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Operative Grundlage nicht vorhanden: KI-Projekte scheitern an komplexer Verwaltung

Die Skalierung von Anwendungen in der Cloud behebt zudem nicht das Problem, dass Firmendaten sinnvoll mit KI verknüpft werden müssen.
/ Mike Faust
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KI-Unternehmen müssen ihren Kunden auch Lösungen abseits von Chatbots anbieten. (Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect)
KI-Unternehmen müssen ihren Kunden auch Lösungen abseits von Chatbots anbieten. Bild: Jonathan Raa via Reuters Connect

In den letzten zwei Jahren wurden mehr als die Hälfte aller KI-Projekte in Unternehmen verschoben oder abgebrochen, weil sich die notwendige Infrastruktur als zu komplex herausgestellt hat.

Wie The Register unter Berufung auf eine Studie des Datenuntersuchungsunternehmens DDN berichtet(öffnet im neuen Fenster) , gaben etwa zwei Drittel der 600 befragten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an, dass ihre KI-Umgebungen zu komplex für die Verwaltung seien.

Große Begeisterung trifft auf fehlende Infrastruktur

Der CEO von DDN, Alex Bouzari, sagte The Register, das es in Unternehmen zwar große Begeisterung für den Einsatz von KI gebe, "die notwendige Infrastruktur, die Rechenleistung und die operative Grundlage für den Betrieb" aber schlichtweg fehle.

Das spiegele sich auch in den Finanzen wider, so Bouzari. "IT-Projekte verzögern sich, GPUs werden nicht voll ausgelastet und die Stromkosten steigen" , was sich für viele Unternehmen nicht rechne.

Zwar seien 97 Prozent der befragten Entscheidungsträger davon überzeugt, dass die Skalierung von KI in der Cloud erfolgen müsse, Bouzari hält dies aber nicht für eine Lösung der Infrastrukturprobleme.

KI-Anbieter müssen Schulungen anbieten

Er ergänzte, dass die gleichen Herausforderungen, die lokal existierten, auch in der Cloud präsent blieben. Auch hier würden einheitliche Datenund eine skalierbare Orchestrierung benötigt.

Es müssten daher interne Schulungsprozesse für den Umgang mit Daten und KI eingeführt werden, die laut Bouzari von den KI-Anbietern gefördert werden könnten. Diese wüssten, "wie man komplexe, schlüsselfertige Geschäftslösungen für Unternehmen implementiert" , was sich dann auch in einem gesteigertem Return-on-Investemnt niederschlagen würde.

Anstatt standardmäßig auf Kundenservice-Chatbots zurückzugreifen, sollten Anbieter und Berater dabei helfen, Lösungen zu finden, die die Daten des Unternehmens mit KI verknüpfen. Zu einem ähnlichen Schluss kam im Dezember 2025 auch eine von Gartner durchgeführte Studie .


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