Operation Payback: USA klagen 13 mutmaßliche Hacker von Anonymous an

Aus Protest gegen die Schließung von Pirate Bay hat das Hackerkollektiv Anonymous vor drei Jahren zahlreiche Websites attackiert. Deswegen müssen sich nun 13 mutmaßliche Mitglieder vor Gericht verantworten.

Artikel veröffentlicht am ,
Demonstranten tragen die Guy-Fawkes-Maske, das Symbol von Anonymous.
Demonstranten tragen die Guy-Fawkes-Maske, das Symbol von Anonymous. (Bild: Johanna Leguerre/AFP/Getty Image)

Die USA haben Anklage gegen 13 mutmaßliche Mitglieder des Hackerkollektivs Anonymous erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, vom 16. September 2010 bis mindestens zum 2. Januar 2011 an einem "weltweiten Komplott" teilgenommen zu haben, um mit Attacken auf Internetseiten gegen die Schließung der Filesharing-Plattform The Pirate Bay sowie gegen die Finanzblockaden von Wikileaks zu protestieren. Zu den Angriffszielen der Operation Payback oder "Operation: Payback is a bitch" gehörten der Anklageschrift zufolge Regierungseinrichtungen, Handelsorganisationen, Einzelpersonen, Anwaltskanzleien und Finanzinstitutionen.

Stellenmarkt
  1. Projektverantwortliche:r - Infotainment Diagnose
    IAV GmbH, Gifhorn
  2. Data Management Engineer (m/w/d)
    AIXTRON SE, Herzogenrath
Detailsuche

Die Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) wurden demnach mit dem Tool Low Orbit Ion Canon (LOIC) ausgeführt. Zu den ersten Zielen gehörten die Recording Industry Association of America (RIAA), die Motion Picture Association of America (MPAA), die US-Urheberrechtsbehörde sowie die Finanzfirmen Visa, Mastercard und Bank of America. Der genannte Schaden scheint aber eher gering zu sein. Durch die Angriffe seien mindestens zehn Computer beschädigt worden und dadurch ein Verlust von "mindestens 5.000 Dollar" entstanden.

IRC-Chats ausgewertet

In der Anklageschrift des Bundesbezirksgerichts des Eastern District of Virgina werden fast hundert Einzelfälle aufgelistet. Dabei zitieren die Ermittler aus IRC-Chats der Channels #command, #saveTPB, #savethepiratebay und #operationpayback. Diese sollen Aufschluss darüber geben, wie die monatelangen Attacken koordiniert und Angriffsziele ausgesucht wurden. Als nach der Veröffentlichung der US-Botschaftsdokumente im November 2010 der Druck auf die Enthüllungsplattform Wikileaks groß wurde, weiteten die Verdächtigen demnach die Operation Payback auf Firmen aus, die ihre Zusammenarbeit mit Wikileaks beendet hatten. Die 13 Angeklagten sind Medienberichten zufolge zwischen 16 und 65 Jahre alt und leben in 13 verschiedenen US-Bundesstaaten.

Im Zusammenhang mit der Operation Payback hat es schon zuvor Verhaftungen gegeben. So hatte im Dezember 2012 ein Londoner Gericht einen damals 22 Jahre alten Briten wegen der DDoS-Attacken verurteilt. Nach Angaben der Behörden war dabei allerdings ein Schaden von 3,5 Millionen britischen Pfund, umgerechnet etwa 4,2 Millionen Euro, entstanden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


llinalluna 24. Okt 2013

also die Anonymous Macbook Sticker sind genial http://www.amazon.de/Anonymous-Apple...

_PyroPanda_ 05. Okt 2013

Arbeitszeit von Admins, Gewinnentgang durch fehlende Onlinepresenz,.... Die 5000 ¤ sind...

_PyroPanda_ 05. Okt 2013

Der Kern von Anonymous ist serwohl eine (mehr oder weniger lokere) Gruppe von...

idk 04. Okt 2013

Na hui. Rentnerhacker xD



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  2. Umweltschutz: Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling
    Umweltschutz
    Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling

    Ein neu entdecktes Enzym soll das biologische Recycling von Kunststoff deutlich beschleunigen.

  3. Homeoffice: Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett
    Homeoffice
    Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett

    Der Bildschirm über dem Kopf, die Tastatur hängt herab: Das Homeoffice aus dem Bett heraus funktioniert - mit Handwerk und Kreativität.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /