)
Ausnahme: Ein Schüler des Leininger-Gymnasiums in Grünstadt arbeitet mit der digitalen Tafel Nexboard. Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die FDP übt Kritik am bisherigen Mittelabfluss beim Digitalpakt Schule. "Der magere Mittelabfluss beim Digitalpakt ist nach wie vor eine Katastrophe", sagte die stellvertretende FDP-Fraktionschefin Katja Suding dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND(öffnet im neuen Fenster)) der Verlagsgesellschaft Madsack. "Dieses Desaster hat Bildungsministerin Karliczek zu verantworten", betonte Suding.

Aus dem Kernbereich des Digitalpakts Schule sind bis Ende 2020 nur etwa zwei Prozent oder 112 Millionen Euro von 5 Milliarden Euro abgeflossen. Das gaben das Bundesbildungsministerium und die Kultusministerkonferenz am 19. Februar 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Während Tausende Schüler und Lehrkräfte während der geschlossenen Schulen keine Ausstattung für digitalen Unterricht hatten, verstauben die Digitalpakt-Milliarden weiter unberührt auf dem Konto des Bildungsministerium", sagte die FDP-Bildungspolitikerin.

Ungleichheit bei der Mittelvergabe beim Digitalpakt Schule

Ilka Hoffmann, im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für das Thema Schule zuständig, sagte dem Netzwerk: "Die Zahlen sind kein Grund zum Jubeln. Die Umsetzung des Digitalpakts lief insgesamt – gerade vor dem Hintergrund des Distanzlernens in der Corona-Pandemie – viel zu langsam."

Weiterhin laufe die Mittelzuweisung nach dem Prinzip "Wer hat, dem wird gegeben", erklärte Hoffmann. Die Gewerkschafterin sagte: "Schulen und Kommunen, die schon vor dem Digitalpakt gut aufgestellt waren, konnten Lücken schließen. Schulen und Regionen, die es schwerer hatten, hängen weiterhin hinterher." Ein großes Problem sei beispielsweise der Netzausbau in ländlichen Gebieten. Aber auch in der Hauptstadt Berlin sind allgemeinbildende Schulen noch kaum mit Glasfaser versorgt.


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