Abo
  • IT-Karriere:

Operation Payback: 13 Anonymous-Mitglieder bekennen sich schuldig

Für die DDoS-Angriffe auf Paypal 2010 haben sich 13 mutmaßliche Mitglieder der Gruppe Anonymous vor einem kalifornischen Gericht schuldig bekannt. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft und Geldbußen in Höhe von 250.000 US-Dollar.

Artikel veröffentlicht am ,
Demonstranten tragen die Guy-Fawkes-Maske, das Symbol von Anonymous.
Demonstranten tragen die Guy-Fawkes-Maske, das Symbol von Anonymous. (Bild: Johanna Leguerre/AFP/Getty Images)

13 Angeklagte im Alter zwischen 22 und 44 Jahren haben sich vor einem Bundesgericht im kalifornischen Santa Cruz zu den DDoS-Angriffen auf den Online-Bezahldienst Paypal für schuldig bekannt. Sie wurden der Verschwörung und der absichtlichen Beschädigung eines abgesicherten Rechners angeklagt. Bis zur Urteilsverkündung in einem Jahr sind sie auf Kaution frei.

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Erfurt
  2. Hays AG, Hamburg

Der Anklagepunkt der Verschwörung ist nach US-Recht eine schwere Straftat (18 United States Code 1030[b], Felony) und kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 250.000 US-Dollar geahndet werden. Die Beschädigung eines Rechners kann als schwere oder minderschwere Straftat gewertet werden. Offenbar als Gegenleistung für ein Schuldbekenntnis wurde das als minderschwere Straftat (Misdemeanor) gewertet. Dennoch drohen den Anklagten dafür bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von 100.000 US-Dollar. Zieht ein Angeklagter sein Schuldgeständnis bis zur Urteilsverkündung zurück, könnte sich das Strafmaß auf bis zu zehn Jahren erhöhen.

Angriffe im Rahmen von Operation Payback

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, vom 16. September 2010 bis mindestens zum 2. Januar 2011 an einem "weltweiten Komplott" teilgenommen zu haben, um mit Attacken auf Internetseiten gegen die Schließung der Filesharing-Plattform The Pirate Bay sowie gegen die Finanzblockaden von Wikileaks zu protestieren. Zu den Angriffszielen der Operation Payback oder "Operation: Payback is a bitch" gehörten der Anklageschrift zufolge Regierungseinrichtungen, Handelsorganisationen, Einzelpersonen, Anwaltskanzleien und Finanzinstitutionen.

In den USA war nach dem Selbstmord von Aaron Swartz Kritik an den harten Strafen für Einbrüche in Rechner laut geworden, die keine menschlichen Opfer gefordert haben. Paypal hat den Schaden durch die DDoS-Angriffe auf etwa 4 Millionen US-Dollar beziffert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,99€
  2. 50,99€

zumbel 10. Dez 2013

wow - das war schnell

Accolade 09. Dez 2013

Das richtige getan zu haben. Schuldig, wie Manning, das richtige getan zu haben und...

Husten 09. Dez 2013

trotzdem ist es quatsch. schuldeingeständnis ist da, also ist es 1 jahr und 100tausend...


Folgen Sie uns
       


Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht

In Braunschweig testet das DLR an zwei Ampeln die Vernetzung von automatisiert fahrenden Autos und der Verkehrsinfrastruktur.

Linksabbiegen mit autonomen Autos - Bericht Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


      •  /