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Operation Epic Fury: Iran-Krieg mit Cyberwar und Luftschlägen ausgebrochen

Die USA und Israel greifen koordiniert an, der Iran antwortet mit Raketen auf US-Basen.
/ Andreas Donath
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Vorrevolutionäre iranische Flagge mit Löwe und Sonne (Bild: Marjolein Katsma/Flickr)
Vorrevolutionäre iranische Flagge mit Löwe und Sonne Bild: Marjolein Katsma/Flickr / CC-BY-SA 2.0

Der Irankrieg ist ausgebrochen, mit Luftschlägen auf politische und militärische Ziele in vielen Städten im Iran seitens der USA und Israel.

Es war kein spontaner Vergeltungsschlag. Ein israelischer Sicherheitsbeamter erklärte Reuters(öffnet im neuen Fenster), die Operation sei seit Monaten koordiniert mit Washington geplant worden, der genaue Starttermin wurde vor Wochen festgelegt. Israel nannte seine Mission Lion's Roar – Netanyahu hatte den ursprünglichen IDF-internen Codenamen persönlich umbenannt. Die USA tauften ihre Kampagne offiziell Operation Epic Fury(öffnet im neuen Fenster). Beide griffen koordiniert an: Israel aus der Luft gegen westiranische Ziele, die USA mit Luft- und Seestreitkräften gegen Ziele in und um Teheran.

Zu den bestätigten Angriffszielen zählen Teheran, Qom, Karaj und Kermanshah. Auch die westliche Provinz Ilam wurde laut Al Jazeera getroffen(öffnet im neuen Fenster). In Bushehr meldeten Berichte Explosionen in der Stadt – ob die dortige Nuklearanlage beschädigt wurde, ist jedoch unklar und von keiner seriösen Quelle bestätigt.

Als potenzielle Nuklearziele gelten Natanz, Isfahan und Fordow. Symbolisch besonders schwer wiegt der Angriff nahe dem Büro von Irans Oberstem Führer Ali Chamenei(öffnet im neuen Fenster) im Zentrum Teherans, den die AP als "offenbar ersten Einschlag" beschrieb.

USA kündigen Ziele an

US-Präsident Donald Trump erklärte in einer rund achtminütigen Videobotschaft(öffnet im neuen Fenster), Ziel sei die Vernichtung der iranischen Raketenindustrie und der Marine. "Wir werden ihre Marine vernichten", sagte Trump im vollständig von CBS News veröffentlichten Transkript(öffnet im neuen Fenster). Er bezeichnete die Angriffe als "größere Kampfhandlungen im Iran" und erklärte das Ziel, "unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime" zu eliminieren. An IRGC-Mitglieder richtete er die Warnung: Wer die Waffen nicht niederlege, werde den sicheren Tod erleiden.

Was die Opferzahlen betrifft, ist Vorsicht geboten: Iran International berichtete(öffnet im neuen Fenster), die Nachrichtenagentur ISNA habe von Tausenden getöteten oder verletzten Garde-Mitgliedern berichtet. Diese Angabe ist jedoch mit erheblicher Skepsis zu behandeln: ISNA wurde während der Angriffe gleichzeitig gehackt, wie die Jerusalem Post und die Anadolu Agency bestätigten(öffnet im neuen Fenster). Ob der Bericht authentisch war oder von Hackern eingeschleust wurde, ist ungeklärt. Westliche Agenturen wie AP und Reuters verzichteten auf Angaben von Opferzahlen.

Iran greift US-Basen in vier Golfstaaten an

Iran ließ keine Zeit verstreichen. Mehrere Raketenwellen wurden auf Israel abgefeuert, israelische Luftabwehrsysteme nahmen den Beschuss auf(öffnet im neuen Fenster), Sirenen heulten landesweit.

Parallel dazu meldete die republikanische Garde die Angriffe auf US-Militärbasen in vier Golfstaaten: Al Udeid in Katar, Al Salem in Kuwait, Al Dhafra in den VAE und die Fifth Fleet in Bahrain. Die Associated Press bestätigte, dass das Zentrum der Fünften US-Flotte in Bahrain von einer Rakete getroffen wurde(öffnet im neuen Fenster). Bahrains Innenministerium bestätigte die Aktivierung von Alarmsirenen über Manama, die US-Botschaft warnte vor unmittelbaren Drohnen- und Raketenangriffen.

Über Abu Dhabi wurden laut Defence Blog zwei ballistische Raketen durch ein THAAD-System abgefangen(öffnet im neuen Fenster), CNN-Reporter(öffnet im neuen Fenster) berichteten von Explosionen in der Stadt. Berichte über einen Todesfall in Abu Dhabi ließen sich durch keine seriöse Quelle bestätigen – weder US- noch emiratische Behörden veröffentlichten entsprechende Angaben.

Lufträume der Region geschlossen

Die Reaktion der Region war unmittelbar: Irak, Katar und die VAE schlossen ihren Luftraum(öffnet im neuen Fenster). Lufthansa, Air France, KLM und Wizz Air strichen Verbindungen in den gesamten Nahen Osten(öffnet im neuen Fenster).

Im Iran selbst brach die Internetkonnektivität ein. Netblocks meldete in der Folge einen nahezu vollständigen Ausfall auf nur noch vier Prozent(öffnet im neuen Fenster) des normalen Niveaus, Mobilfunk und SMS wurden weitgehend unterbrochen. Mehrere staatliche Nachrichtenwebseiten wurden gehackt, darunter IRNA und ISNA(öffnet im neuen Fenster).

Offener Krieg zwischen Israel, USA und Iran

Was Beobachter jahrelang als Eskalationsszenario beschrieben haben, ist Realität geworden. Die USA und Israel greifen gemeinsam den Iran an, nicht durch Proxys, nicht in Form verdeckter Operationen und offenbar auch nicht mit kleinen, strategischen Aktionen. Iran antwortet ebenso direkt mit Angriffen auf US-Militärinfrastruktur in vier Golfstaaten gleichzeitig.

Diplomatie hat versagt

Die diplomatische Begleiterzählung ist dabei besonders brisant: Teherans Außenministerium betonte, die Angriffe hätten stattgefunden, während Iran und die USA in Verhandlungen standen(öffnet im neuen Fenster). Ob das stimmt oder strategische Kommunikation ist, lässt sich von außen kaum beurteilen.

Hinzu kommt die politische Dimension: Exilprinz Reza Pahlavi rief in einer Videobotschaft(öffnet im neuen Fenster) die Bevölkerung auf, sich auf Proteste vorzubereiten – "die Zeit, auf die Straßen zurückzukehren, naht", sagte er. Pahlavi hatte zuvor Proteste mit Hunderttausenden Teilnehmern in München, Toronto und Los Angeles organisiert.

Netanyahu sprach Perser, Kurden, Aserbaidschaner, Balutschen(öffnet im neuen Fenster) und Ahwazis(öffnet im neuen Fenster) direkt an und ordnete den Angriff als Versprechen der Befreiung vom "Joch der Tyrannei(öffnet im neuen Fenster)" ein.

Der erste Tag dieses Krieges zeigt: Die Konfliktlinien verlaufen nicht mehr nur regional, sondern haben die gesamte Golfregion erfasst und das Ende ist noch nicht in Sicht.


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