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Oppo N1 Cyanogenmod im Test: Das Smartphone für Flash-Faule

Das Oppo N1 ist das erste Smartphone, das auch mit der alternativen Android-Distribution Cyanogenmod erhältlich ist. Mit seinem 6-Zoll-Display, der drehbaren Kamera und der mitgelieferten Fernbedienung hat es eine interessante Ausstattung – unter Cyanogenmod aber mit einigen Einschränkungen.
/ Tobias Költzsch
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Das Oppo N1 ist das erste Android-Smartphone, das auch mit Cyanogenmod als Betriebssystem bestellt werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Oppo N1 ist das erste Android-Smartphone, das auch mit Cyanogenmod als Betriebssystem bestellt werden kann. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Mit dem N1 hat Oppo nicht nur das erste Smartphone mit drehbarer 13-Megapixel-Kamera veröffentlicht, sondern auch das erste Gerät, bei dem ab Werk die alternative Android-Distribution Cyanogenmod (CM)(öffnet im neuen Fenster) aufgespielt ist. Bereits Oppos erstes in Europa bekanntes Smartphone, das Find 5 , wurde von den CM-Programmierern unterstützt, nun sind die Entwickler zusammen mit dem chinesischen Hersteller einen Schritt weiter gegangen.

Oppo N1 Cyanogenmod – Test
Oppo N1 Cyanogenmod – Test (03:54)

Die Cyanogenmod-Version des N1 ist limitiert und kommt in einer speziellen Box mit CM-Aufklebern und einer cyanfarbenen Schutzhülle. Äußerlich unterscheidet sich das CM-Modell nicht vom normalen, weißen N1, auf dem Android 4.2 und Oppos Benutzeroberfläche Color OS laufen.

Drehbare Kamera

Hervorstechendes Merkmal des N1 ist die um 206 Grad drehbare 13-Megapixel-Kamera. In der Standardposition dient sie als rückseitige Kamera, dreht der Nutzer das Kameramodul nach vorne, kann er die Kamera für Videotelefonie oder Selbstporträts nutzen. In den Zwischenpositionen ermöglicht sie dem Nutzer, Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven aufzunehmen.

Bei einer Drehung von ungefähr 135 Grad dreht das N1 das Kamerabild, damit es in der Frontstellung nicht auf dem Kopf steht. Diese Schwelle ist gut gewählt, da der Nutzer das N1 so auch mit nach vorne gerichteter Kamera auf einen Tisch legen kann, ohne dass sich das Bild dreht. So können auch Gruppenbilder mit dem Selbstauslöser gemacht werden.

Der Drehmechanismus der Kamera ist gut umgesetzt: Das Modul sitzt wackelfrei in seiner Halterung und lässt sich erst nach leichtem Druck bewegen, was eine versehentliche Drehung in der Tasche ausschließen sollte. Das Kameramodul ist generell so fest in seiner Halterung angebracht, dass es sich in keiner Aufnahmeposition von alleine bewegt. In der Standardposition, also mit der Kamera auf der Rückseite, fügt sich das Modul plan in das Gehäuse ein.

13 Megapixel für Videotelefonie und Selbstportraits

Wird die Kamera komplett nach vorne gedreht, rastet sie in der Endposition leicht ein. In dieser Stellung zeigt sie, schaut der Nutzer frontal auf das N1, etwas nach unten – ideal, um das Smartphone vor sich auf den Tisch zu legen und über Video zu telefonieren.

Zwei Blitze – theoretisch

Oppo hat beim N1 gleich zwei LED-Fotolichter eingebaut. Eine LED dient als Blitz für Fotos mit der Kamera in Normalposition, also auf der Rückseite des Smartphones. Dieser ist stark genug, um den Hintergrund eines Motivs auszuleuchten. Das zweite, weniger starke Fotolicht hat einen eingebauten Diffusor und wird bei Selbstportraits genutzt – allerdings nicht bei der Cyanogenmod-Version des N1.

Hier wird immer nur das helle Kameralicht verwendet, das bei Selbstportraits häufig zu grell ist und zu Fotos führt, auf denen der Fotografierte die Augen zukneift. Unter Color OS kann die Helligkeit des Blitzes reguliert werden – auch das funktioniert beim Cyanogenmod-N1 nicht.

Die Kamera des N1 ist laut Oppo die erste Android-Smartphone-Kamera mit sechs Linsen. Die maximale Blendenöffnung von f/2.0 soll auch gute Bilder in dunkleren Umgebungen ermöglichen. Einen Bildstabilisator hat die Kamera nicht.

Durchschnittliche Bildqualität

Die Qualität der Fotos ist insgesamt weniger gut, als wir nach den Ankündigungen von Oppo erwartet hatten. Sie ist eher durchschnittlich und in unseren Augen weniger gut als die des Galaxy S4. Hauptproblem der N1-Kamera ist die Schärfe, die vor allem bei Objekten fehlt, die sich nicht direkt vor der Linse befinden. Dadurch wirken besonders Details oft verwaschen und unscharf.

Die Belichtung hingegen stimmt meist, auch der automatische Weißabgleich arbeitet meistens fehlerfrei. Der Autofokus braucht allerdings oft etwas länger, bis er scharf gestellt hat. Blitzaufnahmen von nahe stehenden Personen sind anständig ausgeleuchtet und sehen gut aus. Auch Aufnahmen in dunkleren Umgebungen ohne Blitz sind gut belichtet, das Bildrauschen hält sich dabei in Grenzen und stört nicht sonderlich.

Die Kamerasoftware ist, anders als beim N1 mit Color OS, keine Eigenentwicklung Oppos, sondern die Standard-App von Cyanogenmod. Diese bietet neben einem Panoramamodus, einer Automatikeinstellung und wählbaren Aufnahmeszenen auch einen Verschönerungsmodus, bei dem aufgenommene Personen per Software glattgebügelt werden.

Übertriebene HDR-Einstellung

Wenig nützlich fanden wir die HDR-Einstellung, da sie viel zu stark in die Belichtung eingreift und sich nicht regulieren lässt. Das Resultat sind unnatürlich wirkende, überschärfte Bilder. Eigenartigerweise sind zudem alle Farben in den Bildern nach oben verschoben, wenn der Nutzer die Bildgröße auf 12 Megapixel (4:3) stellt.

Bluetooth-Fernbedienung für die Kamera

Zum N1 wird eine Bluetooth-Fernbedienung für die Kamera mitgeliefert. Das O-Click genannte Gerät ist in etwa so groß wie ein altes Fünf-Mark-Stück, eine Batterie ist ebenfalls beigefügt. Die O-Click zu öffnen, stellt sich als etwas umständlich heraus und hat das Zeug zum Fingernagelkiller.

Mit der O-Click kann die Kamera des N1 fernausgelöst werden, beispielsweise für Gruppenbilder. Außerdem kann ein Alarm auf dem N1 ausgelöst werden, wenn der Nutzer das Smartphone verlegt hat. Bei der Cyanogenmod-Version des Smartphones ist die Fernbedienung momentan aber noch nutzlos: Über Bluetooth lässt sie sich mit dem N1 verbinden, über die speziellen O-Click-Einstellungen findet aber keine Koppelung statt. Cyanogenmod und Oppo ist das Problem bekannt, offenbar wird bereits an einer Lösung gearbeitet(öffnet im neuen Fenster) .

Cyanogenmod als Betriebssystem

Das Oppo N1 ist das erste Smartphone, das ab Werk mit der alternativen Android-Distribution Cyanogenmod bestellt werden kann. Das Cyanogenmod-N1 kommt mit der Version CM10.2, die auf Android 4.3 basiert. In der Standard-Variante wird das Smartphone mit Android 4.2 und der Oppo-Benutzeroberfläche Color OS ausgeliefert.

Künftige Updates können Nutzer drahtlos über die Systemsteuerung herunterladen. Offenbar setzt Cyanogenmod ähnlich wie bei der Installation über den Cyanogenmod Installer auf einen separaten Aktualisierungszyklus, der dem Nutzer keine aktuellen, aber potenziell instabilen Nightly Builds anbietet. CM10.2 wurde für das N1 an einigen Stellen sichtbar modifiziert, um auf die speziellen Eigenschaften des Smartphones einzugehen. So findet der Nutzer in den Einstellungen unter Sprache & Eingabe auch einen Unterpunkt für das O-Touch-Pad auf der Rückseite. Wie beschrieben, funktionieren das O-Click und die Blitzsteuerung nicht.

Weitreichende Einstellungsmöglichkeiten

Ansonsten findet der Nutzer die von CM10.2 gewohnten Funktionen wie beispielsweise den Privacy Guard : Im Untermenü Datenschutz des Sicherheit-Menüs kann der Nutzer für jede einzelne App einstellen, dass sie keine persönlichen Daten verwenden kann. Anstelle des Adressbuchs wird dann beispielsweise einfach eine leere Datei übermittelt.

Auch die Taktfrequenz des SoC lässt sich bei Cyanogenmod einstellen. Dazu müssen die Entwickleroptionen durch mehrmaligen Druck auf die Build-Nummer im Menü "Über das Telefon" aktiviert werden. Wie gewohnt kann der Nutzer auch deutlich mehr Einstellungen an der Statusleiste, dem Startbildschirm und anderen Elementen vornehmen als bei anderen Android-Distributionen.

Der Nutzer kann das N1 im Standby-Modus durch Gesten auf dem ausgeschalteten Bildschirm steuern. Ein Kreis öffnet die Kamera-App, ein "V" aktiviert die Taschenlampenfunktion. Hört der Nutzer Musik, wechselt ein stilisierter Pfeil nach links oder rechts den Titel, zwei Finger von oben nach unten stoppen die Wiedergabe. Ein Doppeltipp weckt das Smartphone aus dem Standby-Zustand.

Stabile Leistung mit Cyanogenmod

Insgesamt läuft Cyanogenmod stabil und zuverlässig auf dem N1 und bietet die gewohnten Vorteile gegenüber Stock-Android und anderen Herstellervarianten – es ist umfangreicher als das reine Android der Nexus-Geräte, aber nicht so vollgestopft mit für manche Nutzer unnützen vorinstallierten Programmen wie etwa Samsungs Touchwiz.

Ärgerlich ist, dass einige der Besonderheiten des N1 unter Cyanogenmod nicht funktionieren – zumindest noch nicht. Hoffentlich bessern Oppo und Cyanogenmod hier bald nach.

Großes, beeindruckendes Display

Das LC-Display des Oppo N1 ist 5,9 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Das ergibt eine Pixeldichte von 377 ppi. Aufgrund der hohen Auflösung werden Bildschirminhalte scharf wiedergegeben, einzelne Pixel sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Treppeneffekte sind auch bei kleiner Schrift nicht sichtbar.

Farben gibt der Bildschirm natürlich und mit angenehmem Kontrast wieder. Egal ob der Nutzer spielt, surft oder ein Video schaut – das Display überzeugt uns in jeder Situation durch eine qualitativ hochwertige Bilddarstellung. Dabei ist es sehr blickwinkelstabil: Die Farben invertieren nicht, auch die Helligkeit nimmt kaum ab.

Schmutzresistenter Bildschirm

Das Display wird durch Gorilla-Glas in der neuen dritten Version gegen Kratzer geschützt. Fingerabdrücke und Schmutz bleiben auf dem Deckglas kaum haften.

Der Lagesensor des Oppo N1 reagiert ohne nennenswerte Verzögerung. Der Helligkeitssensor lässt sich dank Cyanogenmod umfassend einstellen. So kann der Nutzer sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit als auch die einzelnen Schwellwerte der Helligkeitsreduzierung bestimmen. In den Standardeinstellungen hat uns das Smartphone zu oft die Helligkeit reguliert, zudem empfanden wir die untere Schwelle als zu hoch angesetzt: Der Bildschirm des N1 war uns im Dunklen nicht dunkel genug.

Gehäuse mit Aluminiumrahmen

Das Gehäuse des N1 ist aus mattem Kunststoff, um den Rand des Smartphones ist ein Aluminiumrahmen angebracht. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet – die Spaltmaße sind so gering, dass praktisch keine Lücken zwischen den einzelnen Teilen auftreten.

Groß, aber nicht unhandlich

Das N1 misst 171 x 82,4 x 9,3 mm und wiegt 216 Gramm. Trotz der Größe liegt es gut in der Hand. Allerdings können auch Nutzer mit großen Händen nicht alle Stellen des Bildschirms mit dem Daumen erreichen. Für Anwender mit kleinen Händen dürfte das N1 wie andere 6-Zoll-Geräte zu groß sein. Auch passt es nur noch bedingt in Hosentaschen.

Das Oppo N1 hat neben dem üblichen Einschaltknopf und der Lautstärkewippe drei Soft-Touch-Tasten unterhalb des Displays. Dies sind die Android-Tasten Menü, Home und Zurück. Eine Taste für die Taskübersicht fehlt, diese kann über einen Doppeltipp auf die Home-Taste aufgerufen werden.

Der einzelne Lautsprecher am unteren Rand gibt Musik mit kaum wahrnehmbaren Bässen wieder, die Höhen sind allerdings angenehm und verzerren nicht. Über den vorinstallierten DSP-Audiomanager kann der Lautsprecherklang merklich beeinflusst werden. Die maximale Lautstärke ist durchschnittlich.

Gewöhnungsbedürftiges Touchpad auf der Rückseite

Auf der Rückseite befindet sich ein extra gekennzeichnetes, ungefähr 30 x 40 mm großes Touchpad. Dieses O-Touch genannte Pad ermöglicht es dem Nutzer, mit dem Zeigefinger Touch-Eingaben vorzunehmen – beispielsweise kann er damit durch Menüs blättern, Browser-Seiten scrollen oder die Kamera auslösen. Praktisch ist auch die Steuerung von E-Book-Apps, beispielsweise Amazons Kindle-Reader.

Dauerhaft eingeschaltet empfanden wir O-Touch aber als nervig. Zwar reagiert das Pad recht gut, befindet sich aber an einer Stelle, über die die meisten Nutzer andauernd mit ihrem Zeigefinger streichen dürften. Dadurch werden häufig unbeabsichtigt Aktionen ausgelöst. Außerdem ist das Touch-Feld mit dem Finger nicht sofort erfühlbar, die Scroll-Funktion ist zudem nicht im Chrome-Browser nutzbar.

Snapdragon 600 und 2 GByte RAM

Im Inneren des Oppo N1 arbeitet ein Snapdragon-600-Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,7 GHz. Das gleiche Modell ist auch im HTC One verbaut. Der Arbeitsspeicher ist beim N1 2 GByte groß, das Cyanogenmod-Modell gibt es ausschließlich mit 16 GByte Flash-Speicher. Das Standard-N1 mit Android 4.2 und der Benutzeroberfläche Color OS gibt es auch mit 32 GByte eingebautem Speicher. Einen Steckplatz für Mikro-SD-Karten hat das N1 nicht.

Der Speicher ist in einen internen Speicher und einen SD-Speicher aufgeteilt – womit die fest eingebaute Speicherkarte gemeint ist. Im internen Speicher stehen dem Nutzer beim Cyanogenmod-N1 knapp 3 GByte zur Verfügung, auf der SD-Karte knapp 10 GByte. Apps werden im kleineren internen Speicher installiert, können aber auf die SD-Karte verschoben werden. Deutlich komfortabler wäre es, wenn Oppo die beiden Speicherbereiche zu einem verbunden hätte.

Das N1 unterstützt Quad-Band-GSM und UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.700, 1.900 und 2.100 MHz. Auf den Einbau eines LTE-Moduls hat Oppo leider verzichtet. WLAN beherrscht das Smartphone nach 802.11a/b/g/n, also auf den beiden Frequenzen 2,4 und 5 GHz. Der schnelle Standard ac wird nicht unterstützt. Bluetooth läuft in einer unbekannten Version, ein NFC-Chip und ein GPS-Empfänger sind eingebaut.

Überdurchschnittlich lange Akkulaufzeit

Der nicht ohne weiteres wechselbare Akku des N1 hat eine Nennladung von 3.610 mAh. Unter voller Auslastung des Prozessors hält er 3,5 Stunden durch – ein guter Wert. Einen 1.080p-kodierten Film können wir fast 8 Stunden lang schauen, bis der Akku leer ist – in Anbetracht des großen Bildschirms und der hohen Auflösung ebenfalls ein sehr guter Wert.

Auch bei intensiver Nutzung mit Spielen, Surfen, Videos schauen und der Nutzung sozialer Netzwerke hatten wir am Abend noch 20 bis 30 Prozent Akkuladung übrig. Nutzer, die ihr Smartphone seltener am Tag verwenden, dürften mit dem N1 gut zwei Tage lang ohne Laden auskommen.

Spiele laufen flüssig

Das Cyanogenmod-N1 reagiert sehr schnell auf Eingaben und läuft absolut flüssig in den Menüs. Auch mehrere offene Apps bringen das Smartphone nicht zum Stocken. Im Stock-Browser werden Internetseiten ruckelfrei angezeigt, bei Chrome kommt es wie üblich zu kleinen Haklern.

Dank des Snapdragon-600-Prozessors laufen auch grafisch aufwendige Spiele wie Dead Trigger 2 und Riptide GP2 flüssig. Auf dem großen scharfen Display sehen sie zudem äußerst gut aus.

Gute Benchmark-Ergebnisse

Die Leistung des N1 spiegelt sich in den Benchmark-Ergebnissen wider. Im Geräte-Benchmark Geekbench 3 erreicht das N1 im Single-Modus 658 Punkte, im Multi-Modus 2.066 Zähler. Damit schneidet das N1 etwas besser ab als das HTC One, das den gleichen Prozessor hat und jeweils 634 und 1.817 Punkte erreicht. Das neue Nexus 5 schafft im Vergleich 822 und 2.555 Zähler.

Im Grafikbenchmark GFX Benchmark kommt das N1 beim Egypt-HD-Test auf einen Onscreen-Wert von 37 fps – das HTC One schafft hier mit 39 fps einen vergleichbaren Wert. Im anspruchsvolleren T-Rex-HD-Test erreicht das N1 einen Onscreen-Wert von 14 fps – genauso viel wie das HTC One. Damit liegt auch das N1 hinter dem Nexus 5, das im Egypt-Test 49 fps und im T-Rex-Test 24 fps schafft.

Im 3DMark von Futuremark erreicht das N1 im Icestorm-Extreme-Test 5.990 Punkte, im Icestorm-Unlimited-Test 9.929 Zähler. Diese Werte liegen unter denen aktueller Top-Geräte wie dem Nexus 5 und dem Galaxy S4 von Samsung. Auch das HTC One schafft im Extreme-Test knapp 1.000 Punkte mehr. Den normalen Icestorm-Test hat das N1 ausgereizt (Maxed Out). Im Javascript-Benchmark erreicht das N1 2.810 Punkte.

Verfügbarkeit und Fazit

Das Oppo N1 in der Cyanogenmod-Version kann über den europäischen Onlineshop von Oppo(öffnet im neuen Fenster) bestellt werden und kostet wie die Standardversion(öffnet im neuen Fenster) 450 Euro. Das CM-Modell gibt es nur in Weiß und nur mit einer Speicherausstattung von 16 GByte. Das CM-N1 ist nur in einer limitierten Version erschienen, Interessenten sollten sich also womöglich mit einer Bestellung beeilen. Oppo selbst gibt nicht an, auf wie viele Stück es limitiert ist. Das Standard-N1 mit Android 4.2 und der Benutzeroberfläche Color OS kostet ebenfalls 450 Euro, ist für 480 Euro aber auch in einer 32-GByte-Version erhältlich.

Fazit

Das Oppo N1 ist ein gelungenes Smartphone, das mit seinem großen, hochwertigen Display, einem gut verarbeiteten Gehäuse und einem drehbaren Kameramodul überzeugt. Dank Cyanogenmod als Betriebssystem läuft das N1 sehr flüssig und reagiert sehr schnell: Apps starten ohne große Verzögerung, das Smartphone reagiert auch mit mehreren offenen Apps nahezu verzögerungsfrei. Zum schlanken Betriebssystem ohne unnötige Bloatware kommen die sinnvollen Ergänzungen von Cyanogenmod, sowohl im Sicherheitsbereich als auch bei den Systemeinstellungen und den Einstellungen der Benutzeroberfläche.

Leider wird der positive Eindruck vom Zusammenspiel zwischen dem N1 und CM10.2 etwas durch die Tatsache getrübt, dass nicht alle Funktionen des N1 unter Cyanogenmod verwendet werden können. Dazu zählen explizite Ausstattungsmerkmale wie die Bluetooth-Fernbedienung O-Click oder der spezielle Portraitblitz. Hier sollten Oppo und Cyanogenmod nachbessern, um den vollen Funktionsumfang auch beim CM-Modell des N1 zu gewährleisten. Die Möglichkeit, die Oppo-ROM mit Color OS auf das N1 zu flashen, dürfte für die meisten der CM-N1-Käufer als Alternative eher nicht infrage kommen.

Trotz der Beweglichkeit der Kamera und den sich dadurch ergebenden Möglichkeiten für Kreativität konnte uns die Qualität der Fotos des N1 nicht komplett überzeugen – die Bilder entsprechen eher dem Durchschnitt. Hier hätten wir uns nach der Beschreibung von Oppo doch mehr versprochen. Auch die fehlende LTE-Unterstützung ist ein kleiner Wermutstropfen.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein großes Android-Smartphone zu kaufen, sollte das Oppo N1 in der Cyanogenmod-Version trotzdem in die engere Auswahl nehmen. Für einen Preis von 450 Euro gibt es in dieser Größenklasse nur wenige Konkurrenzgeräte mit vergleichbarer Hardwareausstattung, die langfristig eine zuverlässige Aussicht auf aktuelle Android-Versionen haben.


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