Oppo macht eigene Health-App unverzichtbar

Nervig ist der Hinweis nach der Einrichtung der Oppo Watch, dass wir uns die Heytap-Health-App herunterladen sollen. Der Hinweis lässt sich nicht entfernen. Wir haben zunächst keine Notwendigkeit gesehen, uns Oppos Fitness-App herunterzuladen, da uns Google Fit ausreicht - bis wir die Oppo Watch das erste Mal in den Energiesparmodus geschaltet haben. Dann sorgt Heytap Health für die Verbindung der Oppo Watch zum Smartphone.

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Nur, wenn wir Heytap Health heruntergeladen haben, können wir uns im Energiesparmodus Benachrichtigungen unseres Smartphones anzeigen lassen. Um Heytap Health nutzen zu können, müssen wir uns zwingend ein Benutzerkonto anlegen. Für die Benachrichtigungsanzeige müssen wir der App zudem den Zugriff auf die Android-Benachrichtigungen erlauben. Das bedeutet, dass beispielsweise Textnachrichten von Heytap Health erfasst werden. Das dürfte nicht jedem gefallen.

Wir benötigen im Energiesparmodus die Heytap-Health-App, da die Oppo Watch dann nicht mehr den Snapdragon 3100 mit Wear OS, sondern den Apollo-3-SoC mit Color OS Watch verwendet - ein Oppo-eigenes, wesentlich einfacheres Betriebssystem. Entsprechend taucht die Uhr dann auch als nicht verbunden in der Wear-OS-App auf unserem Android-Smartphone auf. Im Energiesparmodus wird uns die Zeit angezeigt, gleichzeitig können wir aber auch noch unsere Schritte zählen und unseren Puls messen lassen.

Energiesparmodus mit Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungsanzeige in Color OS Watch ist rudimentärer als die in Wear OS. Per Whatsapp verschickte Emojis kann die Oppo Watch im Energiesparmodus nicht mehr darstellen, auch können wir Textnachrichten nicht mehr über die Uhr beantworten. Für einen Energiesparmodus ist das immer noch besser als nichts, der Umweg über Oppos Health-App gefällt uns insgesamt aber eher weniger. Nutzer müssen an dieser Stelle entscheiden, ob ihnen der Funktionsumfang die Preisgabe persönlicher Daten wert ist - oder den Energiesparmodus alternativ ohne Benachrichtigungen verwenden. Verlängern lässt sich die Nutzungszeit mit dem Sparmodus allemal.

  • Die Oppo Watch erinnert auf den ersten Blick stark an die Apple Watch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Anstelle einer Krone wie die Apple Watch hat die Oppo Watch allerdings zwei Buttons an der rechten Seite. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Oppo Watch läuft standardmäßig mit Wear OS, hier die App-Übersicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Wir können mit der Oppo Watch verschiedene sportliche Aktivitäten aufzeichnen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist ein Pulsfrequenzmesser eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Verarbeitungsqualität der Oppo Watch ist gut, die Akkulaufzeit aber viel zu kurz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der eingebaute Lautsprecher ist zu leise. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Armband ist für unser Handgelenk mit Standardmaßen schon fast zu klein. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Geladen wird die Oppo Watch über eine magnetische Ladeschale. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die Oppo Watch läuft standardmäßig mit Wear OS, hier die App-Übersicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Und das ist im Alltag auch bitter nötig: Wir können auf den Energiesparmodus nicht verzichten, denn die Akkulaufzeit ist im Wear-OS-Modus viel zu kurz. Haben wir die Uhr über Nacht aufgeladen und sie um 8:15 Uhr vom Ladekabel getrennt, erreicht sie bereits nach 11,5 Stunden die 5-Prozent-Marke beim Ladestand. Dann schaltet die Smartwatch automatisch in den Energiesparmodus und bietet wesentlich weniger Funktionen - bei Verzicht auf die Heytap-Health-App sogar keine Benachrichtigungen mehr. Die Nutzungsdauer unter Wear OS liegt also deutlich unter den 24 Stunden, die Oppo als mögliche Laufzeit des 300-mAh-Akkus vorgibt.

Wie Oppo auf diese Laufzeit kommt, ist uns schleierhaft. Selbst unter Berücksichtigung der verwendeten Formulierung "bis 24 Stunden" halten wir die Differenz zu unserer gemessenen Nutzungszeit für zu hoch. Dabei haben wir keine Trainingseinheiten aufgezeichnet, sondern die Uhr im alltäglichen Betrieb für Benachrichtigungen und den gelegentlichen Blick auf das Wetter verwendet.

Die Akkulaufzeit reduziert sich noch schneller, wenn wir eine der vorinstallierten Anwendungen nutzen - beispielsweise die hübsch gemachten 5-Minuten-Übungen. Eine 24-stündige Laufzeit unter Wear OS scheint uns nur dann möglich zu sein, wenn wir die automatische Herzfrequenzmessung ausschalten und auf viele alltägliche Nutzungsmöglichkeiten verzichten. Das sollte Oppo dann auch so kommunizieren.

Galaxy Watch3

Kein guter Schutz vor Wasser

Ein weiteres Problem im Alltag könnte für manche Nutzer der fehlende Wasserschutz sein. Die Oppo Watch ist dem Hersteller zufolge bis drei Meter wasserdicht - normalerweise bedeutet dies, dass man sich mit einer derartigen Uhr maximal die Hände waschen kann. Wir würden mit der Smartwatch nicht schwimmen gehen, aus Sorge, dass das Gehäuse dies nicht aushält.

Die Verarbeitung des Gehäuses aus Aluminium und Kunststoff ist ansonsten tadellos, generell macht die Oppo Watch einen hochwertigen Eindruck. Dank eingebauter Lautsprecher können wir die Uhr auch als Freisprechanlage verwenden. Die Lautstärke ist allerdings verhältnismäßig niedrig, so dass wir die Oppo Watch nah ans Ohr halten müssen.

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