Reizthema Canonical

Auch wenn der Vergleich zwischen dem Ubuntu-Sponsor Canonical und Suse naheliegt, sprechen die Konferenzteilnehmer nicht gern über Canonical. Vor allem der Umgang Canonicals mit Gnome als Upstream-Projekt wurde in der Vergangenheit vielfach negativ aufgefasst. Immerhin setzt Ubuntu nun nicht mehr die Gnome-Shell ein, sondern die eigene Oberfläche Unity.

Stellenmarkt
  1. Lead Developer Delphi (m/w/d)
    Haufe Group, Bielefeld
  2. SAP PP Senior Berater (m/w/x) für SAP S/4 HANA Einführung
    über duerenhoff GmbH, Weil am Rhein
Detailsuche

Frederic Crozat, der Systemd in Opensuse verantwortet, sagte leicht beschwichtigend dazu, dass er verstehe, wenn eine Firma eigene Interessen verfolge. Offenkundig unterscheide sich die Umsetzung dieser Interessen bei Suse und Canonical aber sehr stark voneinander.

Auch die vielen Regeln, die es bei Ubuntu einzuhalten gilt, schrecken einige Konferenzteilnehmer ab. Viele lehnen insbesondere das für Ubuntu notwendige Contributor-Agreement aus persönlichen Gründen ab und schließen deshalb einen Beitrag zu Ubuntu kategorisch aus.

Nicht ganz ohne Regeln

Dass die Organisation des Opensuse-Projekts aber nicht ganz ohne Regeln funktionieren könne, erklärte Community-Manager Jos Poortvliet. Diese sollten jedoch nicht als Hürde oder gar "Zeitverschwendung" wahrgenommen werden, was den Spaß an einem Beitrag zum Projekt deutlich verringern würde. Besonders für Paketbetreuer gelte, sämtlicher Aufwand, der zusätzlich zum Erstellen eines Pakets hinzukomme, müsse "so klein wie möglich" gehalten werden.

Golem Akademie
  1. Advanced Python - Fortgeschrittene Programmierthemen
    16./17. September 2021, online
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust
    21.-24. September 2021, online
  3. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Diese Herangehensweise kann aber auch zu Problemen führen, nicht nur bei den Aufgaben der Softwareerstellung selbst. Auch bei den Systemadministratoren oder den regionalen Opensuse-Teams, den Ambassadors und vielen anderen Gruppen führe diese Atmosphäre manchmal zu unerwünschten Nebeneffekten.

Als fiktives Beispiel, bei dem diese Nebeneffekte besonders negativ auffielen, nennt Poortvliet das Prinzip Membership-Team. Damit Beitragende offiziell Opensuse-Member werden können, muss dem eine Mindestanzahl an Mitgliedern des Membership-Teams zustimmen. Falls sich aber nicht von allein genug finden, die zustimmen, könnte eine Bewerbung im schlimmsten Fall einige Monate nicht akzeptiert werden.

Management-Strategien als möglicher Ausweg

Derartigen Problemen gelte es vorzubeugen, sagte Poortvliet. Seit er seinem Vorgesetzten in regelmäßigen Abständen von seiner Arbeit berichte, falle es ihm leichter, Probleme in seinem Arbeitsablauf zu erkennen und zu beheben. So etwas auf das Projekt zu übertragen, sei aber vergleichsweise schwierig.

Eine mögliche Vorstufe dazu könnte sein, mit Hilfe der Administratoren Statistiken aufzustellen, um zu wissen, wie schnell etwa verschiedene Teams auf Mailinglistenanfragen reagierten. So könnten Missstände relativ einfach aufgedeckt werden und im direkten Kontakt leichter gelöst werden als bisher.

Bis zur Umsetzung dieser oder weiterer Pläne wird wohl aber noch einige Zeit vergehen. Auch der Illusion, dass dann jeder mit den möglichen Veränderungen zufrieden sein werde, gibt sich Poortvliet nicht hin. Denn einige Personen äußerten ihren Unmut erst, "sobald Änderungen eingeführt worden sind, und nicht etwa vorher". Daran lasse sich nichts ändern, sagte er.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Opensuse: Wer beiträgt, bestimmt die Richtung
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Software
Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise

Teslas Autos haben viel Elektronik an Bord, doch die Chipkrise scheint dem Unternehmen nichts anzuhaben. Elon Musk erzählt, wie das geschafft wurde.

Software: Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apple mit 36 Prozent Umsatzwachstum
    Quartalsbericht
    Apple mit 36 Prozent Umsatzwachstum

    Apple verkaufte viel mehr iPhones, iPads, Macs und Zubehör als im letzten Jahr. Der Umsatz stieg um 36 Prozent und auch der Gewinn lässt sich sehen.

  2. Energiespeicher: Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh
    Energiespeicher
    Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh

    Das Tesla Megapack ist ein industrielles Akkusystem mit einer Kapazität von 3 Megawattstunden. Nun wurde der Online-Konfiguratur online gestellt.

  3. Surface: Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks
    Surface
    Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks

    Baut Microsoft ein neues Surface-Gerät? Patentgrafiken zeigen zumindest ein bisher unbekanntes Gerät mit einem ungewöhnlichen Scharnier.

Thaodan 27. Okt 2012

bbswitch mit Bumblebee geht aktuell nicht mit der Release Version der Bug das es mit...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Crucial Ballistix 16GB Kit 3200MHz 66,66€ • PCGH-Gaming-PCs stark reduziert (u. a. PC mit RTX 3060 & Ryzen 5 5600X 1.400€) • Samsung 27" Curved FHD 240Hz 239,90€ • OnePlus Nord CE 5G 128GB 299,49€ • Microsoft Flight Simulator Xbox Series X 69,99€ • 3 für 2 Spiele bei MM [Werbung]
    •  /