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Opera Mobile ausprobiert: Erste Version mit neuer Webkit-Engine überzeugt

Opera Software hat eine erste Vorabversion des neuen Mobilbrowsers auf Basis der Webkit-Engine veröffentlicht. Opera Mobile für Android hat eine neue Schnellwahlseite mit Ordnerfunktion, einen neuen Discover-Bereich und eine bessere Bedienung.
/ Ingo Pakalski
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Opera Mobile mit neuer Bedienoberfläche (Bild: Opera Software/Screenshot: Golem.de)
Opera Mobile mit neuer Bedienoberfläche Bild: Opera Software/Screenshot: Golem.de

Die künftigen Versionen von Opera Mobile verwenden als Rendering-Engine nun Webkit. Eine erste Vorabversion hat Opera Software nun für Interessierte zum Ausprobieren veröffentlicht. Neben der neuen Engine fallen viele sinnvolle Verbesserungen bei der Bedienung auf. Grundlegend überarbeitet wurde die bisherige Schnellwahlseite, auf der sich weiterhin oft besuchte Webseiten ablegen und die sich nach Belieben sortieren lassen.

Opera Mobile für Android mit Webkit-Engine ausprobiert
Opera Mobile für Android mit Webkit-Engine ausprobiert (02:17)

Der Nutzer kann mehrere Schnellwahlelemente zu Verzeichnissen zusammenfassen, um so besser einen Überblick über die Einträge zu bekommen. Die Ordner können dabei nach Belieben benannt werden. Ebenfalls auf der Schnellwahlseite befinden sich nun vorab gespeicherte Seiten. Solche Webseiten lassen sich auch lesen, wenn gerade keine Internetverbindung besteht. Alle gespeicherten Seiten landen in einem Schnellwahlverzeichnis und können darüber bequem aufgerufen werden.

Discover-Bereich mit aktuellen Schlagzeilen

Von der Schnellwahlseite kann mit einem seitlichen Fingerwisch zum Browserverlauf oder zum neuen Discover-Bereich gewechselt werden. Unter Discover werden die Schlagzeilen vordefinierter Webseiten angezeigt, es stellt also einen rudimentären RSS-Reader dar. Der Nutzer kann festlegen, welche Themen ihn interessieren und sich so einen passenden Mix zusammenstellen. Das Hinzufügen eigener Quellen ist vorerst nicht möglich. Die Basisquellen unterscheiden sich je nach Land und der Nutzer kann sich bei Bedarf etwa die Schlagzeilen aus anderen Ländern anzeigen lassen.

Neuer Einstellungsdialog sowie kombiniertes URL- und Suchfeld

Der Einstellungsdialog wurde komplett umgebaut und wirkt nun wesentlich aufgeräumter. Über diesen Dialog kann aus einer Webseite heraus direkt in den Verlauf, auf die Schnellwahlseite oder in den Discover-Bereich gesprungen werden. Außerdem kann darüber die Suche innerhalb einer Webseite aufgerufen und eine geöffnete Webseite für die Offlinenutzung gespeichert werden. Außerdem kann darüber der Downloadmanager geöffnet werden.

Opera Turbo heißt nun Offroad-Modus

Den bisherigen Opera-Turbo-Modus gibt es weiterhin, allerdings nennt er sich nun Offroad-Modus. Die Webseiten werden dann von einem Opera-Server komprimiert an den Browser geleitet. Die komprimierten Webseiten verschlingen weniger Datentraffic, was vor allem bei der mobilen Internetnutzung im Ausland hilfreich sein kann. Bei gedrosselten Datenflatrates kann so länger mit voller Bandbreite das mobile Internet verwendet werden. Der Browser zeigt die Ersparnis direkt an.

In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob sich der Browser den Seiten gegenüber als Mobilvariante oder als Desktopausführung ausgibt. Als weitere Neuerung wurde die Aufteilung zwischen URL- und Suchfeld aufgegeben: Suchanfragen werden nun direkt in das URL-Feld eingetippt. Dadurch wirkt die Oberfläche aufgeräumter und übersichtlicher. Auch die Tabübersicht wurde überarbeitet und erlaubt darüber auch das Öffnen privater Tabs, die allerdings derzeit noch keine farbliche Markierung aufweisen. Das soll aber noch in den Browser integriert werden.

Die Betaversion von Opera Mobile mit Webkit-Engine(öffnet im neuen Fenster) steht ab sofort für Android 2.3 und neuer kostenlos im Play Store zum Herunterladen und Ausprobieren bereit. Derzeit ist der Browser nur an Smartphone-Displays angepasst. Demnach ist eine spezielle Tabletversion in Arbeit. Wann die fertige Version der neuen Version von Opera Mobile erscheint, ist noch nicht bekannt.

Fazit

Die erste Version von Opera Mobile mit Webkit-Engine hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Das mobile Browsen auf einem Smartphone ist damit angenehmer. Die überarbeitete Bedienungsoberfläche wirkt besser strukturiert und der Nutzer hat alle wichtigen Bedienungselemente schneller bei der Hand. Die Schnellwahlseite ist erheblich komfortabler, weil sich nun mehr Lesezeichen darin gut strukturiert ablegen lassen. Obwohl es sich um eine Betaversion handelt, kam es beim Ausprobieren zu keinen Problemen oder Abstürzen.


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