Abo
  • Services:

Operation Carding: FBI betrieb jahrelang Kreditkartenbetrüger-Plattform

Weltweit wurden gestern 24 mutmaßliche Cyberkriminelle verhaftet, darunter auch einer in Deutschland. Sie besorgten sich Kreditkartendaten mit Trojanern per Keylogger und Webcam. Einer der Verhafteten ist JoshTheGod, der der Hackergruppe UGNazi angehören soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Einer der Verdächtigen in Manhattan
Einer der Verdächtigen in Manhattan (Bild: Eduardo Munoz/Reuters)

Bei einer internationalen Polizeiaktion sind weltweit 24 Verdächtige verhaftet worden. In den USA wurden elf, in Großbritannien, Bosnien, Deutschland, Bulgarien und Norwegen 13 Menschen festgenommen, gab das FBI am 26. Juni 2012 bekannt. Auch in Australien, Japan und anderen Ländern gab es Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Cardern, Cyberkriminellen, die Kreditkartendaten stehlen und online damit handeln.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Nürnberg, Bonn, München
  2. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim

Alle Verhafteten sind männlich und zwischen 18 und 25 Jahren alt. Einigen drohen Haftstrafen von bis zu 40 Jahren.

Im Rahmen der Operation Carding errichtete das FBI im Juni 2010 verdeckt das Forum "Carder Profit - UC Site", wo sich Kreditkartenbetrüger austauschen konnten. Dort wurden gestohlene Kreditkartendaten gehandelt, getauscht und kriminelle Dienstleitungen verabredet. Die Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Forums und deren IP-Adressen wurde komplett überwacht und aufgezeichnet. Nur registrierten Nutzern stand die UC Site offen. Registrieren konnte sich nur, wer von zwei existierenden Nutzern eingeladen wurde oder eine Gebühr bezahlte. Die Plattform wurde im Mai 2012 von den Behörden offline genommen.

xVisceral, Badoo und JoshTheGod

Der Verdächtige Michael H., bekannt unter dem Namen "xVisceral", programmierte Remote Access Trojans (RATs), die Kreditkartendaten über die Webcam und Keylogger aufzeichneten, und verkaufte sie laut dem Sophos-Blog Nakedsecurity für 50 US-Dollar. Ali H. (Badoo) bot sogenannte Fulls an, gestohlene Identitätsdaten, die Kreditkartennummern, aber auch Namen, Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten, Mädchennamen, Gültigkeitsdaten der Kreditkarten und CVV-Codes enthielten. Einen Teil der Daten holte sich Badoo von einer kompromittierten Hotelreservierungswebsite.

Mir I., der sich JoshTheGod nannte, besaß 50.000 Kreditdatensätze und soll Mitglied der Hackergruppe UGNazi und Gründer der Plattform Carders.org sein. Die Webpräsenzen wurden vom FBI geschlossen. UGNazi soll für einen Angriff auf Twitter verantwortlich sein.

Nachtrag vom 27. Juni 2012, 16:25 Uhr

Das FBI schätzt, dass durch die Plattform "UC Site" Betrügereien mit einem Volumen von 205 Millionen US-Dollar verhindert werden konnten. Inhaber von 411.000 kompromittierten Karten wurden informiert und 47 Unternehmen, Regierungsorganisationen und Bildungseinrichtungen über drohende oder erfolgte Angriffe auf ihre Systeme in Kenntnis gesetzt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-73%) 7,99€
  3. 2,99€
  4. (-75%) 9,99€

Moe479 29. Jun 2012

also ist der 'nutzen für die strafverfolgung' wichtiger als der schaden einzelner?

dnl 29. Jun 2012

Keine Ahnung - aber auch da gibt es sicher "Kooperationsverträge". Zum Beispiel...

lottikarotti 28. Jun 2012

xD

skoda 27. Jun 2012

aber eindeutig ! omg hifeh

JayDevlin 27. Jun 2012

Thank you Captain Obvious. Captain Obvious saves the Day!


Folgen Sie uns
       


Windows 10 on Snapdragon - Test

Wir schauen uns Windows 10 on ARM auf zwei Snapdragon-Notebooks an.

Windows 10 on Snapdragon - Test Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. 32-Kern-CPU Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
  2. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  3. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

    •  /