Abo
  • IT-Karriere:

Opera, Vivaldi & Co.: Alternativ-Browser reagieren auf Googles Einschränkungen

Google schränkt in Chrome eine von Werbeblockern verwendete Schnittstelle ein. Auch Vivaldi, Opera, Brave und Edge nutzen Chrome als Basis und sind damit von der Entscheidung betroffen. Manche Browserhersteller kündigen eine Weiterpflege der Schnittstelle an.

Artikel veröffentlicht am ,
Werbung von Google
Werbung von Google (Bild: Manjunath Kiran/AFP/Getty Images)

Von der Deaktivierung einer Schnittstelle in Chrome, die von vielen Werbe- und Trackingblockern verwendet wird, sind auch viele andere Browserprojekte betroffen. Opera, Vivaldi, Brave und Edge setzen auf Chrome beziehungsweise dessen freie Variante Chromium als Unterbau und sind somit auch von Googles Designentscheidungen direkt betroffen - und müssen auf diese reagieren. Viele von ihnen wollen die Blockierfunktion der betroffenen webRequest API erhalten.

Stellenmarkt
  1. DEKRA SE, Stuttgart
  2. ERGO Group AG, Düsseldorf

Das Browserprojekt Brave wurde vom ehemaligen Mozilla-Entwickler Brendan Eich gegründet und filtert Werbung und Tracking-Scripte auf Webseiten standardmäßig aus. "Wir werden weiterhin die webRequest API für alle Erweiterungen in Brave unterstützen", sagte Eich dem Onlinemagazin ZDnet. Auch Ublock Origin und Umatrix würden weiterhin im Brave-Browser funktionieren.

Erst kürzlich hatte Google seine Absicht bekräftigt, die Blockierfunktion der webRequest API abschaffen zu wollen und stattdessen die Alternative declarativeNetRequest API einzuführen. Nach Googles aktuellen Plänen lassen sich mit dieser jedoch nur 30.000 bis 40.000 Elemente filtern. Allein die weit verbreitete Easylist beinhaltet jedoch schon über 90.000 Elemente. Betroffen sind Werbeblocker wie Adblock Plus, Ublock Origin, Umatrix, Privacy Badger oder Ghostery.

Opera, Edge und Vivaldi

Auch der Browser Opera basiert auf der Chrome-Engine. Die Entwickler denken laut einem Sprecher von Opera darüber nach, die betroffene Schnittstelle weiter zu pflegen. Bei Opera wird die Entscheidung von Google als nicht unbedingt relevant eingeschätzt, da der Browser ja bereits einen integrierten Adblocker biete.

Wie Microsoft mit seinem zukünftig auf Chrome basierenden Browser Edge auf die Pläne von Google reagiert, ist bisher nicht bekannt.

Von den anderen Browsern unterscheidet sich der Browser Vivaldi vor allem durch die vielen Komfortfunktionen. Der Nutzer soll den Browser möglichst gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Im Unterschied zu Brave bietet Vivaldi keinen integrierten Adblocker. "Das Blockieren von Anzeigen ist eine komplexe Angelegenheit. Das Internet baut auf kostenlosen Inhalten auf, von denen Sie einen Teil verlieren, wenn Sie die Anzeigen entfernen", schreibt Petter Nilsen von Vivaldi. Letztlich solle der Nutzer die Entscheidung treffen, wie er mit der Werbung im Internet umgehen möchte.

Wenn Google die Schnittstelle im Code ändere, gebe es viele Möglichkeiten, damit umgzugehen, meint Nilsen. "Das Wiederherstellen der API könnte eine davon sein." Vivaldi habe auch zuvor schon Funktionen wiederhergestellt. Allerdings müsse man sich dann auch überlegen, einen eingeschränkten Extension-Store zu erstellen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. CPU-Kühler)
  2. mit Gutschein: NBBCORSAIRPSP19
  3. (heute u. a. Saugroboter)
  4. (u. a. Metal Gear Solid V: The Definitive Experience für 8,99€ und Train Simulator 2019 für 12...

\pub\bash0r 12. Jun 2019 / Themenstart

Netter Versuch. Die nutzen QtWebEngine. --> https://wiki.qt.io/QtWebEngine --> "Qt...

nicoledos 12. Jun 2019 / Themenstart

Man sieht, dass Chromium mehr ist als nur eine Webengine. Es schafft mit den...

kommentar4711 11. Jun 2019 / Themenstart

Sind wir mal ehrlich, Opera und Vivaldi sind doch eher was für Nerds. Ich denke die Quote...

mtr (golem.de) 11. Jun 2019 / Themenstart

Hallo rugk, Danke für den Hinweis. Wir haben den Text entsprechend korrigiert. Viele Grü...

Mixermachine 11. Jun 2019 / Themenstart

Ich habe mal die Probe mit Firefox gemacht. Funktioniert sehr gut. Früher mochte hier...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Linux für Gaming installieren - Tutorial

Die Linux-Distribution Manjaro eignet sich gut für Spiele - wir erklären im Video wie man sie installiert.

Linux für Gaming installieren - Tutorial Video aufrufen
Wolfenstein Youngblood angespielt: Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?
Wolfenstein Youngblood angespielt
"Warum wurden diese dämlichen Mädchen nicht aufgehalten!?"

E3 2019 Der erste Kill ist der schwerste: In Wolfenstein Youngblood kämpfen die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz gegen Nazis. Golem.de hat sich mit Jess und Soph durch einen Zeppelin über dem belagerten Paris gekämpft.
Von Peter Steinlechner


    Physik: Den Quanten beim Sprung zusehen
    Physik
    Den Quanten beim Sprung zusehen

    Quantensprünge sind niemals groß und nicht vorhersehbar. Forschern ist es dennoch gelungen, den Vorgang zuverlässig zu beobachten, wenn er einmal angefangen hatte - und sie konnten ihn sogar umkehren. Die Fehlerkorrektur in Quantencomputern soll in Zukunft genau so funktionieren.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


      Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
      Ada und Spark
      Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

      Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
      Von Johannes Kanig

      1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
      2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
      3. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

        •  /