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Reizthema Canonical

Auch wenn der Vergleich zwischen dem Ubuntu-Sponsor Canonical und Suse naheliegt, sprechen die Konferenzteilnehmer nicht gern über Canonical. Vor allem der Umgang Canonicals mit Gnome als Upstream-Projekt wurde in der Vergangenheit vielfach negativ aufgefasst. Immerhin setzt Ubuntu nun nicht mehr die Gnome-Shell ein, sondern die eigene Oberfläche Unity.

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Frederic Crozat, der Systemd in Opensuse verantwortet, sagte leicht beschwichtigend dazu, dass er verstehe, wenn eine Firma eigene Interessen verfolge. Offenkundig unterscheide sich die Umsetzung dieser Interessen bei Suse und Canonical aber sehr stark voneinander.

Auch die vielen Regeln, die es bei Ubuntu einzuhalten gilt, schrecken einige Konferenzteilnehmer ab. Viele lehnen insbesondere das für Ubuntu notwendige Contributor-Agreement aus persönlichen Gründen ab und schließen deshalb einen Beitrag zu Ubuntu kategorisch aus.

Nicht ganz ohne Regeln

Dass die Organisation des Opensuse-Projekts aber nicht ganz ohne Regeln funktionieren könne, erklärte Community-Manager Jos Poortvliet. Diese sollten jedoch nicht als Hürde oder gar "Zeitverschwendung" wahrgenommen werden, was den Spaß an einem Beitrag zum Projekt deutlich verringern würde. Besonders für Paketbetreuer gelte, sämtlicher Aufwand, der zusätzlich zum Erstellen eines Pakets hinzukomme, müsse "so klein wie möglich" gehalten werden.

Diese Herangehensweise kann aber auch zu Problemen führen, nicht nur bei den Aufgaben der Softwareerstellung selbst. Auch bei den Systemadministratoren oder den regionalen Opensuse-Teams, den Ambassadors und vielen anderen Gruppen führe diese Atmosphäre manchmal zu unerwünschten Nebeneffekten.

Als fiktives Beispiel, bei dem diese Nebeneffekte besonders negativ auffielen, nennt Poortvliet das Prinzip Membership-Team. Damit Beitragende offiziell Opensuse-Member werden können, muss dem eine Mindestanzahl an Mitgliedern des Membership-Teams zustimmen. Falls sich aber nicht von allein genug finden, die zustimmen, könnte eine Bewerbung im schlimmsten Fall einige Monate nicht akzeptiert werden.

Management-Strategien als möglicher Ausweg

Derartigen Problemen gelte es vorzubeugen, sagte Poortvliet. Seit er seinem Vorgesetzten in regelmäßigen Abständen von seiner Arbeit berichte, falle es ihm leichter, Probleme in seinem Arbeitsablauf zu erkennen und zu beheben. So etwas auf das Projekt zu übertragen, sei aber vergleichsweise schwierig.

Eine mögliche Vorstufe dazu könnte sein, mit Hilfe der Administratoren Statistiken aufzustellen, um zu wissen, wie schnell etwa verschiedene Teams auf Mailinglistenanfragen reagierten. So könnten Missstände relativ einfach aufgedeckt werden und im direkten Kontakt leichter gelöst werden als bisher.

Bis zur Umsetzung dieser oder weiterer Pläne wird wohl aber noch einige Zeit vergehen. Auch der Illusion, dass dann jeder mit den möglichen Veränderungen zufrieden sein werde, gibt sich Poortvliet nicht hin. Denn einige Personen äußerten ihren Unmut erst, "sobald Änderungen eingeführt worden sind, und nicht etwa vorher". Daran lasse sich nichts ändern, sagte er.

 Opensuse: Wer beiträgt, bestimmt die Richtung
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Thaodan 27. Okt 2012

bbswitch mit Bumblebee geht aktuell nicht mit der Release Version der Bug das es mit...


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