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Operation Nova: Ermittler schließen internationales Cybercrime-Netz

Die Betreiber vermieteten ihr Netzwerk für kriminelle Zwecke.
/ Werner Pluta
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Geschlossene Seite des Netzwerks: Netz mit technischen Anonymisierungsmöglichkeiten (Bild: Staatsanwaltschaft Stuttgart, Polizeipräsidium Reutlingen)
Geschlossene Seite des Netzwerks: Netz mit technischen Anonymisierungsmöglichkeiten Bild: Staatsanwaltschaft Stuttgart, Polizeipräsidium Reutlingen

Erfolg im Kampf gegen Cyberkriminalität: Strafverfolger aus Europa und den USA haben ein weltweit agierendes Computernetzwerk ausgeschaltet, das für kriminelle Zwecke genutzt wurde. Dabei wurde eine Reihe von Servern beschlagnahmt und die Webseite des Betreibers gesperrt.

Die Aktion Operation Nova richtete sich gegen ein Netzwerk mit dem Namen Safe-Inet. Früher firmierte es unter dem Namen Insorg. Die Betreiber hatten ihr Netz sei mit technischen Anonymisierungsmöglichkeiten ausgestattet und ihren Kunden gegen Bezahlung für schwere Cyberstraftaten und diverse andere illegale Anwendungen zur Verfügung gestellt, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Reutlingen(öffnet im neuen Fenster) mit. Die Betreiber hätten ihren Kunden Schutz vor Strafverfolgern versprochen.

Erfolg durch internationale Zusammenarbeit

Das haben sie offensichtlich nicht eingelöst: Die Cyberspezialisten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen und die Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung von organisierten Cybererpressungen konnten in das Netz eindringen und knapp 50 Server identifizieren, die jetzt beschlagnahmt wurden. An der Aktion waren neben deutschen auch Ermittler von Europol, der Kantonspolizei Aargau, dem Schweizerischen Bundesamt für Polizei Fedpol, der Polizei der Niederlande, der französischen Police Nationale und der der US-Bundespolizei FBI sowie die jeweiligen Justizbehörden beteiligt.

Während der Ermittlungen waren mehrfach Hinweise auf bereits länger andauernde Cyberangriffe gegen Unternehmen aufgetaucht. Rund 250 Unternehmen hatten die Täter bereits ausgespäht. Einige davon entgingen durch die Ermittlungen knapp einer Verschlüsselung ihrer Daten und einem kompletten Ausfall der IT-Systeme. In einigen Fällen, in denen die Verschlüsselung der Daten bereits im Gange war, konnten die Unternehmen Schutzmaßnahmen ergreifen und so den Angriff stoppen. Damit wurde der Schaden begrenzt.

Als nächstes wollen die Ermittler die sichergestellten Daten auswerten. Dadurch wollen sie weitere Betreiber und Nutzer des Netzwerks identifizieren.


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