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Openworm: Caenorhabditis elegans bewegt sich

Das Openworm-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, einen Fadenwurm vom Typ Caenorhabditis elegans zu simulieren, und zwar Zelle für Zelle. Seit einigen Tagen kann sich der digitale Wurm bewegen.
/ Jens Ihlenfeld
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Caenorhabditis elegans wird simuliert. (Bild: Openworm)
Caenorhabditis elegans wird simuliert. Bild: Openworm

Es soll der erste virtuelle Organismus in einem Computer werden, eine komplette Simulation eines Nematoden(öffnet im neuen Fenster) vom Typ Caenorhabditis elegans(öffnet im neuen Fenster) , der in der Entwicklungsbiologie und der Genetik als Modellorganismus erforscht wird. Damit will das Projekt Openworm(öffnet im neuen Fenster) einen Beitrag zum besseren Verständnis des menschlichen Gehirns liefern, denn wie sollte es gelingen, das menschliche Gehirn zu verstehen, wenn es nicht einmal möglich ist, das Computermodell eines Wurms zu erschaffen, einem der am besten erforschten Organismen der Biologie?

Der Fadenwurm wurde dazu Zelle für Zelle modelliert, wobei sich jede Zelle korrekt verhalten soll, so dass der Wurm am Ende wie ein echter funktioniert. Im ersten Schritt ging es erst einmal darum, die muskulären Bewegungen des Wurms umzusetzen, und das ist seit kurzem möglich. Jetzt geht es darum, das Modell um elektrophysiologische Muskelzellen zu erweitern, um das Verhalten näher an die experimentellen Daten heranzuführen. Am Ende soll ein komplettes Wurmgehirn mit 302 Neuronen in das Modell integriert werden, um Hypthesen zu testen und besser zu verstehen, wie Verhalten entsteht.

Dabei steht sämtlicher Code des Projekts als Open Source auf Github(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Details zur Simulation sind in einer FAQ(öffnet im neuen Fenster) erläutert.


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